FinLeaps zehnter Wurf Elinvar will die “Vermögensverwaltung verändern”

"Wir verbinden die Agilität eines Start-ups mit der Nachhaltigkeit von Talanx als leistungsstarkem Finanzkonzern und der Erfahrung FinLeaps beim Aufbau erfolgreicher Geschäftsmodelle", sagt Chris Bartz, Mitgründer von Elinvar. Das Start-up ist der zehnte Wurf aus dem Hause FinLeap.
Elinvar will die “Vermögensverwaltung verändern”

Der Berliner FinTech-Inkubator FinLeap und der Versicherungskonzern Talanx hievten Anfang Oktober mit Elinvar eine “integrierte Lösung für Vermögensverwalter” ins Netz. “Elinvar bildet alle notwendigen Schritte bei der Gewinnung neuer Kunden digital ab – selbstverständlich inklusive der regulierungskonformen Prüfungen und Dokumentationen. So können Sie als Vermögensverwalter auch Anlegergruppen mit niedrigeren Anlagevolumina oder in zusätzlichen Regionen ansprechen”, heißt es auf der Website zum Konzept des Start-ups.

Geführt wird das junge Unternehmen von Chris Bartz, ehemals Deutschen Bank, Dresdner Bank, MBS, Weberbank und zuletzt Venture Partner bei FinLeap. Zum Team gehören zudem Marco Neuhaus, früher Deutschen Bank, Merrill Lynch, Talanx-Gruppe und CFO bei FinLeap, und Sebastian Böttner, ehemals UBS und J.P. Morgan. Talanx Asset Management und FinLeap halten jeweils 37,5 % an
Elinvar. Die übrigen 25 % halten die Gründer und das Team.

Das Geschäftsmodell von Elinvar ist schnell erklärt. “Das Preismodell stellt den Nutzen für Anleger in den Vordergrund und fördert die Interessengleichheit der Beteiligten. Darum richtet sich Elinvar nach dem etablierten Vergütungsmodell in der Vermögensverwaltung, das in Relation zum verwalteten Kundenvermögen erhoben wird. Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass alle Partner ein gemeinsames Interesse am Erfolg für den Anleger und der Mehrung seines Vermögens haben”, sagt Mitgründer Bartz.

Bleibt noch der Name. Elinvar geht zurück auf Charles Édouard Guillaume. Für seine Erfindung der gleichnamigen Legierung aus Eisen, Nickel und Chrom hat er 1920 den Nobelpreis in Physik erhalten hat. “Durch die Arbeit von Guillaume hat sich die Präzision von Uhren, maritimen Chronometern und anderen wissenschaftlichen Präzisionsinstrumenten entscheidend verbessert. Mit dem gleichen Anspruch setzen wir uns gemeinsam für die digitale Leistungsfähigkeit unabhängiger Vermögensverwalter und Privatbanken ein“, erzählt Bartz.

“So entsteht die ideale Kombination”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Chris Bartz, Mitgründer von Elinvar, über Vermögensverwaltung, Anlageexpertise und Privatbanken.

Welches Problem wollen Sie mit Elinvar lösen?
Die Digitalisierung und damit einhergehende neue Kundenwünsche werden die Vermögensverwaltung nachhaltig verändern. Wir unterstützen etablierte Anbieter dabei Privatanlegern das bestmögliche Angebot zu machen. Wir sind überzeugt, dass die Kompetenz der Vermögensverwalter und Privatbanken in Kombination mit der Leistungsfähigkeit unserer digitalen Plattform das ideale Angebot für Anleger darstellt. Unsere Partner können sich auf ihre Anlageexpertise konzentrieren, ohne sich um die IT-Umsetzung kümmern zu müssen, da sie unsere umfassende White-label-Lösung nutzen. So entsteht die ideale Kombination aus technologischer Leistungsfähigkeit und den Stärken etablierter Anbietern. Dies bieten wir, vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin, als voll-lizenzierter Anbieter.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Elinvar ein Erfolg?
Wir verbinden die Agilität eines Start-ups mit der Nachhaltigkeit von Talanx als leistungsstarkem Finanzkonzern und der Erfahrung FinLeaps beim Aufbau erfolgreicher Geschäftsmodelle.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Wir gehen davon aus, dass sich zunehmend mehr Anbieter in diesem Bereich engagieren wollen. Demgegenüber zeichnen wir uns aus durch unsere einzigartige Kombination technologischer und regulatorischer Kompetenz – dies gilt auf allen Ebenen: von der Zusammensetzung des Teams bis zur Gesellschafterstruktur. Als zukünftig voll-lizenzierter Anbieter sind wir für Vermögensverwalter und Privatbanken der Partner auf Augenhöhe und bieten ihnen ein in dieser Form einzigartiges B2B2C-Angebot.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.