Kunst an außergewöhnlichen Orten Artrium geht auch in “abrissbereite Bankgebäude”

"Mit Artrium.me setzen wir im Kunstbereich ein Zeichen, denn wir verknüpfen die digitale mit der analogen Welt, um unserer jungen Kunst-Community eine Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und Kunstwerke hautnah erleben zu können", sagt Artrium-Macher Ludwig Romberger.
Artrium geht auch in “abrissbereite Bankgebäude”

Das junge Berliner Start-up Artrium setzt sich als Anlaufstelle für nationale und internationale Nachwuchskünstler und Kunstfreunde in Szene. “Alte Meister werden in Museen bewundert und junge in Galerien. Doch wir haben festgestellt, dass immer weniger junge Leute in Galerien gehen, denn dort geht es in erster Linie um den Verkauf hochpreisiger Werke”, sagt Roger Barth, der das Unternehmen gemeinsam mit Ludwig Romberger auf die Startrampe gebracht hat.

“Bei Artrium.me geht es um das Miteinander, das Entdecken und um den Austausch von Eindrücken, die beim Betrachten der Werke entstehen. Unsere junge Kunst-Community macht sich stark für seine Künstler. Letztlich entscheidet die Nachfrage bzw. das Gefallen vieler über den nachhaltigen Erfolg von Kunst am Markt. Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen Künstler, Kunstwelt und Konsument. Galerien haben weiterhin eine sehr wichtige Aufgabe, die wir mit unserem Ansatz um eine Facette erweitern”, beschreibt Barth das Konzept von Artrium.

Seit Jahren versuchen diverse Gründerteams frischen Wind in die klassischen Kunstmarkt zu bringen. “Wir sind anders als IKEA, doch eine Galerie im klassischen Sinne sind wir auch nicht. Wir eröffnen einen neuen Markt, der bisher zwar existierte, aber nicht in einer so einfachen Form für die Nutzer zugänglich war”, sagt etwa Matthias Dörner vom Kunst-Start-up wydr. “I daut it“-Star Magnus Resch versucht seit längerem mit Magnus eine Art Shazam für die Kunstwelt zu etablieren – und muss dabei mit vielen Querschlägen aus der Szene kämpfen.

“Kunst an außergewöhnlichen Orten”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Artrium-Macher Ludwig Romberger über Inspirationen, Effekte und außergewöhnliche Orte.

Welches Problem wollt Ihr mit Artrium lösen?
Wir geben mit Artrium.me, jungen und bisher unentdeckten Talenten eine Plattform und schaffen gleichzeitig eine Anlaufstelle für Kunstliebhaber, die auf der Suche nach neuen Werken, Talenten und Macharten aus der ganzen Welt sind. Bei Artrium.me geht es um die Inspiration, das Finden und Austauschen – wir verstehen uns als unkonventionelle Schnittstelle, die die Vermittlung von Kunst an private Personen oder Unternehmen vereinfacht. Die Online-Welt ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, daher ist es logisch, die Vorteile der digitalen Welt auch im Kunstbereich zu etablieren. Artrium.me setzt aber vor allem auf den Mix, denn allein online zu sein, bringt nicht den Effekt, den sich die Macher wünschen: Wir wollen das Kunst Spaß macht. Uns ist es wichtig, dass diejenigen, die Kunst erreichen soll, auch darüber reden und sich mit dem Künstler austauschen können. Wir streben förmlich eine Demokratisierung des Kunstmarktes an. So sind es vor allem die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen, die Kunstliebhaber an die ungewöhnlichsten Orte führen, um die Arbeiten, die man sich gerade noch online angesehen hat in echt bewundern und auch kaufen zu können. Ausgestellt werden die Künstler, die von der Community mehrheitlich gewählt wurden – ein demokratischer Prozess, der sonst von wenigen Personen entschieden wird.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Artrium ein Erfolg?
Es ist doch ein gutes Zeichen, dass es so viele Ideen und den Mut zur Umsetzung gibt. Mit Artrium.me setzen wir im Kunstbereich ein Zeichen, denn wir verknüpfen die digitale mit der analogen Welt, um unserer jungen Kunst-Community eine Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen und Kunstwerke hautnah erleben zu können. Das ist uns wichtig, denn das ist Teil der Artrium.me-DNA. Ob in Kirchen oder in abrissbereiten Bankgebäuden, wie zurzeit im Rahmen des Berlin Art Bang von _THE HAUS, Artrium.me präsentiert Kunst an außergewöhnlichen Orten und sorgt so für eine Atmosphäre, in der sich unsere junge Zielgruppe wohl fühlt.

Wo steht Artrium in einem Jahr?
Unser Ziel ist es, in einem Jahr über die Grenzen Berlins hinaus Veranstaltungen anbieten zu können. Wir möchten bis dahin unsere Community auf den gesamtem deutschsprachigen Raum ausweiten und von Artrium.me begeistern. Das schaffen wir auch dadurch, dass wir immer wieder außergewöhnliche Plattformen bzw. Veranstaltungen anbieten, auf denen sich Kunstschaffende und Entdecker unmittelbar austauschen und kennenlernen können.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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