Rockets GFC investierte bereits Innolend – “Echte Alternative zu Factoring”

"In einem Jahr haben wir den Markteintritt erfolgreich geschafft und werden als echte Alternative zu Factoring wahrgenommen. Wir hoffen, dass wir dann auf 80 bis 100 zufriedene Kunden zurückblicken können", sagt Niklas Lechner, Gründer von Innolend.
Innolend – “Echte Alternative zu Factoring”

Das junge FinTech-Start-up Innolend kümmert sich um Unternehmen, die schnell Geld brauchen. “KMUs müssen für Aufträge und Projekte häufig in Vorleistung gehen. Werden ausstehende Forderungen dann verspätet gezahlt, geraten diese Unternehmen häufig in Liquiditätsprobleme. Unsere Mission ist es, KMUs bei der Bewältigung dieser Probleme aktiv zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihr volles Potential ausschöpfen zu können”, sagt Niklas Lechner, Gründer von Innolend. Global Founders Capital (GFC), der Geldgeber von Rocket Internet, sowie einige Angel-Investoren unterstützen das Start-up bereits.

Die Finanzierungskonditionen von Innolend hängen von der Geldsumme und der Bonität des jeweiligen Unternehmens ab. “Einerseits sind wir klassischer Kreditvermittler und erhalten so eine Vermittlungsgebühr für die erfolgreiche Vermittlung eines Kredites an unsere Partnerbank. Andererseits verdienen wir an den Zinsenersträgen der Investoren, da wir auf die erwirtschafteten Zinsen der Investoren ebenfalls eine Servicegebühr verlangen”, erklärt Lechner, zuvor Head of Operations bei Rockets Kreditvermittler Lendico, das Geschäftsmodell der Jungfirma.

Neben Lechner gehören noch Aleksander Heimrath, Sebastian Lechner und Christian Wöhlke zum Innolend-Team. “Mit Ausnahme von Sebastian hat unser Team vor der Gründung schon zusammen gearbeitet und kennt sich seit dieser Zeit sehr gut. Bedingt durch unsere Tätigkeiten bei Lendico und Rocket Internet bringen wir neben FinTech Erfahrung auch Expertise im Unternehmensaufbau mit”, sagt Niklas Lechner. Zunächst will sich die junge Mannschaft in Deutschland etablieren. Partnerbank von Innoland ist die MHB-Bank AG.

“Echte Alternative zu Factoring”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Niklas Lechner, Gründer von Innolend, über Zahlungsziele, Außenstände und Innovationen.

Welches Problem wollen Sie mit Innolend lösen?
Unser Produkt richtet sich insbesondere an kleine, stark wachsende Unternehmen, die auf der einen Seite ihre Lieferanten schnell bezahlen müssen und gegenüber größeren Kunden lange Zahlungsziele aufgedrückt bekommen. Die hierdurch entstehende Finanzierungslücke bremst nicht nur das Wachstum, sondern endet auch gerne mal in der Insolvenz des Kundens. Wir möchten kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ausstehende Forderungen einfach und flexibel finanzieren zu können, um dieser Gefahr zu entgehen. Unser Ziel ist es, KMUs bei der Bewältigung dieser Probleme aktiv zu unterstützen und ihnen die passende Finanzierung für ihr Wachstum zu bieten.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Innolend ein Erfolg?
Wir glauben, dass der Kreditmarkt reif für Innovationen ist und wir mit unserem Produkt sowie unserem erfahrenen Team überzeugen. Wir treffen mit Innolend den Nerv der Unternehmerinnen und Unternehmen und helfen Ihnen Außenstände finanziell zu überbrücken. In einem dynamischen Markt werden zunehmend flexible und transparente Lösungen durch die Kunden gefordert. Wir glauben diesen Ansprüchen gerecht werden zu können. Das Feedback zu unserem Produkt ist bisher jedenfalls durchweg positiv.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Zu unseren Konkurrenten gehören sicherlich die klassischen Anbieter von – kurzfristigen – Finanzierungslösungen – namentlich Banken und Factoring-Dienstleister. Neben diesen Anbietern drängen aber auch immer mehr junge Unternehmen in den Markt, die mit interessanten Ansätzen bestehende Probleme lösen wollen. Mit 200 Milliarden Euro Umsatz alleine im letzten Jahr in Deutschland und jährlich 10 % Wachstum, bietet der Factoring Markt enormes Potential und wir werden sicherlich noch das ein oder andere neue Geschäftsmodell sehen. Wir begrüßen einen belebten Markt und glauben, dass die komplette Branche von Innovationen profitieren kann.

Wo steht Innolend in einem Jahr?
In einem Jahr haben wir den Markteintritt erfolgreich geschafft und werden als echte Alternative zu Factoring wahrgenommen. Wir hoffen, dass wir dann auf 80 bis 100 zufriedene Kunden zurückblicken können, die unsere Lösung auch gerne öfters nutzen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.