Johannes Siebers von Holidu Kapitalsuche? “Man darf und sollte groß denken”

"Wir haben Partner gesucht, die ein nachhaltig skalierbares Geschäftsmodell aufbauen wollen. Außerdem war es uns wichtig, dass potentielle Investoren Erfahrung und ein breites Netzwerk im Reisemarkt mitbringen", sagt Holidu-Macher Johannes Siebers.
Kapitalsuche? “Man darf und sollte groß denken”

EQT Ventures, Venture Stars und Senovo investierten kürzlich gemeinsam mit den “bisherigen Angel-Investoren um den australischen Entrepreneur Chris Hitchen” beachtliche 5 Millionen Euro in das Münchner Start-up Holidu. Das junge Unternehmen positioniert sich als Suchmaschine für Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Holidu wurde im Februar 2014 von Johannes Siebers, Michael Siebers und Rasmus Porsgaard gegründet. Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Holidu-Macher Siebers (Foto: rechts) über Teamorganisation, Diskussionen und Zeitdruck.

Kürzlich haben Sie in einer Finanzierungsrunde Geld eingesammelt. Was war dabei die größte Herausforderung?
Eine Finanzierungsrunde kostet natürlich viel Zeit. Uns war es wichtig währenddessen nicht den Fokus auf das Geschäft verlieren. Um alles zu stemmen kommt man nicht umhin teilweise bis tief in die Nacht zu arbeiten und diszipliniert in der Selbst- und Teamorganisation zu werden.

Nach welchen Kriterien haben Sie ihre potenziellen Geldgeber im Vorfeld ausgesucht?
Wir haben Partner gesucht, die ein nachhaltig skalierbares Geschäftsmodell aufbauen wollen und dabei wie wir einen Fokus auf Technologie legen. Außerdem war es uns wichtig, dass potentielle Investoren Erfahrung und ein breites Netzwerk im Reisemarkt mitbringen, um uns auch nach der Finanzierungsrunde optimal helfen zu können. Dadurch konnten wir sehr schnell in fundierte Diskussionen einsteigen und uns auf wichtige Weichenstellungen vorab einigen.

Wie sind Sie mit Ihren jetzigen Geldgebern in Kontakt gekommen?
Der Kontakt zu den Investoren kam über das persönliche Netzwerk zustande.

Wie lange haben Sie insgesamt gebraucht, um die aktuelle Finanzierungsrunde abzuschließen?
Eigentlich ist man ja kontinuierlich im Austausch mit Investoren. Die eigentliche Finanzierungsrunde vom ersten Pitch-Deck bis zum Signing hat dann circa 5 Monate gedauert. Wir waren aber auch gut aufgestellt und hatten keinen Zeitdruck.

Was raten Sie anderen Gründern, die Kapital suchen?
Es ist wichtig vorab eine fundierte Vision für das Start-up zu haben und diese klar zu kommunizieren. Man darf und sollte hier auch groß denken. Wenn diese Vision gleichermaßen von den Investoren und vom Team getragen wird, ist der wichtigste Grundstein gelegt, und man gemeinsam auf diese Vision hinarbeiten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.