Deluxe-Lieferdienst Mit Eating with the Chefs wird jeder zum Feinschmecker

Eating with the Chefs liefert Menüs, die von einem Spitzenkoch kreiert wurden, nach Hause. Durch die Sous Vide-Garmethode sollen alle Gerichte so schmecken, "als kämen sie direkt aus der Restaurantküche". Hinter dem Deluxe-Lieferdienst steckt unter anderem Clemens Riedl.
Mit Eating with the Chefs wird jeder zum Feinschmecker

Die vergangenen Wochen waren für Clemens Riedl, früher unter anderem Chef der VZ-Netzwerke, turbulent. Direkt nach der feuchtfröhlichen und großen Launch-Party für seine leckere Idee Eating with the Chefs gab es Probleme mit der anvisierten Domain des Projektes, das ursprünglich als The Chefs firmierte – siehe “The Chefs liefert vorgekochte Menüs von Spitzenköchen“. Ein Personalvermittler legte dem Berliner Steine in den Weg und machte die Nutzung der angedachten Domain unmöglich bzw. der Rechtsstreit hätte das junge Unternehmen gefühlte Ewigkeiten gelähmt, weswegen Riedl rasch nach Alternativen suchte. Es galt einen neuen Namen bzw. eine andere Domain zu finden – und mit eating.de haben Riedl und seine Mitstreiter Jochen Wolf und Chanyu Xu (ehemals EatÜber) diese nun auch gefunden.

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Riedl beschreibt seine Idee gegenüber deutsche-startups.de als “Systemgastronomie für die gehobene Küche”, die irgendwo zwischen Pizza.de und Foodora angesiedelt sei. Pizza.de vermittelt bekanntlich Pizza, Burger und Pasta in die heimischen vier Wände. Foodora wiederum hilft Restaurants, ihre Speisen durch die Stadt zu bringen. Nun aber zu Eating with the Chefs: Nutzer finden auf der ansehnlichen Plattform verschiedene Gerichte (Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise), die das Start-up seinen Kunden mit schicken schwarzen Autos nach Hause liefert (derzeit in Berlin). Dann gilt es nur noch diese Menüs zu erwärmen und fertig ist das leckere Menü, das von einem Spitzenkoch kreiert wurde. Darunter etwa Ramses Manneck vom Industry Standard.

Das Eating with the Chefs-Team passt die Menüs gemeinsam mit den Spitzenköche an die Heimkocher an. Durch die Sous Vide-Garmethode sollen alle Gerichte dann auch so schmecken, “als kämen sie direkt aus der Restaurantküche”. Das Anrichten muss man dann aber selbst in die Hand nehmen. Knapp neun Monate werkelten Riedl und Co. an der Umsetzung des Konzeptes. Die Idee entstand während eines KitchenSurfing-Dinners, bei dem ein Koch die Nutzer in deren Küche bekocht. Was eine spannende Idee ist, aber nicht jeder möchte ständig einen Koch in der Wohnung sitzen haben. Eating with the Chefs baut somit darauf auf, immerhin liefert die Jungfirma leckere Menüs von aufstrebenden Jungköchen zum recht günstigen Preis (also zumindest im Vergleich zum Restaurantpreis) nach Hause.

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Langfristig soll es bei den kochenden Chefköchen dann auch deutlich mehr Gerichte geben – etwa für die Zielgruppe Familien. Noch ist dies aber Zukunftsmusik, immerhin muss das Start-up erst noch beweisen, dass das Konzept aufgeht. Einige hundert Gerichte muss das Start-up durch die Gegend schieben, damit sich das Konzept rechnet. Geschmacklich sind die Menüs auf jeden Fall ein Genuß, davon konnten wir uns selbst überzeugen. Nacharbeiten müssen die Hauptstädter noch an ihren Foodbildern, denn die Fotos erwecken den Eindruck, dass man nur eine gourmethafte Mini-Portion bekommt. Dem ist aber nicht so! Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, dass Riedl zur Vorbereitung für das Start-up reichlich Chef’s Table geschaut hat. Seine Begeisterung für das Konzept kann jeder spüren, der mit ihm spricht. Da sei es ihm auch verziehen, dass er sehr oft das Wörtchen “cool” für Eating with the Chefs benutzt.

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Foto: Chef in hotel or restaurant kitchen cooking, only hands, he is working on the sauce for the food as saucier, a Risotto from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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