#Jahresrückblick “Wir konnten im Sommer keine Aufträge mehr annehmen”

"Wir wollen in erster Linie unser Kerngeschäft weiter solide und nachhaltig verbessern mit dem klaren Ziel einer guten Balance von weiterhin starkem Wachstum und nachhaltiger Profitabilität in 2019", sagt Movinga-Macher Finn Age Hänsel.
“Wir konnten im Sommer keine Aufträge mehr annehmen”

Beim Berliner Startup Movinga war 2018 so richtig was los! ETF Partners und die Altinvestoren Earlybird, Rocket Internet und Santo, das Family Office der Gebrüder Strüngmann, investieren zuletzt weitere 15 Millionen Euro in die Jungfirma, die 2016 kurz vor dem Aus stand. Zudem übernahm die Jungfirma ihren Wettbewerber Move24, der zuvor in die Insolvenz schlitterte. “Umsatztechnisch liegen wir mit am Ende mehr als 100 % Wachstum Y-o-Y deutlich über dem Vorjahr, einzig die Verfügbarkeit von Kapazitäten war dieses Jahr eine große Herausforderung, die wir im nächsten Jahr noch besser angehen werden”, sagt Movinga-Macher Finn Age Hänsel. Im Interview mit deutsche-startups.de blickt er einmal ausführlich auf das fast gelaufene Jahr zurück.

Das Jahr ist fast rum. Was war das Highlight im Jahre 2018 bei euch?
Das singuläre Highlight gibt es nicht, aber mit unseren Umzug ins neue Büro, der Übernahme von Move24, dem Start im schwedischen Markt, unserer Finanzierungsrunde, dem Pre-Launch von MovingaNow und der Übernahme unseres größten französischen Wettbewerbers haben wir dieses Jahr einige Highlights gesetzt.

Habt ihr 2018 ansonsten alle eure Ziel erreicht?
Eigentlich fast alle Ziele, auch wenn sie ziemlich ambitioniert waren. Umsatztechnisch liegen wir mit am Ende mehr als 100 % Wachstum Y-o-Y deutlich über dem Vorjahr, einzig die Verfügbarkeit von Kapazitäten war dieses Jahr eine große Herausforderung, die wir im nächsten Jahr noch besser angehen werden.

Was lief 2018 bei euch nicht rund?
Wir mussten im Sommer einige Wochen auf der Buchungsseite “blocken” und konnten keine Aufträge mehr annehmen, da wir Kapazitätsengpässe aus Partnerseite hatten. Eigentlich ein Luxusproblem, aber trotzdem nicht ganz trivial.

Welches Projekt steht bei euch für 2019 ganz oben auf der Agenda?
Wir wollen in erster Linie unser Kerngeschäft weiter solide und nachhaltig verbessern mit dem klaren Ziel einer guten Balance von weiterhin starkem Wachstum und nachhaltiger Profitabilität in 2019. Neben der Weiterentwicklung des Kerngeschäfts werden wir aber MovingaNow stark weiterentwickeln, geographisch breiter ausrollen und gucken uns zusätzlich derzeit auch ein bis zwei neue Märkte in Europa an.

Was hast Du Dir persönlich für 2019 vorgenommen?
Weniger Fokus auf Fundraising und mehr Fokus aufs operative Geschäft. Aber das sage ich glaube ich jedes Jahr.

Auf welches Startup sollten wir – deiner Meinung nach – 2019 ganz besonders achten?
N26 entwickelt sich gerade hervorragend, was mich sehr für das Ökosystem freut. Ich glaube die Jungs stehen erst am Anfang einer ganz großen Erfolgsstory. Ansonsten kenne ich ziemlich viele spannende Themen, die bei sehr starken Gründern in den Startlöchern stehen – aber leider noch nichts spruchreifes.

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Foto (oben): Movinga

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.