Interview Oldenburg setzt auf Energie, Gesundheit und Klimaschutz

"Das GO! Start-up Zentrum Oldenburg unterstützt Startups dabei, ihre Geschäftsidee zusammen mit einem Netzwerk aus namhaften Unternehmenspartnern und Mentoren zur Marktreife zu entwickeln und potentielle Investoren zu überzeugen", sagt Projektleiterin Alexandra Wurm.
Oldenburg setzt auf Energie, Gesundheit und Klimaschutz

Auch das schöne Oldenburg wird in der Startup- und Gründerszene immer sichtbarer – siehe dazu auch: Gründen in der Provinz – Vor- und Nachteile für Startups. Das GO! Start-up-Zentrum Oldenburg befeuert den Gründergeist in der Region nun mit einem eigenen Accelerator-Programm. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Alexandra Wurm, Projektleiterin & Gründungscoach im GO! Start-up-Zentrum Oldenburg, über Wirtschaftskraft, Beschleunigung und Fachleute.

Für Berliner ist Oldenburg tiefste Provinz! Wie steht die Region insgesamt im Bereich “Gründungen” da und was sind Anreize in Oldenburg ein Startup zu gründen?
Die Region Oldenburg konnte in den letzten Jahren bundesweit vermehrte Aufmerksamkeit in Sachen Startup-Aktivitäten und Unternehmensgründungen erzielen. Belegt wurde diese deutliche Steigerung der landes- und bundesweiten Sichtbarkeit durch die Bestandsaufnahmen des „Startup Monitor Deutschland“. Hier wird die Metropolregion Oldenburg/Hannover wiederholt als ein wichtiger „Start-up-Hub“ identifiziert. Nicht zuletzt gilt die Universitäts- und Wissensstadt Oldenburg als immer beliebter werdender Gründungsstandort. Mit ihrer starken Wirtschaftskraft, unter anderem in den Bereichen Erneuerbare Energien und der Gesundheitswirtschaft sowie einer großen Einzelhandelsdichte und hervorragenden Infrastruktur zieht es, bei einer gleichzeitig hohen Lebensqualität durch erschwingliche Mieten, der unmittelbaren Nähe zur Natur und der kulturellen Vielfalt, immer mehr Gründer/innen nach Oldenburg. So liegt die Zahl der Gründungen über dem Landesdurchschnitt.

Wie positioniert ihr den neuen Oldenburger Accelerator?
Das GO! Start-up Zentrum Oldenburg unterstützt Startups in einem 120-tägigen Programm dabei, ihre Geschäftsidee zusammen mit einem Netzwerk aus namhaften Unternehmenspartnern und Mentoren zur Marktreife zu entwickeln und potentielle Investoren zu überzeugen. Kerngedanke des Programms ist ein begleitendes Coaching für den gesamten Gründungsprozess. Daneben werden für spezielle Bereiche auch externe Fachleute aus der Wirtschaft oder erfolgreiche Gründer hinzugezogen. Das Accelerator-Angebot soll möglichst viele, innovative Start-ups und Gründer aus Oldenburg und der Region ansprechen, aber natürlich auch Auswärtige dazu bewegen, nach Oldenburg zu kommen und hier im Anschluss zu gründen.

Was ist der Mehrwert eures Programms für Startups?
Gründer und Gründerinnen erhalten bei uns neben den klassischen Accelerator-Standards, wie modernen Arbeitsplätzen und Workshops, den Zugang zu einem über Jahre gewachsenen Partnernetzwerk aus regionalen und überregionalen Unternehmen, branchenspezifischen Verbänden und Hochschulen. So ermöglichen wir die direkte Zusammenarbeit mit interdisziplinären Experten aus den Bereichen Energie, Gesundheit, Klimaschutz und darüber hinaus. Zudem legen wir besonders Wert auf den Austausch mit erfahrenen und erfolgreichen Gründern, welche wir aktiv als Mentoren in unser Programm einbinden und so den Kontakt zwischen „Neu-Gründern“ und „Alt-Gründern“ herstellen.

Für welche Branchen interessiert ihr euch besonders?
Gesucht werden insbesondere neuartige Geschäftsideen aus den Bereichen Energie, Gesundheit und Klimaschutz, denn die Region Oldenburg hat vor allem in diesen Branchen gute wirtschaftliche Stärken und fungiert als Sitz bekannter Konzerne. Durch unsere Partnerschaft mit einigen Unternehmen und auch Fachclustern können wir einen reichhaltigen Nährboden für die Entwicklung und die „Beschleunigung“ der Start-ups bieten. Zudem sind die ausgewählten Themenfelder allesamt Teil der regionalen Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung (RIS3).

Welche Ziele habt für das erste Jahr?
Bevor wir an einer nachhaltigen Etablierung unseres Start-up Zentrums in Oldenburg arbeiten, steht vor allem im ersten Jahr die Steigerung der Bekanntheit auf der internen Agenda. Ziel hierbei ist vor allem durch die Förderung innovativer Start-ups, die im Anschluss an das 120-tägige Programm eine direkte Gründung anstreben, eine qualitativ hochwertige Stärkung für Oldenburg zu generieren. In der zweiten Hälfte der Jahresplanung steht die überregionale und internationale Ausweitung und Ausrichtung an.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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