#Hintergrund Optiopay: Investor, Team, Strategie – alles neu!

Neustart bei Optiopay! Das Startup will mit OptioBanking nun "personalisierte und vorteilhafte Spar- und Finanzempfehlungen auf Basis von zuvor freigegebener Bankdaten" ermöglichen. Um das neue Vorhaben umzusetzen, ergänzt Artashes Torosyan das OptioPay-Team als CTO
Optiopay: Investor, Team, Strategie – alles neu!

Der Aufbau von Optiopay kostete bis Ende 2017 bereits knapp 8 Millionen Euro. Der nicht gedeckte Fehlbetrag betrug Ende 2017 beachtliche 6,3 Millionen. Die Verbindlichkeiten lagen bei 9,8 Millionen. Nun aber konnte das FinTech doch noch eine lange angekündigte Investmentrunde abschließen. Die NN Group, eine der größten niederländischen Versicherungsunternehmen, investiert nun gemeinsam mit Main Incubator, Berlin Ventures, NJF Capital, Carlo Kölzer und DvH Ventures eine zweistellige Millionensumme in Optiopay.

Das frische Kapital soll das “weitere Wachstum fördern und vor allem in Marketing, Vertrieb und Technologie fließen”. Zum Hintergrund: Seit 2014 kümmern sich Oliver Oster und Marcus Börner mit Optiopay um Gutscheine als sogenannte Auszahlungsmethode. Inzwischen steht aber das Open Banking-Produkt OptioBanking im Fokus der Jungfirma. So sieht sich das Startup derzeit selbst: “OptioPay ist ein auf Open Banking und Auszahlungen spezialisierter Finanztechnologiedienstleister für kundenzentrierte Mehrwertlösungen”.

Das FinTech betreibt eine Open Banking- und Auszahlungs-Plattform als White Label-Lösung für Unternehmen aus unterschiedlichen Industrien. Konkret ermöglicht OptioBanking “personalisierte und vorteilhafte Spar- und Finanzempfehlungen auf Basis von zuvor freigegebener Bankdaten”. Damit ist Optiopay wohl so ziemlich raus dem mühsamen Verkauf von amazon-Gutscheinen. Zuvor konnten Kunden von Unternehmen, die ihre Auszahlungen über OptioPay abgewickelt haben, ihre Zahlung in höherwertige Einkaufsgutscheine umwandeln.

Um das neue Vorhaben umzusetzen, ergänzt Artashes Torosyan das OptioPay-Team als CTO. Zum neuen Management-Team von OptioPay gehört nun auch Erik Meinders, der seit 2017 im Unternehmen wirkt. “Im Verbund mit den beiden Gründern Börner und Oster soll das neu zusammengestellte Management das Produkt Open Banking – OptioBanking – weiter vorantreiben”, teilt das FinTech mit. Aus dem Umfeld des Unternehmens war zuvor mehrmals zu hören, dass die Investoren auf einen solchen Schritt gedrängt hätten. Teilweise war sogar vom Plan, das Gründerteam teilweise abzulösen, zu hören.

Halten wir kurz fest: Die Optiopay-Gründer bekommen – wohl auf Druck der Investoren – zwei Mitstreiter im Management-Team. Das Konzept des Fintechs ist nun deutlich anders als noch zum Start. Und mit der NN Group verfügt das junge Unternehmen nun über einen neuen Kapitalgeber. Klingt alles in allem nach einem Neustart bei Optiopay.

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Foto (oben): Optiopay

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.