Helvetia Venture Fund Schweizer Versicherung legt 50 Millionen-Fund auf

"Der Helvetia Venture Fund wird einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 leisten. Um Geschäftsmodell-Innovationen für uns nutzen zu können, wollen wir auch in entsprechende Start-ups investieren", sagt Helvetia-Chef Philipp Gmür
Schweizer Versicherung legt 50 Millionen-Fund auf

Aus der Schweiz drängt mit dem neuen Helvetia Venture Fund frisches Kapital auf den Markt – speziell für junge Unternehmen aus dem InsurTech-Segment. Der Fund ist eine Tochter der gleichnamigen Schweizer Versicherungsgruppe, deren Wurzeln bis ins Jahr 1858 zurückgehen. Das milliardenschwere Unternehmen beschäftigt über 6.400 Mitarbeiter. Im Helvetia Venture Fund sind 55 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet rund 50 Millionen Euro.

Der junge Geldgeber will Start-ups aus ganz Europa unterstützen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien. “Der Helvetia Venture Fund wird einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 leisten. Um Geschäftsmodell-Innovationen für uns nutzen zu können, wollen wir auch in entsprechende Start-ups investieren und mit ihnen operativ zusammenarbeiten”, sagt Helvetia-Chef Philipp Gmür bereits Anfang des Jahres. btov Partners hilft Helvetia passende Start-ups aufzustöbern. “Die Investment-Entscheide werden jedoch von Helvetia gefällt”, hält der Versicherer fest.

Helvetia Venture investierte bereits in BlueID aus München. Mit dem Start-up werden Smartphones zu Schlüsseln für Immobilien, Fahrzeuge, Paketkästen oder auch Maschinen. Somit wird auch gleich klar, was das Unternehmen mit der Aussage meint, dass Helvetia auch in Jungunternehmen investiere, “deren Geschäftsmodelle eine Brücken- oder Unterstützungsfunktion zum Versicherungsgeschäft aufweisen”. Der Zugang zu Immobilien etc. ist quasi immer ein Versicherungsfall.

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Foto (oben): Helvetia

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.