"Wachstums-Potential ist enorm" blauarbeit.de – gefühlt tot – ist wieder da!

Ferdinand Seulen, zuletzt Groupon und American Express, will blauarbeit.de wieder voranbringen. "Der Markt ist somit definitiv noch nicht abgegrast, ganz im Gegenteil, das Wachstums-Potential ist enorm", sagt der neue Mann an der Spitze des Unternehmens.
blauarbeit.de – gefühlt tot – ist wieder da!

Bereits im Jahre 2004 erblickte blauarbeit.de, ein Online-Marktplatz für Handwerks- und Dienstleistungsaufträge, das Licht der Internetwelt. Einige Jahren war das Kölner Unternehmen, das von John Minah und Ramin Ziai gegründet wurde, äußerst umtriebig und sogar in Großbritannien mit einem Ableger vertreten. Diese wilden Zeiten sind lange vorbei. Inzwischen gehört das Unternehmen komplett zum Müller Medien-Ableger Portal United. Mit Ferdinand Seulen, zuletzt Groupon und American Express, an der Spitze soll blauarbeit.de nun aber wieder durchstarten.

“Ich finde das Thema unglaublich spannend, denn die Handwerkersuche wandert zunehmend ins Internet. Jedes Jahr werden in Deutschland circa 90.000 Gewerbe im Handwerk angemeldet, die auf Aufträge und Kunden in ihrer Region angewiesen sind. Der Markt ist somit definitiv noch nicht abgegrast, ganz im Gegenteil, das Wachstums-Potential ist enorm.” Seulens Pläne sind dementsprechend groß: “Die Vision ist, mit blauarbeit.de wieder Pionierarbeit für die Branche zu leisten. Dafür entwickeln wir gerade Services und Features, die neben einem umfassenden Relaunch der Website die Vermittlung von Handwerkern mobiler, sozialer und vertrauensvoller machen sollen”.

Eine große Aufgabe, denn die Konkurrenz von blauarbeit.de, das noch 10 Mitarbeiter beschäftigt, ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Ende des vergangenen Jahres übernahm die IAC-Tochter HomeAdvisor den Wettbewerber MyHammer. Die Handwerkerplattform, die 2005 an den Start ging, hat ebenfalls eine bewegte Geschichte hinter sich. Mit ganz vielen Höhen und ganz vielen Tiefen. Zuletzt wirkten 66 Mitarbeiter bei myHammer. Der Umsatz im ersten Halbjahr lag bei rund 5,5 Millionen Euro. Zudem sind mit DeineHelfer24, Doozer, Homebell und Stegimondo viele neue Wettbewerber entstanden. Die Luft im Segment scheint somit tatsächlich noch nicht raus.

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

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Foto (oben): blauarbeit.de

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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