"Fokus auf Nachlizenzierung" Lapixa – ein freundlicher Abmahnservice für Fotografen

"Hinter Lapixa steht die Idee einen juristischen Prozess zu automatisieren, welcher dem Fotografen Lizenzgebühren einbringt, die ihm entgangen sind. Unsere Stärken sind vor allem eine persönliche Beratung, ein Rundum-Service und ein Fokus auf eine nachhaltige Nachlizenzierung", sagt Sofia Borodulina.
Lapixa – ein freundlicher Abmahnservice für Fotografen

Ein zwölfköpfiges Team aus Juristen, professionellen Kundenbetreuern, Fotografie-Experten und Software-Entwicklern arbeitet derzeit daran, Lapixa im Markt zu etablieren. “Mit Lapixa wollen wir dazu beitragen, dass das Kunsthandwerk der Fotografen auch im digitalen Zeitalter geschützt wird“, sagt Markus Malti, der das Start-up gemeinsam mit Sofia Borodulina ins Leben gerufen hat. Konkret kümmert sich das junge Unternehmen, dass von der Covus-Gruppe unterstützt wird, um Urheberrechtsverletzungen und Lizenzverstöße.

Lapixa stöbert im Netz Bilderverstöße auf und weist die Nutzer – auf nette Art – darauf hin, dass es da ein Problem gibt. “Der Kunde entscheidet selber, wie im Falle eines gefundenen Lizenzverstoßes weiter vorgegangen wird: In der Regel wird der Webseitenbetreiber auf seinen Verstoß hingewiesen und das Bild wird von Lapixa nachlizenziert”. Was dann deutlich freundlicher wäre als so manche Abmahnkeule. Das Start-up arbeitet dabei auf Provisionsbasis. “Durch die technologische Skalierung ist die Realisierung eines hohen Volumens möglich”, sagt Borodulina.

“Unser Ziel ist es einer der Main Player zu sein”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Lapixa-Mitgründerin Sofia Borodulina über Rechteverletzer, Risiken und juristische Prozesse.

Welches Problem wollen Sie mit Lapixa lösen?
Das Problem der kommerziellen Nutzung professioneller Bilder durch Dritte. Vielen Fotografen entgehen dadurch Einnahmen, da ihre Bilder online und ohne ihr Wissen genutzt werden. Lapixa hilft den Fotografen dabei, diese Bilder zu finden und nachhaltig nachzulizenzieren.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-Ups, warum wird ausgerechnet Lapixa ein Erfolg?
Hinter Lapixa steht die Idee einen juristischen Prozess zu automatisieren, welcher dem Fotografen mit wenigen Klicks Lizenzgebühren einbringt, die ihm vorher entgangen sind. Unsere Stärken sind vor allem eine persönliche Beratung, ein Rundum-Service und ein klarer Fokus auf eine nachhaltige Nachlizenzierung, das heißt wir verfolgen ausschließlich kommerziell verwendete Bilder. Abmahnungen gibt es bei uns nicht und schlussendlich möchten wir den Rechteverletzer gern als neuen Kunden für den Fotografen gewinnen. Wir arbeiten im Legal-Tech-Bereich – einem Bereich, der nach Fin-Tech in der Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. Unser erfahrenes Team besteht aus jungen Professionals aus unterschiedlichen Branchen, die die Online-Sprache beherrschen und auf „disruptive“ setzen.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Momentan tut sich im Bereich Legal-Tech sehr viel – der Markt formiert sich erst und bietet daher nur wenige Konkurrenten. Unser hohes Service-Niveau gibt uns die Möglichkeit, uns von der Konkurrenz abzuheben. Wir nehmen dem Kunden so viel Arbeit wie möglich ab und sichern sie komplett gegen mögliche Risiken ab. Ein vergleichbares Angebot gibt es in dieser Kombination nicht.

Wo steht Lapixa in einem Jahr?
Im nächsten Jahr wollen wir einen Standort in den USA aufbauen, danach folgen weitere Länder. Unser Ziel ist es einer der Main Player zu sein – und das nicht nur in Europa, sondern in allen relevanten Märkten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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