"Der Kunde fühlt sich wertgeschätzt" parcelLab weiß, wo ein Paket wirklich ist

"Aktuelle Studien belegen, Kunden wollen in den Versandprozess eingebunden sein - nicht durch permanente Statusupdates, aber durch Benachrichtigungen falls Verzögerungen bei der Lieferung eintreten", sagt Anton Eder, Mitgründer von parcelLab.
parcelLab weiß, wo ein Paket wirklich ist

Das Münchner Start-up parcelLab überwacht für Online-Shops den Versand der Waren. Falls ein Paket nicht in der üblichen Zeit ankommen sollte, entschuldigt sich das Start-up im Namen des Online-Shops beim Kunden. Ins Leben gerufen wurde das junge Unternehmen von Tobias Buxhoidt, Anton Eder und Julian Krenge. Bayern Kapital und Business Angels wie Florian Huber eine hohen sechsstelligen Betrag in parcelLab.

“Mit seiner Business-Idee und seiner innovativen Technologie bietet parcelLab Versandhändlern einen klaren technologischen und finanziellen Mehrwert. Wir sind davon überzeugt, dass sich parcelLab mit seinen Produktlösungen hervorragend in einem weiter wachsenden Marktsegment positionieren wird. Wir freuen uns daher, dass wir parcelLab gemeinsam mit einen Konsortium branchenerfahrener Business Angels durch unsere Finanzierung begleiten können”, sagt Roman Huber von Bayern Kapital.

Der parcelLab-Service, das unter anderem mit paqato konkurriert, finanziert sich über einen Abomodell zum Fixpreis. “Wir wollen nicht, sondern wir haben bereits signifikanten Umsatz über ein monatliches Subscription-Modell. Unser Preismodell ist so gestaltet, dass Onlinehändler ein Rundum-Sorglos-Paket buchen. Es gibt keine versteckten Kosten und der Service ist jederzeit monatlich kündbar”, sagt Mitgründer Eder. Der Wirtschaftsinformatiker ist bei parcelLab für Sales und Marketing verantwortlich.

“Der Kunde fühlt sich wertgeschätzt”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Anton Eder, Mitgründer von parcelLab, über Versandprozesse, Kundenkommunikation und Verzögerungen.

Welches Problem wollen Sie mit parcelLab lösen?
Onlinehändler haben den letzten Kontakt zum Kunden während des Versands, obwohl Sie diesen nicht selbst beeinflussen können. Geht hier etwas schief, ist der Kunde verärgert, egal wie reibungslos der vorangegangene Bestellprozess abgelaufen ist. Wir helfen Onlineshops, das Einkaufserlebnis für den Kunden während des Versands zu optimieren. Verzögerungen bei der Zustellung werden über einen innovativen Algorithmus erkannt und dem Kunden mit einer automatisierten Kundenkommunikation über verschiedene Kanäle wie E-Mail oder SMS mitgeteilt.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet parcelLab ein Erfolg?
Wir sind ursprünglich mit einer anderen Idee gestartet – allerdings kam dann schnell die Ernüchterung. Trotzdem hatte das Ganze auch etwas Gutes. Denn wir haben bereits erste Gespräche mit verschiedenen Händlern geführt, durch die wir auf die jetzige Geschäftsidee aufmerksam geworden sind: mehr Transparenz in den Versandprozess zu bringen. Aktuelle Studien belegen, Kunden wollen in den Versandprozess eingebunden sein – nicht durch permanente Statusupdates, aber durch Benachrichtigungen falls Verzögerungen bei der Lieferung eintreten. Einige große Shop-Betreiber wie etwa Amazon oder Zalando haben diesen Trend ebenfalls erkannt und verfügen daher über die Technologie, selbst die Laufzeiten der Pakete zu analysieren und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Der Kunde fühlt sich wertgeschätzt und kehrt zurück! Wir machen diesen Service einer breiten Maße an Onlineshops zugänglich. Unser Team verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Distributionslogistik, Versandhandel und IT. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden wie etwa Chal-Tec zusammen, um weitere State of the Art-Services anbieten zu können.

Wo steht parcelLab in einem Jahr?
Wir tracken heute bereits circa 100.000 Sendungen am Tag, die in die ganze Welt versendet werden. Bis dato haben wir noch keinen Vertrieb im Ausland aufgebaut, da wir uns zuerst auf dem Heimatmarkt etablieren wollten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.