Gerade mal ausreichend Warentester tadeln muun – die nehmen das sportlich

Die Note Ausreichend ist nicht so prickelnd - erst recht nicht, wenn die Stiftung Warentest diese Note vergibt. Das Matratzen-Start-up muun muss mit dieser Beurteilung erst einmal leben. Das junge Start-up greift diese schlechte Bewertung nun in einem gelungenen Spot auf.
Warentester tadeln muun – die nehmen das sportlich

Eine ganze Reihe Start-up versucht derzeit Matratzen über das Netz an den Mann und die Frau zu bringen – darunter auch das im Frühjahr 2015 gegründet Unternehmen muun – siehe auch “5 Start-ups, die mit Matratzen das große Geschäft machen“. Bei der Stiftung Warentest kam das von Vincent Brass und Frederic Böert geführte muun zuletzt gar nicht gut weg. Die Warentester gaben muun die Bote 4,1.

Das junge Start-up greift diese schlechte Bewertung nun in einem gelungenen Spot auf. Dazu teilt das Unternehmen mit: “Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, wie vielfältig die Bewertungskriterien der Stiftung Warentest sind und dass diese nicht unbedingt immer die Wünsche der Verbraucher widerspiegeln”. muun schnitt bei der Stiftung Warentest unter anderem beim Liegekomfort gut ab, bekam allerdings Abzüge für Tragegriffe oder Etikettierungen.

“Die Note Ausreichend lässt die Verbraucher unweigerlich an schlechten Schlaf denken”, teilt die Schlaffirma weiter mit. Das Ziel der Kampagne ist klar: Das Start-up will den schlechten Eindruck denn der Test macht, humorvoll revidieren. Deswegen heißt der kurze Spot auch “Die Ausreichendsten”. Im Filmchen geht es um Windhunde und Züchter Wolfgang Hoffmann. Er züchtet seine Hunde ausschließlich auf Schnelligkeit und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet. Bei Ausstellungen komme er aber höchstens auf eine “ausreichende” Bewertung.

Zumindest keine schlechte Strategie, um auf die Veröffentlichung der Stiftung Warentest zu reagieren. Am Produkt sollten die Berliner dennoch weiter arbeiten. Geld dafür ist da: Alle Alt- und Neuinvestoren investierten gerade eine siebenstellige Summe in das junge Unternehmen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.