#Zahlencheck Studydrive – gerade an StepStone verkauft – kommt auf gerade mal 1,6 Millionen Verlust seit dem Start

Die Anfänge von Studydrive liegen in Köln. Seit der Teilnahme am hubraum-Accelerator residiert das Startup, das gerade von Stepstone übernommen wurde, aber in Berlin. Die kleine Kapitalgesellschaft erwirtschaftete 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von gerade einmal 865.002 Euro.
Studydrive – gerade an StepStone verkauft – kommt auf gerade mal 1,6 Millionen Verlust seit dem Start

Anfang Januar wanderte das junge Startup Studydrive, das von Sven Gasper und Philipp Mackeprang in Köln gegründet wurde, unter das Dach der bekannten Jobplattform StepStone (gehört zu Axel Springer). Studydrive, das seit der Teilnahme am hubraum-Accelerator in Berlin residiert, bietet Studierenden seit dem Jahre 2013 die Möglichkeit sich mit Kommilitonen auszutauschen, Lernmaterialen zu teilen und passende Jobs und Praktika zu finden. Nach Firmenangaben nutzen 700.000 Studierende an über 100 Universitäten und Hochschulen die Plattform.

Was auch erklärt, warum Studydrive, das zuletzt rund 50 Mitarbeiter beschäftigte, so spannend für StepStone ist. An diese Zielgruppe kommt der Platzhirsch über seine eigenen Kanäle nicht ran. Zudem nutzen auch Firmen wie Continental, Henkel oder EY Studydrive bereits sehr intensiv. “Studydrive hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Plattform entwickelt, die Studierende durch ihr gesamtes Studium begleitet“, sagt Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone, zur Übernahme. “Als Teil der StepStone Familie wird Studydrive den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Gemeinsam bieten wir Studierenden alle Möglichkeiten, ihren Studienerfolg zu planen und umzusetzen, um dann auch den wichtigen Schritt zum passenden Job zu machen.”

Studydrive wurde in den vergangenen Jahren unter anderem von Alstin Capital, Amadeus Venture Capital und Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) finanziell unterstützt. Ende 2017 betrug die Kapitalrücklage des Unternehmens rund 2,2 Millionen Euro. Die kleine Kapitalgesellschaft erwirtschaftete 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von gerade einmal 865.002 Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 509.087. Insgesamt sammelte Studydrive seit dem Start gerade einmal Verluste in Höhe von 1,6 Millionen an. Das Team des Startups hätte somit mit dem bisher aufgenommenen Venture Capital noch eine Weile weiter arbeiten können. Klingt zumindest nach einer guten Ausgangsposition beim Exit.

Studydrive im Zahlencheck

2017: 865.002 Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 509.087 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Studydrive

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.