Millionenverkäufe HelloFresh: Wenn plötzlich alle nur noch raus wollen

Vorwerk ist raus bei HelloFresh. Rocket macht Kasse! Warum nur? Es ist noch nicht alles im Lot bei HelloFresh. Rosige Zeiten scheinen aber in greifbare Nähe zu kommen. In solchen Zeiten, braucht man als Unternehmen, Investoren, die nicht die Flucht ergreifen.
HelloFresh: Wenn plötzlich alle nur noch raus wollen

Das Kochboxen-Unternehmen HelloFresh, seit dem vergangenen Jahr an der Börse, muss sich derzeit mit hausgemachten Problemen rumärgern. Innerhalb kürzester Zeit verkauften die Altgesellschafter Vorwerk und Rocket Internet größere Aktienpakete am Unternehmen.

Rocket Internet, das über Geldreserven in Milliardenhöhe verfügt, schlug mal eben – ohne Not – Aktien im Wert von 150 Millionen los. Vorwerk verkaufte gleich alle seine Aktien – im Wert von 67,8 Millionen Euro. Zwei Altgesellschafter machten somit mal eben Kasse. Zusammen 217,8 Millionen Euro.

Beim HelloFresh soll gerade der überraschende Verkauf von Rocket Internet – noch vor Ende der IPO-Lock-up-Phase – für größere Irritationen geführt haben. Zumal Rocket noch immer ein gewichtiger Gesellschafter von HelloFresh ist. Es scheint so, als würde Rocket Internet nicht mehr an HelloFresh glauben.

HelloFresh erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 905 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (597 Millionen) bedeutet dies ein Plus in Höhe von 52 %. Das Geschäft in den USA legte dabei um 90 % auf 545 Millionen. “Auf Konzernebene verbesserte sich das AEBITDA im Geschäftsjahr 2017 auf 70 Millionen Euro (GJ 2016: 83 Millionen Euro) bei einer AEBITDA-Marge von 7,7 % (GJ 2016: 13,8%)”, teilte das Unternehmen kürzlich mit.

Es ist somit noch nicht alles im Lot bei HelloFresh. Rosige Zeiten scheinen aber in greifbare Nähe zu kommen. In solchen Zeiten, braucht man als Unternehmen, Investoren, die nicht die Flucht ergreifen. Dem Aktienkurs tat die Investorenflucht nicht gut: Der Kurs rutschte ab, erholt sich aber seitdem wieder.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.