#Umfrage “Man hat nicht das Gefühl, dass es alles schon gibt”

In Köln gibt es schon lange eine umtriebige Startup-Szene. Doch was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus? "Die Vernetzung ist unvergleichbar! Nach rheinisch-herzlicher Manier wird sich ausgetauscht und einfach unterstützt", sagt Ernesto Garnier von Einhundert Energie.
“Man hat nicht das Gefühl, dass es alles schon gibt”

In Köln gibt es schon lange eine sehr umtriebige Startup-Szene. Zahlreiche große und kleine Jungfirmen haben ihren Sitz in der Domstadt. Doch was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus? Hier einige Antworten von waschechten Colognepreneuren.

Auch wenn Köln eine Millionenstadt ist, ist man hier als Gründer nicht ganz so anonym wie beispielsweise in Berlin. Köln ist dazu auch eine sehr zentralisierte Stadt. Ich komme mit meinem E-Roller sehr schnell überall hin. Das führt natürlich auch dazu, dass man Leute häufiger trifft und das wiederum erleichtert den Austausch bzw. das Netzwerken. Das gilt nicht nur für mich als gebürtigen Kölner, auch die meisten Zugezogenen wollen nicht mehr weg aus Köln.
Ayk Odabasyan, Appmatics

Man kennt sich. Im Gerling-Quartier, Media-Park oder in Ehrenfeld ist die Startup-Szene nah beieinander, so dass man sich sogar oft zufällig trifft, sei es bei der H&A Tagesbar, dem Supa Salad oder dem Hommage beim Espresso.
Rafael Laguna, Open-Xchange

Es ist wie in vielen anderen Bereichen auch. Man hat eher das Gefühl, dass man miteinander weiterkommen möchte und nicht jeder für sich kämpft. Außerdem ist vielleicht der Druck geringer, weil man nicht das Gefühl hat, dass es alles schon gibt.
Mauro Nucaro, okäse

Hier trifft die Startup-Szene auf die rheinische Mentalität. Die offene, herzliche Art der Kölner macht die Stadt auch für viele junge Talente attraktiv. Obwohl Köln eine Millionenstadt ist, ist die Startup-Szene hier wie ein Dorf: Man kennt sich, man hilft sich. Die Startups sind auch nicht in der ganzen Stadt verteilt, sondern konzentrieren sich auf einen kleinen Umkreis. Wir sitzen seit März in Köln-Ehrenfeld, eines der angesagtesten Viertel. Gründer, die überlegen nach Köln zu ziehen, werden hier schnell Anschluss finden und nützliche Kontakte knüpfen. Mut zum Risiko und mögliche Negativ-Entwicklungen, der Fehler vorausgehen, sind akzeptiert, solange man aus ihnen lernt und sie nicht wiederholt. Diese Einstellung ist ja quasi schon im “kölschen Grundgesetz” verankert: “Et hätt noch immer jot jejange” – “Es ist noch immer gut ausgegangen” für Nicht-Kölner.
Felix Severing, sourc-e

Die Vernetzung untereinander ist unvergleichbar! Nach rheinisch-herzlicher Manier wird sich ausgetauscht und einfach gegenseitig unterstützt. Durch die genannte Nähe zu Top Unis herrscht hier ein irgendwie frecher Gründergeist – da wird nicht zurückgeschreckt vor noch dominierenden Riesen, sondern es wird Neues vorangetrieben und aufgemischt.
Ernesto Garnier, Einhundert Energie

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

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