Im Kampf gegen Adobe smallpdf – 7 Mitarbeiter – 8,5 Millionen Nutzer im Monat

Aus dem Nebenprojekt smallpdf wurde in knapp drei Jahren ein profitables Geschäft. Beeindruckend sind dabei vor allem die smallpdf-Nutzerzahlen: Inzwischen kommt die Plattform nach eigenen Angaben pro Monat auf rund 8,5 Millionen Unique Users und rund 40 Millionen Page Impressions.
smallpdf – 7 Mitarbeiter – 8,5 Millionen Nutzer im Monat

Vor knapp drei Jahren hievten Mathis Büchi, Manuel Stofer und Lino Teuteberg smallpdf ins Netz. Die Idee zur PDF-Plattform entstand während mehrjähriger Auslandaufenthalte der Gründer. “Oft kam es vor, dass unsere Eltern uns wichtige Dokumente als PDF senden wollten, dies aber an der Dateigrösse scheiterte”, sagt Büchi. Zurück in der Schweiz gründeten die Jugendfreunden smallpdf.

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Aus dem Nebenprojekt des Trios wurde inzwischen ein profitables Geschäft. Und smallpdf ist dabei ein wahrer Hidden Champion. Mittlerweile arbeiten in Zürich und Berlin sieben Mitarbeiter für das junge Unternehmen, das den “alltäglichen Umgang mit PDFs erleichtern und die Welt der PDF-Software revolutionieren will”. Beeindruckend sind dabei vor allem die smallpdf-Nutzerzahlen: Anfangs waren die smallpdf-Macher schon begeistert, weil mehrere tausend Leute ihre cloudbasierte PDF-Software genutzt haben. Inzwischen kommt die Plattform nach eigenen Angaben pro Monat auf rund 8,5 Millionen Unique Users und rund 40 Millionen Page Impressions. 27 Millionen verarbeitete Dokumente kommen dabei monatlich zusammen. Pro Sekunde jagen die Nutzer bei smallpdf schon einmal 2 Gigabyte hoch. 70 Server sorgen dafür, dass smallpdf, das in 17 Sprachen verfügbar ist, immer funktioniert. “PDF ist ein unterschätztes Thema”, sagt Büchi.

Nutzer, die die Website smallpdf ansteuern, finden eine äußerst ansehnliche Plattform, mit der jedermann innerhalb von wenigen Sekunden verschiedene Dateiformate in PDFs verwandeln kann. Aber auch das Umwandeln von PDFs in Word-Dokumente ist möglich. Und auch das Zusammenfügen von mehreren PDF-Dateien und das Komprimieren solcher Dokumente bietet smallpdf an. Bisher war smallpdf komplett werbefinanziert. Neuerdings gibt es nun auch eine Premium-Version von smallpdf. “Wir haben uns lange hin- und herüberlegt, ob wir diesen Schritt wirklich wagen sollen”, sagt Büchi. Schlussendlich sei ein rein werbefinanziertes Produkt aber immer ein Kompromiss von TKP und Usability. “Das wollten wir nicht länger als einziges Ziel verfolgen.”

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Premium-Nutzer von smallpdf, die monatlich 6 Euro zahlen, können nun etwa auch mehrere Dateien auf einmal bearbeiten. Vorher wäre dies für die smallpdf-Crew ein schlechtes Geschäft gewesen – schließlich zählte bisher jeder Seitenabruf. Im Gegenzug führten Büchi und Co. aber auch eine Nutzungsbeschränkung bei smallpdf ein. User, die die Plattform mehr als zweimal pro Stunde nutzen möchten, müssen erst einmal eine Weile warten. So soll den Usern die Premium-Variante schmackhaft gemacht werden. Mit den neuen Einnahmen und der geänderten Ausrichtung will das Start-up, das bisher ohne Fremdkapital ausgekommen ist, nun weiter wachsen und in den kommenden Monaten 10 Mitarbeiter einstellen. Die Erfolgsgeschichte von smallpdf soll somit weitergehen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.