15 Millionen für die Expansion Lesara zieht mit Streichpreisen prominente Investoren an

Lesara ist nicht unumstritten. Immer wieder fiel der Discounter-Shop in der Vergangenheit mit phantastischen Streichpreisen, Fake-Kundenbewertungen und offenbar ganz schlechten Deals auf. Northzone, Vorwerk Ventures und einige Altinvestoren pumpen nun 15 Millionen Euro in das Start-up.
Lesara zieht mit Streichpreisen prominente Investoren an

In den Berliner Online-Shop Lesara, der im November 2013 an den Start ging, floss bereits eine mittlere siebenstellige Summe. Nun kommen weitere 15 Millionen Euro hinzu. Das frische Kapital stammt von Northzone und Vorwerk Ventures sowie Altgesellschaftern wie Mangrove Capital und Paua Ventures. Northzone investierte Deutschland zuletzt in Outfittery.

“Die erfolgreichen Investments dieser beiden Firmen in der Vergangenheit sprechen für sich. Aber was uns letztlich wirklich überzeugt hat, sind die unternehmerische Denkweise und die Hands-on-Mentalität beider Teams. Wir freuen uns auf eine langjährige Zusammenarbeit und sind uns sicher, dass wir damit das Unternehmen gut für unser zukünftiges Wachstum ausgerichtet haben”, sagt Lesara-Gründer Roman Kirsch. Die Millionensumme will das Start-up, das sich als “Onlineshop für günstige Mode- und Lifestyleprodukte” positioniert, nutzen, um “noch stärker international zu wachsen”. Momentan ist Lesara, das 120 Mitarbeiter beschäftigt, in sechs europäischen Ländern aktiv. Anfangs positionierte sich Lesara dabei als Konkurrenz zu Aldi, Lidl und Tchibo. Mittlerweile sieht das Start-up Primark, Zara und H&M als wichtige Wettbewerber.

Lesara ist dabei aber nicht unumstritten: toptestsieger.de berichtete zuletzt etwa über merkwürdige Begebenheiten bei einer angeblich edlen Eigenmarke des Online-Shops, der Mode, Schmuck und mehr preisgünstig einkauft und verkauft – siehe “Andrea Angelini – Lesara – exklusiver Schweizer Schwindel?“. Zudem fiel der Discounter-Shop zuvor durch phantastische Streichpreise, Fake-Kundenbewertungen und schlechte Deals bzw. Schummelaktionen auf.

Entweder ist dies bei Lesara Strategie oder es handelt sich um simple Anfangsfehler. Wobei Lesara-Mitgründer Kirsch und Co. keine Anfänger sind. Ein Problem bei Lesara sind in der Tat die vielen Streichpreise, die suggerieren, dass der Shop total billig ist und die Nutzer Megaschnäppchen machen können. Die Herkunft der Waren bleibt dabei eine Randnotiz. Wie die vorherigen Preise auch. Die Investoren juckt dies offenbar nicht.

Passend zum Thema: “‘Meine größte Leidenschaft ist es, Firmen zu gründen’ – Roman Kirsch von Lesara

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Guest20134

    Ihr zitiert unkritisch TOPTESTSIEGER? Schon mal einen von diesen “investigativen” Artikeln gelesen? Seriöse journalistische Arbeitsweise ist das nicht. Eine Negativ-Kampagnen-Seite wie diese lebt davon, dass seriöse Medien sie aufgreifen. Sehr schade.

    • Daniel

      Das heißt, man darf nicht über Negatives schreiben? Man darf nicht über Startups schreiben, die den Bogen etwas sehr überspannen?

    • Daniel

      Ach schade, dass Du scheinbar nicht antworten kannst.

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