"Jeder Verkaufsprozess ist kompliziert" CloudBees kauft Codeship: So geht es nun weiter

"Jeder Verkaufsprozess ist auf seine eigene Art und Weise kompliziert. In unserem Fall, war sehr vieles sehr einfach da CloudBees und Codeship eine ähnliche Vision hatten, unsere Firmenkultur sehr ähnlich ist und es offensichtlich war, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können", sagt Moritz Plassnig.
CloudBees kauft Codeship: So geht es nun weiter

Vor wenigen Wochen wanderte Codeship (ehemals Railsonfire), ein cloudbasierten Anbieter von Testumgebungen für Software-Applikationen, unter das Dach des US-Unternehmens CloudBees. Gegründet wurde Codeship von Moritz Plassnig und seinen Mitstreitern 2011. Knapp 10 Millionen Dollar flossen in den vergangenen Jahren in Codeship – unter anderem von Ascent Venture Partner, Sigma Prime Partners und Boston Seed Capital. Die Übernahme blieb trotzdem ohne große Wellen. Dabei übernimmt nicht jede Woche ein US-Unternehmen ein junges Startup dessen Wurzeln in Wien und Berlin liegen.

Und wie geht es nun weiter? “Die Codeship-Produkte werden unter der ‘Codeship by CloudBees’-Brand weiterhin von CloudBees verkauft, weiterentwickelt und supported. Das gesamte Codeship-Team arbeitet ab sofort für CloudBees. Gemeinsam sind wir nun die einzige Firma, die mit ihren Produkten Continuous Integration/Delivery für alle Firmen im Markt ermöglicht. Egal ob kleines Startup oder international-agierender Konzern, cloud-basierend oder im eigenen Datencenter, CloudBees hat ein Produkt für alle Softwareentwicklungsteams im Markt”, sagt Gründer Plassnig.

Knapp 30 Mitarbeiter wirkten zuletzt bei Codeship. Das Startup verfügte nach eigenen Angaben über mehr als 2.400 zahlende Kunden aus über 80 Ländern. Somit ist Codeship ein kleiner Champion, der weltweit Kunden hat. Den Kauf durch CloudBees bezeichnet Plassnig als “klassischen Exit”. “Umsatz, Produktportfolio, Kundenstock und Team waren relevant für die Akquisition.” Details zur Übernahme gibt es leider keine. Bei 10 Millionen Investmentsumme und 2.400 zahlenden Kunden dürfte sich die Übernahme aber für alle Seiten ausgezahlt haben.

Den Verkauf an CloudBees stemmten Plassnig und Co. in knapp drei Monaten. “Jeder Verkaufsprozess ist auf seine eigene Art und Weise kompliziert. In unserem Fall, war sehr vieles sehr einfach da CloudBees und Codeship eine ähnliche Vision hatten, unsere Firmenkultur sehr ähnlich ist und es offensichtlich war, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können”, sagt Plassnig. CloudBees wurde in den vergangenen Jahren maßgeblich von Investoren wie Matrix Partners, Lightspeed Venture Partners und Verizon Ventures finanziert. Rund 50 Millionen Dollar wanderten bisher in das Startup, das 2010 an den Start ging. Insgesamt eine schöne Erfolgsgeschichte.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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