Interview “Wir wollen Deutschlands größter Bestatter werden”

"Unser Team besteht aus knapp 20 Leuten. Bundesweit arbeiten wir mit einem Netzwerk aus über 250 Partnerbestattern. Seit Juni 2016 haben über tausend zufriedene Kunden bei uns online Bestattungen geplant und Bestattungsvorsorge getroffen", sagt Mymoria-Gründer Björn Krämer.
“Wir wollen Deutschlands größter Bestatter werden”

Der Berliner Digitalbestatter Mymoria drückt gerade aufs Tempo! Die Investmentgruppe Egora Holding sowie die Altgesellschafter btov Partners, HOWZAT Partners und die IBB Beteiligungsgesellschaft investierten gerade einen Millionenbetrag in das 2015 gegründete Unternehmen. Ende 2016 floss zuvor bereits ein “deutlich siebenstelliger” in Mymoria. Längst ist Mymoria auch nicht mehr nur ein Bestattungsvermittler, sondern ein Digitalbestatter, der auch ein digitales Kondolenzbuch und Live-Übertragung von Trauerfeiern anbietet.

“Wir haben seit dem Start von mymoria.de über tausend zufriedene Kunden bei der Planung und Durchführung einer Beisetzung sowie der Vorsorge begleitet. Eine perfekte Basis für weiteres Wachstum, das wir mit dieser Finanzierungsrunde auch international umsetzen wollen”, sagt Gründer Björn Krämer. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Krämer über den Stand der Dinge bei Mymoria.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Mymoria erklären?
Oma, auf mymoria.de kannst Du Deine eigene Bestattung von zu Hause aus planen und vorsorgen. Bestattungsart, Sarg, Urne, Blumen – Du kannst Dir alles schon aussuchen und Deine eigenen Wünsche hinterlegen. Außerdem entlastest Du Deine ganze Familie damit emotional und finanziell.

Wie hat sich Mymoria seit der Gründung entwickelt?
Unser digitales Angebot trifft einen Nerv und wir wachsen in jeder Hinsicht. Es scheint, die Kunden schätzen die Möglichkeit eine Bestattung bequem von zu Hause zu planen und dabei die nötige Preistransparenz zu haben. Außerdem haben wir mit neuen digitalen Services wie dem Live-Streaming von Trauerfeiern und den digitalen Kondolenzseiten den Bestattungsmarkt weiterentwickelt.

Wie genau funktioniert das Geschäftsmodell von Mymoria?
Auf mymoria.de planen Menschen online Bestattungen für ihre Angehörigen oder sie treffen Vorsorge für sich selbst. Mymoria verdient dabei Geld mit dem Verkauf der Produkte wie Särge, Urnen und Trauerkarten sowie der Organisation und Durchführung der Bestattungen nach den Wünschen der Kunden. Für die physischen Leistungen vor Ort haben wir deutschlandweit ein großes Netz aus ausgesuchten Partnerbestattern aufgebaut, die in unserem Auftrag arbeiten. Mymoria ist kein Vermittler, sondern alleiniger Vertragspartner der Kunden.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Mymoria inzwischen?
Unser Team besteht aus knapp 20 Leuten und wächst stetig. Bundesweit arbeiten wir mit einem Netzwerk aus über 250 Partnerbestattern. Seit Juni 2016 haben deutschlandweit über tausend zufriedene Kunden bei uns online Bestattungen geplant und Bestattungsvorsorge getroffen.

Worum genau kümmern sich eure knapp 20 Mitarbeiter so den ganzen Tag
In unserem Büro in Berlin-Mitte arbeiten unsere Bestatter direkt neben den Entwicklern oder Online-Marketing-Experten. Die erfahrenen Bestattungsfachkräfte, nehmen Tag und Nacht alle Anfragen entgegen, die auf mymoria.de oder an unserem Servicetelefon eingehen. Sie beantworten Fragen, sind für Angehörige da und koordinieren alle bei uns beauftragten Bestattungen, um Hinterbliebenen so viel wie möglich abzunehmen. Unsere Entwickler optimieren täglich unsere Website und arbeiten ständig an neuen digitalen Services. Ansonsten arbeiten wir wie jedes andere Start-up und haben Mitarbeiter unter anderem für Marketing, Finanzen und Personal.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start verändert?
In Nuancen natürlich, aber wir sind unserem Grundmodell treu geblieben: Seit dem Start von mymoria.de planen und beauftragen bei uns Menschen komplette Bestattungen online, die wir deutschlandweit organisieren und uns um alles kümmern. Das alles bei voller Kostentransparenz und hoher Qualität.

Wo steht Mymoria in einem Jahr?
Wir wollen Deutschlands größter Bestatter werden und unsere Services neben Deutschland auch in anderen europäischen Ländern anbieten.

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Foto (oben): Mymoria

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.