Monsterrunde in Hamburg PayU investiert 110 Millionen in Kreditech

Der Payment Service Provider PayU investiert 110 Millionen Euro in Kreditech. PayU ist nun Minderheitsgesellschafter der Jungfirma. Die momentane Bewertung von Kreditech soll zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen.
PayU investiert 110 Millionen in Kreditech

In den vergangenen Tagen gab es Gerüchte über einen größeren Deal beim Hamburger FinTech Kreditech. Nun ist der Deal auch schon öffentlich! Der Payment Service Provider PayU investiert 110 Millionen Euro in das junge Unternehmen, das Kurzzeitkredite vergibt. “Dies ist die bisher größte Equity-Investition in ein deutsches Fintech-Unternehmen. Zudem schließen Kreditech und PayU eine strategische Partnerschaft, der ein erfolgreiches, 12-monatiges Pilotprojekt in Polen vorangegangen war”, teilen die Unternehmen mit.

Im Zuge des Investments verkaufen Investoren wie Kreditech-Mitgründer Sebastian Diemer, Heiko Hubertz, der Rocket-Fonds Global Founders Capital sowie der Frühphasen-VC Point Nine Capital ihre Anteile an Kreditech – wie Gründerszene berichtet. Entsprechende Infos geisterten seit Tagen durch die Szene und wurden von einigen Szenegängern bereits als Exit von Kreditech gedeutet. Im Grunde aber bekommt Kreditech nur einen neuen Gesellschafter. Offen bleibt dabei, wie viel Geld von den 110 Millionen tatsächlich in Kreditech fließen.

PayU ist nun Minderheitsgesellschafter der Jungfirma. Die momentane Bewertung von Kreditech soll zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen. Zuletzt investierten Rakuten und die Weltbank rund 10 Millionen in Kreditech. Davor flossen 82,5 Millionen in das Start-up (Series C). Zuvor flossen bereits 40 Millionen und weitere mehrstellige Millionenbeträge in Kreditech. Zu guter Letzt erhielt das Satrt-up auch noch eine Kreditlinie über 200 Millionen US-Dollar.

Retro-Hausbesuch bei Kreditech


ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich Ende 2012 bei Kreditech einmal ganz genau umsehen. Er fand eine gigantische Treppe, ganz viele Schuhe und eine riesige Flasche Bier. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie. Inzwischen ist das Büro aber Geschichte.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.