Neuer Accelerator next media accelerator startet in Hamburg

Deutliche Vorzeichen gab es schon seit einiger Zeit. Jenni Schwanenberg von der dpa machte in Gesprächen auch kein Geheimnis daraus, dass es einen neuen Accelerator in Hamburg geben wird. Jetzt ist es soweit: 'Mediennahe' Start-ups können sich für den next media accelerator bewerben.
next media accelerator startet in Hamburg

Um ein potenzielles Missverständnis gleich von vornherein im Keim zu ersticken: Der next media accelerator ist nicht der Accelerator der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH – das Programm wurde durch die dpa mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg lediglich initiiert .

Finanziert und getragen wird der Accelerator durch die dpa und einen Kreis von 9 weiteren namhaften Investoren aus der Medienbranche. Darunter sind führende Magazin- und Zeitungsverlage sowie Unternehmen aus den Bereichen Werbung, Unterhaltung und mediennahe Dienstleistungen.

dpa beteiligt sich an der Managementgesellschaft des next media accelerators, der von den Unternehmern und Experten Dirk Herzbach, Nico Lumma und Meinolf Ellers geleitet wird.

Mit Dirk Herzbach als Chief Executive Officer (CEO) wird der neue Accelerator von einem erfahrenen Entrepreneur geführt, der bereits für Unternehmen wie ImmobilienScout24 und E.ON Accelerator-Programme aufgebaut hat.

Nico Lumma, einer der angesehensten Köpfe der deutschen Internetszene, wird als Chief Operating Officer (COO) den Startups dabei helfen, ihre Produkte schnellstmöglich auf den Markt zu bringen.

Meinolf Ellers, Geschäftsführer der dpa-infocom GmbH, sorgt als Chief Marketing Officer (CMO) für den Wissenstransfer zwischen der Produktentwicklung der Startups einerseits und den Gesellschaftern des Accelerators und der dpa andererseits.

Unterstützt werden die Managing Partner dabei von Jenni Schwanenberg als Program Manager.

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Mediennahe Startups aus ganz Europa können sich ab sofort bewerben
Setzt den 15. Juli 2015 gleich mal als Bewerbungs-Deadline in Euren Terminkalender, wenn Euer Start-up die folgenden Kriterien erfüllt:

  • Ihr habt ein ‘mediennahes Start-up’: Dieser Begriff ist bewusst sehr weit gefasst. Es dürfen also nicht nur Start-ups teilnehmen, die direkt ‘irgendwas mit Medien’ machen, sondern auch: Start-ups, die zum Beispiel
    • die Recherche von Medien-Arbeitern erleichtern, also Tools wie z. B. BuzzSumo )
    • das Sammeln recherchierter Informationen erleichtern, also Content-Curation-Tools anbieten wie z. B. keeeb
    • Storytelling-Tools anbieten wie z. B. Storify
    • Produkte anbieten, die Medienarbeiter produktiver werden lassen
    • Encryption-Tools anbieten, um zum Beispiel Bilder und Videos aus Krisengebieten leichter verifizieren zu können
    • Produkte anbieten, die Verlagen helfen, Kunden zu finden oder zu binden
    • Produkte anbieten, die in Konkurrenz zu denen von Verlagen stehen
  • Euer Start-up ist keine One-Man/Women-Show: Zumindest momentan werden nur Teams aus mehreren Personen angenommen, denn beim nma ist man der Meinung, dass erfolgreiche Start-ups von einem Team aus mehreren Personen betrieben werden müssen.
  • Euer Start-up hat seinen Hauptsitz irgendwo in Europa.
  • Das Gros Eures Teams kann ab 01.08.2015 die sechs Monate des Accelerator-Programms in Hamburg verbringen, weil viele Mentorings und Events face-to-face stattfinden werden.
  • Euer Start-up ist über das reine Ideen-Stadium bereits hinaus, es existiert mindestens eine Beta-Version oder besser noch schon ein Proof of Concept.

Dirk Herzbach fasst die Auswahlkriterien so zusammen: “Neben dem mediennahen Fokus der Start-ups sind uns die Zusammensetzung der Teams, ein skalierbares Technologiekonzept und eine große Portion Unternehmergeist wichtig.”

6 Monate Vollgas-Rundum-Förderung
Ab August 2015 geht’s dann los: 6 Monate Rund-um-Förderung für jeweils 5 Start-ups.

Die Teams bekommen einen Arbeitsplatz im betahaus Hamburg, Zugang zur Publishing-Industrie, zu internationalen Investoren und zu einem sehr großen Team aus Mentoren (es stehen deutlich mehr Mentoren bereit als bislang auf der Website kommuniziert).

Sie bekommen maßgenschneiderte Coachings, Unterstützung bei der Organisation der Folgefinanzierung und werden Teil eines aktiven Netzwerks, deren Mitglieder sich gegenseitig befruchten.

Wenn ein Start-up keine zusätzliche finanzielle Unterstützung benötigt, bekommt es all das für einen 3-prozentigen Anteil am Unternehmen. Für insgesamt 5 Prozent am Unternehmen bekommt ein teilnehmendes Start-up zusätzlich 25.000 Euro, für insgesamt 10 Prozent 50.000 Euro.

Sprecht einfach mit den Machern des next media accelerators

Ihr habt Fragen zur Bewerbung oder zum Accelerator selbst? Sprecht einfach zum Beispiel mit Jenni Schwanenberg. Sie hat einen Arbeitsplatz im betahaus und ist virtuell über sämtliche Kanäle des Social Web eigentlich immer erreichbar. –

Und auch die ‘Macher’ des nma sind via E-Mail, Twitter, Facebook oder Link jederzeit ansprechbar. Nur keine Scheu, das Team freut sich.

Gerade ein noch so junger Accelerator braucht den Austausch mit der Community, um sich zu formen und die Ideen sprießen zu lassen.

Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.