All-in-One Zwölfter – ein “Knotenpunkt für Bundesliga-Fans”

"Wir sind selbst Fußball-Fans und decken mit Zwölfter ein Bedürfnis ab, das wir selbst hatten: Den Wunsch, in den sozialen Netzwerken keine wichtige Info zu unserem Lieblingsverein mehr zu verpassen. Und das geht natürlich nur, wenn jemand die relevanten Postings filtert", sagt Kim Kriegers von Zwölfter.
Zwölfter – ein “Knotenpunkt für Bundesliga-Fans”

Bei Zwölfter dreht sich alles um Fußball. “Natürlich gibt es inzwischen jede Menge Fußball-Apps und -Websites auf dem Markt – aber keine von denen kann, was wir können. Nicht einmal ansatzweise“, sagt Gründer Kim Kriegers. Mit Zwölfter aggregiert und kuratiert der Berliner die überall verteilten Social-Media-Inhalte von Bundesligavereinen. Als Quellen dienen Social-Accounts von Spielern, Vereinen etc.

Auch um die Monetarisierung macht sich Kriegers bereits intensive Gedanken: “Erste Umsätze sollen vor allem in der zweiten Jahreshälfte mit dem Start der neuen Bundesliga-Saison erzielt werden. Möglichkeiten bieten sich für uns hierbei in folgenden Bereichen: Social Commerce, Affiliate Marketing, Native Advertising, verschiedene Sponsoring-Pakete, Hashtag-Kampagnen und -Gewinnspiele, Event-Screens für Stadien und Public Viewing als Dienstleistung sowie klassische Online-Werbung. Zudem können wir analog zu den großen Social-Networks Publishern höhere Beitrags-Impressions durch verschiedene Visualisierungen und Priorisierungen anbieten”.

Zunächst aber stehen andere Themen auf der Agenda. “Unsere Herausforderung wird sein, Fans von ihren etablierten Informationsquellen mit diesen Argumenten zu loyalen Nutzern von Zwölfter zu machen”, sagt Kriegers, der von der Medien Union unterstützt wird. Hauptgesellschafter des Start-ups ist das Unternehmen viaany.

“Eine Garantie gibt es nie”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Zwölfter-Macher Kim Kriegers über Vereine, Timelines und Algorithmen.

Welches Problem wollt Ihr mit Zwölfter lösen?
Fußball-bezogene Inhalte werden im Bereich der sozialen Medien zunehmend dezentralisiert und fragmentiert. Das bedeutet, dass ich mir als Fan von jedem Social Media-Kanal einzeln die relevanten Infos zusammensuchen muss – von den Spielern, vom offiziellen Verein, von den Trainern, etc. Das ist dann nicht nur zeitraubend und lästig, es führt auch dazu, dass man die ein oder andere News verpasst und kaum ein Fan ist registrierter Nutzer aller großen Plattformen. Darauf wollten wir reagieren und hatten die Idee zu Zwölfter. Unsere Mission: Mit Zwölfter bündeln wir alle relevanten Postings zu den jeweiligen Vereinen für den Fan ganz bequem unter einem Dach. Das alles läuft dann in Echtzeit ganz übersichtlich auf einer Timeline zusammen und kann individuell nach Lieblingsvereinen und Protagonisten gefiltert werden.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Zwölfter ein Erfolg?
Eine Garantie für Erfolg gibt es natürlich nie. Wir sind selbst Fußball-Fans und decken mit Zwölfter ein Bedürfnis ab, das wir selbst hatten: Den Wunsch, in den sozialen Netzwerken keine wichtige Info zu unserem Lieblingsverein mehr zu verpassen. Und das geht natürlich nur, wenn jemand die relevanten Postings filtert und gebündelt aufbereitet. Mit Zwölfter haben wir einen einzigartigen Knotenpunkt für Bundesliga-Fans konzipiert, den in dieser Geschwindigkeit derzeit kein anderer Dienst bieten kann. Der Fan bekommt bei uns 100 % der Inhalte eines Social-Accounts zu sehen, was auf den großen Plattformen durch business-getriebene Algorithmen heute in persönlichen Timelines nicht mehr der Fall ist.

Wo steht Zwölfter in einem Jahr?
Der nächste Punkt auf unserer Agenda ist eine Internationalisierung in Form von weiteren Ligen und Sprachversionen. Außerdem wollen wir weitere digitale Touchpoints für die Marke kreieren. Ein perspektivisches Ziel ist, zur täglichen Bezugsquelle jedes Fußballfans zu werden.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.