Finanzspritze Hellofresh sammelt üppige 50 Millionen Dollar ein

Insight Venture Partners und Phenomen Ventures pumpen üppige 50 Millionen US-Dollar in Hellofresh. Seit Ende Dezember 2011 liefert Hellofresh seinen Nutzern Zutaten und passende Rezepte ins Haus. Bisher flossen rund 20 Millionen Dollar in Hellofresh, das aus dem Hause Rocket Internet stammt.
Hellofresh sammelt üppige 50 Millionen Dollar ein

Bei Rocket Internet wird wieder geklotzt: Hellofresh, der Zutaten plus Rezept-Lieferant des Inkubators sichert sich mal eben 50 Millionen US-Dollar. Die üppige Finanzspritze stammt von Phenomen Ventures und Insight Venture Partners. Bisher flossen rund 20 Millionen Dollar in Hellofresh – unter anderem von Phenomen Ventures, Vorwerk Ventures, Holtzbrinck Ventures (auch an ds beteiligt) und Kinnevik. Der bekannte New Yorker Kapitalgeber Insight Venture Partners macht sich in Deutschland bisher rar – abgesehen von Investments in Delivery Hero, Dawanda und DailyDeal (Exit an Google).

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Seit Ende Dezember 2011 liefert Hellofresh seinen Nutzern Zutaten und passende Rezepte ins Haus. Momentan ist das Start-up in Deutschland, Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, Australien und den USA unterwegs. 120 Mitarbeiter arbeiten derzeit für Hellofresh. Nach eigenen Angaben liefert das Start-up aktuell “deutlich über eine Millionen Mahlzeiten pro Monat an seine Kunden” aus. Was aber nicht bedeutet, dass das Unternehmen eine Millionen Kunden hat, immerhin sind pro Lieferung mehrere Mahlzeiten enthalten. Erstaunlich aber: In diesem Jahr wirkte Hellofreh “bisher Cash-Flow positiv”.

Ursprünglich stammt das Konzept, Zutaten und Lebensmittel zu liefern, aus Schweden, wo Middagsfrid – gegründet von Kicki Theander – schon seit 2007 für das friedliche Familienzusammensein sorgt (Middagsfrid = “Abendessenfrieden”). In Deutschland führt Lisa Rentrop, ebenfalls mit skandinavischen Wurzeln, die Geschäfte von KommtEssen, dem deutschen Ableger von Middagsfrid. Ebenfalls aus Schweden stammt Linas Matkasse. Als Unsere Schlemmertüte ging der Anbieter Ende 2011 in Deutschland an den Start. Finanziell unterstützt wird das Unternehmen von Acton Capital.

Project A startete Kochzauber im März 2012. Kochzauber blieb – wie Project A-Macher Florian Heinemann im März 2013 verriet – allerdings hinter den Erwartungen zurück. Im September des vergangenen Jahres fand das Start-up dann Obhut bei mytoys.de. In den USA bespielt Blue Apron seit Ende 2012 das Segment. Die Stripes Group pumpte vor wenigen Wochen 50 Millionen Dollar in das junge Unternehmen – bei einer Bewertung in Höhe von 450/500 Millionen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.