#Interview “Das Einkaufen in der Logistik kann so einfach sein wie Kaffee kochen”

"Der Fokus von Shipsta liegt auf dem digitalisierten und smarten Einkauf von Frachtraten", sagt Gründer Christian Wilhelm. "Wir möchten Jedermann die Möglichkeit geben, Frachtraten digital einzukaufen. Entsprechend investieren wir viel in Research und Development".
“Das Einkaufen in der Logistik kann so einfach sein wie Kaffee kochen”

Das junge Logistik-Startup Shipsta, das von Christian Wilhelm gegründet wurde, vermittelt Frachtaufträge. Der Frühphaseninvestoren RTP aus Russland und Mangrove aus den USA investierten kürzlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen. “Seit 2015 erleben wir eine sehr positive sowie rasante Entwicklung auf dem Markt, denn die Logistikbranche ist bereit für digitale Lösungen und endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Unser Produkt findet großen Absatz und sehr positives Feedback bei den Kunden. Mittlerweile sind wir auf über 35 Mitarbeiter aus acht verschiedenen Nationen herangewachsen. Neben dem hervorragend gelegenen Gründungstandort Luxemburg, ist noch eine weitere strategische Niederlassung in Hamburg dazu gekommen”, sagt Gründer Wilhelm. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Wilhelm außerdem über Multitasking, Mitarbeiter und neue Maßstäbe.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Shipsta erklären?
Das Einkaufen in der Logistik kann so einfach sein wie Kaffee kochen.

Hat sich das Konzept seit dem Start irgendwie verändert?
Wir möchten Jedermann die Möglichkeit geben, Frachtraten digital einzukaufen. Entsprechend investieren wir Jahr für Jahr sehr viel in Research und Development, um dem Logistik Markt weitere Innovationen zur Verfügung zu stellen. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, unseren Kunden stets die neueste Technologie anzubieten. Dies geht nur, wenn wir unser Konzept ständig auf den Prüfstand stellen und uns kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie funktioniert denn überhaupt euer Geschäftsmodell?
Der Fokus von Shipsta liegt auf dem digitalisierten und smarten Einkauf von Frachtraten. Über die flexible eProcurement Plattform Shipsta Flex werden Einkaufs- und Ausschreibungsprozesse optimiert und Verlader sowie Spediteure digital vernetzt. Des Weiteren werden wir Im Jahresverlauf unseren Global Logistics Marketplace Shipsta Go launchen. Dieser erlaubt es, egal ob Konzern oder Kleinunternehmer, Frachtraten digital einzukaufen.

Wie genau hat sich Shipsta seit der Gründung entwickelt?
Seit 2015 erleben wir eine sehr positive sowie rasante Entwicklung auf dem Markt, denn die Logistikbranche ist bereit für digitale Lösungen und endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Unser Produkt findet großen Absatz und sehr positives Feedback bei den Kunden. Mittlerweile sind wir auf über 35 Mitarbeiter aus acht verschiedenen Nationen herangewachsen. Neben dem hervorragend gelegenen Gründungstandort Luxemburg, ist noch eine weitere strategische Niederlassung in Hamburg dazu gekommen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Stop Multitasking! Am Anfang haben wir viel Multitasking betrieben und konnten uns dadurch nicht vernünftig auf eine Sache fokussieren.
Daher ist gutes Projektmanagement in einem stark wachsenden Unternehmen unabdingbar und hätte noch früher von uns umgesetzt werden sollen.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Definitiv bei den Mitarbeitern. Sie sind der Schlüssel unseres Erfolges. Wir haben ein großartiges Team und sind sehr stolz darauf. Und auch bei der Standortwahl haben wir die richtige Entscheidung getroffen, für ein weiteres rasantes Wachstum bieten uns sowohl Luxemburg als auch Hamburg einen großen Mehrwert.

Wo steht Shipsta in einem Jahr?
Wir freuen uns auf das kommende Jahr und sind weiterhin auf rapidem Wachstumskurs: die Unternehmensgröße möchten wir mindestens verdoppeln. Insbesondere schauen wir mit großer Freude auf den Launch von Shipsta Go, denn damit werden wir die digitale Zukunft der Logistik mitgestalten. Wir sind stolz darauf, Teil der Digitalisierungsbewegung zu sein und möchten dort neue Maßstäbe zu setzen.

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Foto (oben): Shipsta

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.