#5um5

“Der beste Fehler ist ein wunderschöner Widerspruch”

Was war der lehrreichste bzw. der beste Fehler, den Du gemacht hast? "Rückblickend hätte ich gern ab Beginn der Community Life mehr von unserer Plattform mit dem eigenen Team entwickelt. Das tun wir heute und es funktioniert wunderbar", sagt Claudia Lang von Community Life.
“Der beste Fehler ist ein wunderschöner Widerspruch”
Dienstag, 9. Mai 2017VonAlexander Hüsing

Unsere Rubrik “5um5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 Gründer über den lehrreichsten bzw. den besten Fehler, den sie gemacht haben.

Was war der lehrreichste bzw. der beste Fehler, den Du gemacht hast?

Der beste Fehler ist ein wunderschöner Widerspruch. Rückblickend hätte ich gern ab Beginn der Community Life mehr von unserer Plattform mit dem eigenen Team entwickelt. Das tun wir heute und es funktioniert wunderbar. Die Schwäche der Fehleranalyse ist jedoch, dass sich die Zeit nicht zurückdrehen lässt. Ob ein anderer Weg tatsächlich besser gewesen wäre, können wir leider nie testen.
Claudia Lang, Community Life

Als Founder ist es wichtig, eine starke Vision zu haben und diese jeden Tag zielstrebig zu verfolgen. Das heißt aber nicht, auf andere Meinungen zu verzichten. Wir tauschen uns deswegen seit jeher gezielt mit Freunden, aktuellen und ehemaligen Gründern und Usern aus, lesen Blogs von Personen, die in einer ähnlichen Situation waren, bevor wir wichtige Entscheidungen treffen. Deshalb mein Tipp an andere Gründer: Versuche möglichst früh Dinge, die nicht im Kern deiner Firma liegen, an externe Experten auszulagern.
Marco Cerqui, Bring

Ohje, wo soll ich da anfangen. Wir haben vor acht Jahren gegründet und glaube ich jeden Tag Fehler gemacht. Ich denke, ich habe aus den meisten etwas gelernt. Der lehrreichste Fehler im Business-Kontext war eventuell kurzfristige Investoreninteressen über langfristige Interessen der Firma zu stellen. Eventuell war uns auch gar nicht bewusst, was diese damals neue „strategische Ausrichtung“ langfristig bedeutet. Zumindest rudern wir heute noch Jahre nach dieser Entscheidung zurück und versuchen das Model zu korrigieren. Das kostet viel Zeit und Nerven. Persönlich habe ich viel aus der Interaktion mit Menschen gelernt. Welches Verhalten warum welche Reaktionen auslöst und wie man damit umgeht. Das war aber mehr ein kontinuierlicher Prozess als eine Event.
Thomas Jajeh, twago

Ein gutes Produkt zu haben ist entscheidend, keine Skalierung ohne das Produkt sowie interne Prozesse optimiert zu haben, macht keinen Sinn.
Constantin Eis, Casper

Vor dem Markteintritt haben wir unser moovin-System extern entwickeln lassen – was uns leider nicht das gewünschte Ergebnis eingebracht hat. Wir haben uns dann einen Entwickler ins Team geholt und daraus das Learning gezogen, dass diese Kompetenz in jedem Fall intern vorhanden sein muss.
Fabian Mellin, moovin

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.