#5um5 Wer diese 5 Start-ups noch kennt, ist so richtig alt!

In den vergangenen Jahren sind viele Start-ups gekommen und viele wieder gegangen. Wir kramen heute aber einmal richtig tief im Archiv und präsentieren einige Start-ups, die die meisten schon wieder vergessen haben dürften bzw. von denen einige noch nie etwas gehört haben.
Wer diese 5 Start-ups noch kennt, ist so richtig alt!

Unsere Rubrik “5 um 5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: Wenn Sie diese 5 Start-ups noch kennen, sind Sie alt!

alando

Am 1. März 1999, starten Oliver Samwer und seine Brüder Alexander und Marc in einem Kreuzberger Hinterhof alando, einen lupenreinen eBay-Klon. Zum Gründerteam gehörten damals auch Karel Dörner, Jörg Rheinboldt und Max Finger. Rund 100 Tage nach dem Start von alando verkauften die Samwers ihr Unternehmen an eBay. Für 43 Millionen Dollar. Oliver Samwer bezeichnete den schnellen Verkauf heute als seinen vielleicht größten Fehler.

snacker.de

Die Online-Bestellplattform snacker.de scheiterte im Jahre 2001. An den Start ging “der größte Online-Foodservice in Deutschland” (Eigenwerbung) im Frühjahr 2000. Das Konzept von snacker.de klang simpel und trotzdem wahnwitzig (für damalige Zeiten): Über die Imbiss-Plattform konnten Surfer die unterschiedlichsten Bringdienste ihrer Stadt finden. Die Bestellwünsche wurden dann an die jeweiligen Futterstellen übermittelt. Nach einem Bericht der Wochenzeitung “Die Zeit” machte „snacker.de“ kurz vor dem Ende monatlich magere 6.000 Mark Umsatz und satte 60.000 Mark Verlust. Kurz danach war snacker.de am Ende.

tallyman

Bei tallyman konnten Onliner Flugtickets und Mitwagen buchen. Der Clou: Den Preis bestimmten die Nutzer selbst. Stichwort: Customer Pricing. Investoren wie Neuhaus Partners unterstützen das Start-up, das das bereits von priceline.com bekannte Modell auf dem deutschen Markt brachte. Ins Netz ging tallyman, Anfang 2001 war das Unternehmen dann schon wieder am Ende – die Software etc. wurde an Start Ticket verkauft.

Yellout

Das Berliner Start-up Yellout.de ging Anfang 2000 ins Netz. Die Plattform positionierte sich als Vermittler von Dienstleistungen aller Art an. Nutzer konnten via Yellout.de ihren Bedarf ausschreiben und bekamen dann Angebote von den angeschlossenen Dienstleistern – etwa von Handwerkern. 3i, Cea Capital Partner und Innotech pumpten damals 10 Millionen Mark in das Unternehmen. Ende 2001 schlitterte das Start-up in die Insolvenz.

youSmile

youSmile ging 2000 ins Netz. Das Start-up wollte das Internet in ein “Land des Lächelns” verwandeln. RTL, equinet und Econa investierten in der zweiten Finanzierungsrunde 10 Millionen Mark in das Start-up, das sich als “Geschenke-Portal für den anspruchsvollen Kunden” positionierte. Schon 2001 war die Geschichte von youSmile schon wieder vorbei.

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Foto: Happy senior couple surfing the internet with laptop computer from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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