#5um5 “Vor dem Launch nicht zu lange im Stealth Mode arbeiten”

Was war denn der beste Rat, den Du während Deiner Gründungsphase bekommen hast? "Auch wenn man ein sehr großes Funding hat und es sich erlauben könnte, sollte man vor dem Launch nicht zu lange im Stealth Mode arbeiten", sagt Michael Cassau von Grover.
“Vor dem Launch nicht zu lange im Stealth Mode arbeiten”

Unsere Rubrik “5um5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 Fragen an Michael Cassau von Grover.

Wie sieht Dein ganz normaler Start-up-Arbeitsalltag aus – von früh bis spät?
Kein Tag gleicht dem anderen und das ist einer der Gründe, warum es soviel Spaß macht, Unternehmer zu sein. Mal ist man mitten im Fundraising, hat Unmengen Telefonate und bereitet mit dem Team Analysen vor. In der nächsten Sekunde arbeitet man mit dem Marketing-Team an der Markenstrategie, während man gleichzeitig über das Wachstum für die Zukunft des Unternehmens nachdenkt und noch irgendwo ein Feuer löscht.

Was war denn der beste Rat, den Du während Deiner Gründungsphase bekommen hast?
Live gehen, live gehen, so schnell wie möglich Live gehen! Und ich kann das nur bestätigen. Auch wenn man ein sehr großes Funding hat und es sich erlauben könnte, sollte man vor dem Launch nicht zu lange im Stealth Mode arbeiten.

Was würdest Du bei Deinem nächsten Start-up anders machen?
Ich würde schneller mehr Geld für Qualität ausgeben, die skaliert.

In jedem Unternehmen gibt es Meetings. Wie sorgt ihr dafür, dass Meetings bei Euch nicht zum reinen Zeitfresser werden?
Wir beschränken unsere Meetings auf das Wesentliche und haben zwischenzeitlich mit einer 15 Minuten Obergrenze für Meetings experimentiert. Mittlerweile setzen wir auf Agendas: Wer einen Termin ohne Talking Points anlegt, braucht nicht darauf hoffen, dass jemand erscheint. Es ist wichtig, dass alle schnell zum Punkt kommen und ihre Gedanken und ihren Input auf ein Thema bezogen und effektiv kommunizieren.

Welche Veranstaltung sollte man als Gründer unbedingt besuchen?
Gründer-Meetups, egal wie groß, die sind immer pure Energie. Am Anfang bin ich auf alle Berliner Startup-Veranstaltungen, Idea Pitches usw. gegangen. Dort konnte man sich immer sehr gut mit anderen nativen Gründern austauschen, Ideen gegenseitig pitchen – Übung bekommen – und einfach ambitionierte Leute kennenlernen, die ihrerseits gerade alles hingeschmissen haben, um ihrer Idee von einer anderen Welt nachzugehen.

Kennen Sie schon unseren #StartupTicker? Der #StartupTicker berichtet tagtäglich blitzschnell über die deutsche Start-up-Szene. Schneller geht nicht!

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.