Interview WG Held: 1.600 Partys im Jahr, 11 Mitarbeiter, profitabel

"Unser operatives WG Held-Team besteht aus 11 hoch motivierten Mitarbeitern die für unsere Expansion maßgeblich verantwortlich sind. Wir schreiben bereits schwarze Zahlen und versuchen dieses Jahr die Umsatzgrenze von einer Million zu knacken", sagt Genia Lewitzki, Mitgründer von WG Held.
WG Held: 1.600 Partys im Jahr, 11 Mitarbeiter, profitabel

WG Held, ein Startup aus Essen, das 2014 an den Start ging, versorgt WG-Partys mit Getränken und Snacks – und zwar kostenlos. Gegründet wurde das Unternehmen von Chuong Nguyen und Genia Lewitzki. Investoren haben die Startupper keine an Bord. “Wir schreiben bereits schwarze Zahlen und versuchen dieses Jahr die Umsatzgrenze von einer Million zu knacken”, sagt Mitgründer Lewitzki. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Jungunternehmer aus dem Ruhrgebiet über Highlights, Direktkontakte und Brücken.

Wie würdest Du Deiner Großmutter WG Held erklären?
Liebe Omi, wenn du dich an deine eigene Studienzeit erinnerst, was waren dir deine liebsten Momente?! Genau, die unzähligen, witzigen und unvergesslichen Partynächte! Nun feiern die Studenten heutzutage immer mehr in ihren eigenen vier Wänden in ihren Komfortzonen – in ihren WGs. Dies sind meistens emotional positiv aufgeladene Momente. Erinnerungen fürs Leben, bei denen wir und unsere Marken – Brands – zum Einsatz kommen. Wir platzieren die Produkte unserer Kunden durch unsere studentische Markenbotschafter – die Campus Helden – Student Influencer -, in den privaten vier Wänden der Studenten und präsentieren diese exklusiv als Highlight auf den WG-Partys.

Was haben die Marken davon, was haben die Studenten davon?
Die Industrie bekommt somit einen authentischen Zugang zu einer sehr attraktiven Zielgruppe und der Student bekommt kostenlos die besten Produkte für seine WG Party. Eine typische Win-Win Situation entsteht. Um das begehrenswerte Sponsoring zu bekommen, müssen sich die Studenten mit einer kreativen Bewerbung über unsere Seite wgheld.de bewerben. Hier selektieren unsere Campus Helden die besten Bewerbungen raus und treten mit den Gastgebern in Kontakt. Vor Ort dokumentieren unsere geschulten Campus Helden die Platzierung der Ware und halten einen engen Draht zum Gastgeber und den Gästen. Somit erschaffen wir eine authentische und zugleich sehr emotionale Markenbindung für unsere Kunden. Zusätzlich pflegen wir einen sehr persönlichen Kontakt zu Fachschaften, Universitäten und studentischen Organisation und bilden eine effektive Brücke zu der Industrie.

Bei welcher Gelegenheit entstand die Idee zu WG Held?
Die Idee zu WG Held hatten wir bereits während unserer Studienzeit. Abgesehen von ziemlich bunten WG-Partys veranstalteten wir schon damals größere Mensapartys und waren bundesweit mit der Industrie und vielen Studenten/Fachschaften sehr gut vernetzt. Wir haben sehr schnell erkannt, dass wir durch unser Netzwerk eine charmante Brücke zwischen Industrie und Studenten aufbauen können und haben die Chance ergriffen.

Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Unser ehemalig kleines Startup WG Held hat sich rasant entwickelt. Neben unserem Kerngeschäft, dem Sponsoring von aktuell über 1.600 WG-Partys jährlich, unterstützen wir nun auch die größten Fachschaften der jeweiligen Universitäten. Wir supporten mit unseren Brands große Orientierungsphasen, Mensa- und Audimax-Partys sowie zum Ende des Semesters wichtige Lernseminare und Wohnheimfeste. Zu unserem Kundenstamm gehören bekannte Brauereien, Spirituosen & Snackhersteller, aber auch Kunden aus der Unterhaltungselektronik wie Logitech, Hisense & Sony Interactive Entertainment. Mit unseren Kampagnen erreichen wir somit jährlich über eine Million studentische Direktkontakte in über 85 Standorten.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist WG Held inzwischen?
Unser operatives WG Held-Team besteht aus 11 hoch motivierten Mitarbeitern die für unsere Expansion maßgeblich verantwortlich sind. Dazu kommen noch bundesweit 75 Campus-Helden die für uns wöchentlich unterwegs sind. Diese Truppe ist unser ganzer Stolz, unsere Augen und Ohren auf dem Campus unsere internen Berater und die Gesichter für unsere Brands! Wir schreiben bereits schwarze Zahlen und versuchen dieses Jahr die Umsatzgrenze von einer Million zu knacken.

Mit Uniheld habt ihr gerade eine App auf den Markt gebracht. Wie ist diese Idee entstanden?
Wir wollten mit Uniheld etwas erschaffen, was das Studentenleben noch angenehmer gestaltet, etwas was tagtäglich genutzt wird und einen großen Mehrwert bietet. Neben der Uni und der ganzen Feierei gehen Studenten in ihrer Freizeit auch gerne mittags etwas essen, nachmittags gemütlich einen Kaffee trinken, abends in eine Bar oder sie vertreiben sich die Zeit mit angesagten Fun-Aktivitäten. Und genau da setzt Uniheld an. Unsere Vision ist es einen digitalen Studentenausweis zu erschaffen, der den Studenten exklusiv die besten Angebote und Hot Spots in der jeweiligen Stadt näher bringt. Dafür gehen wir in die Verhandlung mit lokalen sowie nationalen Industriepartnern. Unter anderem arbeiten wir hier bereits mit Flixbus, Pizza.de und Urlaubsguru zusammen.

Wo steht WG Held in einem Jahr?
Als Marktführer, mit dem größten Student Influencer Netzwerk konzentrieren wir uns nun auf die Optimierung der Kampagnen und die Beratung unserer Kunden. Parallel bauen wir die Unterstützung der Fachschaften aus und fokussieren uns auf die rundum Betreuung der Studenten. Mit Uniheld etablieren wir eine App, die nicht mehr aus dem Studentenleben wegzudenken ist.

In unserem Themenschwerpunkt Ruhrgebiet beschäftigen wir uns – in  Zusammenarbeit mit dem ruhr:Hub, dem Netzwerk der Digitalen Wirtschaft im Ruhrgebiet, ausgiebig mit Start-ups im schönen Revier.

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Foto (oben): WG Held

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.