Eröffnung Factory Berlin will Herzstück der Berliner Start-up Szene werden

Mit einem großen Aufgebot aus Wirtschaft, Politik und Medien eröffnete die Factory Berlin. Das Gebäude einer ehemaligen Brauerei wurde aufwändig grundsaniert und will künftig neues Start-up Zentrum der Berliner Szene werden. 22 Unternehmen werden hier künftig arbeiten.
Factory Berlin will Herzstück der Berliner Start-up Szene werden

Im Rahmen einer großen Gartenparty eröffnete die Factory Berlin unweit der Berliner Gedenkstätte Bernauer Straße, zwischen dem ewig aufstrebenden Wedding und dem hippen Mitte. Besser könnte das neue Herzstück der Berliner Start-up Szene somit kaum liegen. Wie so viele Objekte in der Gegend will auch die Factory wegweisend für Berlin werden. Das grundsanierte 16.000 Quadratmeter große Gebäude umfasst fünf Stockwerke und war Firmensitz einer Brauerei.

Neben dem Internetriesen Google, der mit Verwaltungschef Eric Schmidt vor Ort ist, arbeiten derzeit in Berlin ansässige Unternehmen, darunter 6Wunderkinder, Zendesk, Soundcloud oder auch Twitter in der Factory. Sie stellten sich den zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft zum Gespräch.

Gallerie_Factory

“Durch die Factory gewinnt Berlin nicht nur für nationale, sondern auch für internationale Start-ups noch mehr an Bedeutung”, betonte Klaus Wowereit, der die Eröffnung politikseitig begleitete. Initiiert wurde das Projekt seinerzeit unter anderem von Simon Schäfer. 20 Millionen Euro investierte er und seine Mitstreiter in das Projekt. “Neben den inhaltlichen Angeboten profitieren die Gründer in der Factory vor allem von der Internationalität unserer Partner. Sie bekommen so die Aufmerksamkeit von Investoren und potentiellen Kunden aus der ganzen Welt”, so Schäfer.

Ziel wird es künftig sein, Berlin als Standort für Entrepreneure aus aller Welt noch attraktiver zu machen. Ob dies gelingt, wird sich zeigen müssen. Denn obwohl der Standort unzweifelhaft tolle Möglichkeiten der Begegnung für Start-ups bieten wird, bleibt abzuwarten, ob es wirklich auch jene kleine Unternehmen ansprechen wird, an die die Factory adressiert ist.

In den nächsten Wochen sollen insgesamt 22 Start-up in die Factory einziehen und die hellen Räumlichkeiten im gewollten Rohbaucharme nutzen. Doch ob dieser Ort für die kleinen Start-ups nicht doch zu abgehoben ist? Es wäre schade, denn dann würde er nur zu einem weiteren Co-working Space der Etablierten werden.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.