"Zeit ist unser höchstes Gut" ZEI von Timeular – Zeiterfassung per kleinem Würfel

Jedes Unternehmen braucht eine irgendwie geartete Form von Zeiterfassung seiner Mitarbeiter. Statt der Stechkarte gibt es hierfür diverse Software-Lösungen oder grobe Schätzungen, die ausreichen müssen. Timeular denke in Hardware und hat hierfür einen Würfel entwickelt.
ZEI von Timeular – Zeiterfassung per kleinem Würfel

Ironischerweise braucht Zeiterfassung aber viel Zeit und ist eine lästige Aufgabe, gleichzeitig ist es für viele Unternehmen und auch Selbstständige absolut notwendig. Hier setzt Timeular an. Das Start-up wurde 2015 von drei Südtirolern und einem Deutschen gegründet und hat jetzt seinen Sitz in Graz. Die Gründer und ihr Team arbeiten an einem neuartigen Zeiterfassungsgerät namens ZEI°. Dahinter verbirgt sich klassische Hardware, nämlich ein vernetzter Würfel: Jeder seiner acht Seiten kann mit einer Tätigkeit belegt werden.

Immer jene Seite, die nach oben liegt, wird dann an eine App (iOS, Android, Windows und Mac) übertragen. So sollen Mitarbeiter in Unternehmen oder Freelancer einfach erfassen können, wieviel Zeit sie welchen Arbeiten schenken. Im vergangenen Sommer schloss das Unternehmen eine in Österreich viel beachtete Finanzierungsrunde in der Höhe von 200.000 Euro ab. Kapitalgeber waren der österreichische VC Pioneers Ventures sowie Enchant VC aus Singapur.

“Durch unsere Hardware-Lösung heben wir uns vom Rest des Marktes ab.”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Timeular-Gründer Manuel Bruschi über das notwendige Übel der Zeiterfassung, gutes Design und Kooperationen.

Welches Problem wollen Sie mit Timeular lösen?
Zeiterfassung ist ein notwendiges Übel. Ironischerweise braucht Zeiterfassung aber viel Zeit und ist eine lästige Aufgabe, gleichzeitig ist es für viele Unternehmen und auch Selbstständige absolut notwendig. Momentan stellt Zeiterfassung einige Probleme für die Benutzer dar: Es erfordert zu viel Zeit und Energie und unterbricht den Workflow, wenn es in Echtzeit erledigt wird. Werden die Stunden nachträglich erfasst, sind es oft nur Schätzungen, die ungenau und nicht zuverlässig sind. Wir wollen genau da ansetzen und es kinderleicht machen, seine Zeit in Echtzeit zu erfassen und den Usern dadurch auch helfen, sich seiner Zeit besser bewusst zu werden und produktiver zu arbeiten.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Timeular ein Erfolg?
Was uns von vielen anderen Start-ups unterscheidet, ist, dass es nicht unser Ziel ist, einfach nur Geld zu machen. Unser Fokus liegt ganz klar darauf, ein geniales Produkt zu entwickeln, das für die User echten Mehrwert schafft. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass das Team ein extrem wichtiger Faktor für den Erfolg eines Start-ups ist. Wir sind alle extrem an Produktivität interessiert und daran, wie man seine Zeit – das wertvollste Gut, das wir haben – besser nutzen kann. Diese Leidenschaft treibt uns auf jeden Fall an und hilft uns auch in den schwierigeren Zeiten motiviert und zielstrebig zu bleiben. Als weiteren Erfolgsfaktor würde ich auch noch sehen, dass wir uns durch unsere Entscheidung eine Hardware-Lösung zu entwickeln, wirklich ganz klar vom Rest des Marktes abheben und dadurch ein starkes Alleinstellungsmerkmal schaffen können.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Aktuell gibt es am Markt keine ähnliche oder gleiche Lösung und unsere größten Konkurrenten bieten “nur” Software-Lösungen an. Wir versuchen das Problem der Konkurrenz außerdem durch Kooperationen zu umgehen und sind damit bisher sehr erfolgreich. Bis wir im April 2017 mit dem Versand von ZEI° starten, planen wir unseren Usern 12 Integrationen mit bestehenden Software-Lösungen anbieten zu können, unter anderem beispielsweise mit Toggl, Harvest oder Wunderlist.

Wie wollen Sie Geld verdienen?
Wir untersuchen derzeit verschiedene Möglichkeiten für unser Geschäftsmodell. Grundsätzlich setzt sich unser Umsatz aus dem Verkauf unseres Produktes ZEI° sowie aus einer optionalen monatlichen Gebühr für die Verwendung unserer PRO-Software zusammen.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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