#Hintergrund Kölner Startups, die richtig hoch hinaus wollen

In der Domstadt Köln gibt es immer mehr mehr Startups, die große Summen einsammeln und dementsprechend große Ziele haben. Hier einige spannende Kölner Startups und Grownup, die auf dem Sprung nach ganz oben sind. Allen voran das Cannabis-Startup Cannamedical.
Kölner Startups, die richtig hoch hinaus wollen

In Köln lässt es sich gut leben, feiern und gründen. Zuletzt gab es auch wieder einige Startups und Grownup, die durch millonenschwere Finanzierungsrunden oder umfangreiche Seed-Investitionen aufgefallen sind. Hier einige spannende Kölner Startups und Grownup, die auf dem Sprung nach ganz oben sind.

Cannamedical
Der amerikanische Geldgeber Orkila Capital investierte kürzlich stattliche 15 Millionen Euro in Cannamedical, ein junges Startup für medizinisches Cannabis. Das Kölner Unternehmen, das 2016 von David Henn gegründet wurde, ist nach der Legalisierung von Cannabis als medizinisches Produkt im März 2017 an den Start gegangen. Im ersten Geschäftsjahr verkauften die Rheinländer rund 300 Kilogramm medizinisches Cannabis. 2017 setzte Cannamedical mehr als 2 Millionen Euro um.

Crowdfox
Zwei nicht genannte Family Offices investierten kürzlich 5 Millionen Euro in Crowdfox. Zusätzlich seien 4 Millionen Euro Wandeldarlehen zu Eigenkapital gewandelt worden. Eine weitere Million Euro stamme aus einem Altgesellschafter-Darlehen. Insgesamt flossen somit zuletzt 10 Millionen in das junge Kölner Unternehmen, das einen Echtzeit-Vergleichsdienst betreibt. Die Jungfirma ging 2016 an den Start.

Sustainabill
Die sozial-ökologische Bochumer GLS Bank investierte kürzlich eine unbekannte Summe in das Kölner Startup Sustainabill. Die Jungfirma, die 2017 von Klaus Wiesen, Christoph Wiesen und Thorsten Merten gegründet wurde, will für Transparenz entlang der Lieferkette sorgen. Mit der Cloud Plattform des Startups können Unternehmen herausfinden, wo ihre Produkte von wem hergestellt werden, woher die Rohstoffe stammen und wie sie eingesetzt werden.

DeepL
Benchmark Capital investierte Ende des vergangenen Jahres einen ungenannten Betrag – sicherlich aber einen zweistelligen Millionenbetrag – in das Unternehmen DeepL, einen Übersetzungsdienst. Seit 2013 wirtschaftete der Übersetzungsdienst profitabel! Der Jahresüberschuss kletterte von 263.066 Euro (2013) auf zuletzt 1,3 Millionen Euro (2016).

Zu guter Letzt noch ein Blick auf das Fintech Loanboox. Das Unternehmen, eine Geld- und Kapitalmarkt-Plattform, wurde Ende 2016 von Stefan Mühlemann gegründet und vermittelt über diese Finanzierungen und Investitionen. Zu den Kunden gehören öffentlich-rechtliche Körperschaften, Banken, Großunternehmen und institutionelle Anleger. Die Deutsche Kreditbank (DKB), die LGT, und Roland Berger und Co. investieren kürzlich 20 Millionen Euro in das Schweizer Unternehmen, das in Deutschland in Köln beheimatet ist.

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.