#Zahlencheck Bergzeit wächst von 15 auf 60 Millionen Umsatz. Jahresüberschuss steigt auf 2,4 Millionen

Seit 2012 wirtschaftete der Online-Shop Bergzeit ununterbrochen profitabel. 2016/17 lag der Jahresüberschuss bei stattlichen 2,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte seit 2012 von 15 Millionen auf zuletzt 60 Millionen. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen rund 250 Mitarbeiter.
Bergzeit wächst von 15 auf 60 Millionen Umsatz. Jahresüberschuss steigt auf 2,4 Millionen

Alpinisten kommen am bayerischen Internet-Shop Bergzeit im Grunde nicht vorbei. Das Handelsblatt feierte das Grownup, das 1999 gegründet wurde und zuletzt rund 250 Mitarbeiter beschäftigte, kürzlich sogar als eine der ersten Adressen für Alpinisten in Deutschland. Onliner finden bei Bergzeit alles, was man braucht, um die Bergwelt zu erkunden. Laut Bericht erwirtschaftete das Unternehmen, derzeit im Besitz der Unternehmerfamilie Oberrauch (Oberalp), zuletzt einen Umsatz in Höhe von 60 Millionen Euro.

Im Handelsregister sind die aktuellsten Bergzeit-Zahlen noch nicht abrufbar. Dafür aber die Zahlen aus dem Vorjahreszeitraum. “Der Umsatz des Geschäftsjahres 2016/17 betrug TEUR 46.156 gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr zum 29. Februar 2016 mit TEUR 7.413 und ist aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres nicht vergleichbar”, teilt das Unternehmen mit. Das Rohergebnis lag 2016/2017 (01.03.2016 bis zum 28.02.2017 bei 19,8 Millionen. Dabei erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,4 Millionen.

Wie geschrieben ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich. Wir blicken deswegen einmal auf die Zahlen von 2015. Damals lag der Umsatz bei 33,4 Millionen, das Rohergebnis bei 14,1 Millionen und der Jahresüberschuss bei 349.754 Euro. Insgesamt wirtschaftet Bergzeit bereits seit 2011 profitabel. Der Umsatz kletterte in den vergangenen Jahren von 15 auf nun 60 Millionen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Zeitraum von 78 auf nun rund 250. Vor allem das Wachstum 2017/2018 beeindruckt, plante das Unternehmen doch nur mit einem Wachstum in Höhe von 9 %. Es wurden dann aber fast 30 %.

Als die wichtigsten Wettbewerber von Bergzeit gelten amazon und der Sport-Discounter Decathlon. Bergzeit scheint aber gut aufgestellt und muss sich vor diesen Schwergewichten nicht fürchten. Zumal Bergzeit weiter gut wächst und auch noch gut wirtschaftet.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2016/2017
* Der Umsatz des Geschäftsjahres 2016/17 betrug TEUR 46.156 gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr zum 29. Februar 2016 mit TEUR 7.413 und ist aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres nicht vergleichbar.
* Der Jahresüberschuss veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 103 auf TEUR 2.436 und übertraf damit die Erwartungen der Vorperiode.
* Von der Geschäftsführung werden auf Basis aktueller Erkenntnisse für das Geschäftsjahr 2017/18 steigende Umsätze von ca. 9% gegenüber dem Geschäftsjahr 2016/17, insbesondere im Distanzhandel, erwartet. Für den Jahresabschluss 2017/18 wird aufgrund der erhöhten Aufwendungen für das neue Gebäude ein leichtes Absinken des Ergebnisses prognostiziert.
* Der Personalbestand wurde im Geschäftsjahr 2016/17 von durchschnittlich 155 auf 168 Arbeitnehmer aufgestockt. Der Schwerpunkt lag dabei in den Bereichen Marketing, IT, Produktmanagement und Logistik sowie dem weiteren Ausbau einer leistungsfähigen Führungsstruktur, um den Anforderungen der nächsten Jahre gewachsen zu sein.

Bergzeit im Zahlencheck

2016/17: 46,2 Millionen Euro (Umsatz); 19,8 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,4 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2016 (Rumpfjahr): 7,4 Millionen Euro (Umsatz), 2,8 Millionen Euro (Rohergebnis); 103.021 Euro (Jahresüberschuss)
2015: 33,4 Millionen Euro (Umsatz); 14,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 349.754 Euro (Jahresüberschuss)
2014: 26,0 Millionen Euro (Umsatz); 11,0 Millionen Euro (Rohergebnis); 288.834 Euro (Jahresüberschuss)
2013: 20,4 Millionen Euro (Umsatz); 8,2 Millionen Euro (Rohergebnis); 131.688 Euro (Jahresüberschuss)
2012: 15,0 Millionen Euro (Umsatz); 6,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 329.473 Euro (Jahresüberschuss)
2011: 68.152 Euro (Jahresüberschuss)
2010: 121.433 (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.