Mobile Point-of-Sale Payworks integriert mobile Zahlungen in Apps und Kartenleser

In der übervollen Sportarena vom Platz aus Snacks bestellen und bezahlen oder in der rappelvollen Gastronomie einfach per Smartphone-App und Kartenleser die Rechnung begleichen? Payworks aus München bietet mit seinem B2B-Dienst Unternehmen einen einfachen Weg zum mobilen Point-of-Sale.
Payworks integriert mobile Zahlungen in Apps und Kartenleser

Die im April 2012 von Christian Deger, David Bellem, Simon Eumes und Johannes Lechner gegründete Payworks GmbH betreibt eine Online-Plattform für mobile Bezahlfunktionen. Der Software-as-a-Service-Dienst im B2B-Bereich ermöglicht es Anbietern, mobile Zahlungen und digitale Geldbörsen, sogenannte „Wallets“, direkt in deren Software zu integrieren. Darüber hinaus ermöglicht es payworks auch Kreditkartenzahlungen über ein mobiles Lesegerät anzubieten und unterstützt dazu eine Vielzahl erhältlicher Geräte. Anwendungsszenarien sind beispielsweise das mobile Bestellen und Bezahlen in Sportarenen, deutsche-startups.de berichtete bereits über opentabs, oder die Zahlung in der Gastronomie per Kreditkarte, ohne dass das Personal mehrere Geräte nutzen muss.

Die „Chip und Pin“-Lösung
Payworks bietet eine „Chip und Pin“-Lösung an, bei der die Bezahl-App auf dem Smartphone oder Tablet läuft. Von dort wird die Bezahlung ausgelöst, ab dann übernimmt ein drahtlos angebundener Kartenleser mit integriertem PIN-Pad. Aus Sicherheitsgründen authentifizieren sich Endkunden über die Eingabe ihrer Karten-PIN auf dem Kartenleser, wo die Daten verschlüsselt werden. Die gesicherten Informationen werden dann an die jeweilige Acquiring-Bank gesendet, wo die Daten wieder entschlüsselt und die Zahlung durchgeführt wird. Nach erfolgreichem Transfer meldet die mobile App die erfolgreiche Zahlung an den Endkunden zurück.

Mitgründer und Geschäftsführer Deger resümiert: “Mit payworks können sich Anbieter auf den Kern ihres Produktes konzentrieren ohne sich mit der ganzen Komplexität des Payment-Prozesses herumschlagen zu müssen.” Neben der softwaremäßigen Integration des Backends in eine eigene App stellt payworks außerdem eine White-label-App zur Verfügung, die individualisiert werden kann und einen schnellen Start ins Geschäft ermöglicht.

Finanzen und Geschäftsmodell
Die Anschubfinanzierung der Payworks GmbH übernahm der Inkubator Barikuta Partners der PAY.ON-Gründer Marcus Rinderer, Christian Bamberger und Nikolaus von Taysen. Allerdings kam von Beginn an durch den Cashflow schon Geld in die Kassen, da früh auf eine fixe Gebühr pro Zahlungs-Transaktion gesetzt wurde, wie Geschäftsführer Christian Deger mitteilt. Im Oktober 2013 folgte eine hohe sechsstellige Summe durch vier Business Angels und den Wiener VC-Fonds SpeedInvest. Die Finanzierungsspritze soll unter anderem für die Vergrößerung des Entwicklerteams verwendet werden.

Deger fasst payworks USP wie folgt zusammen: „Wir bieten ein durchdachtes und flexibles Backend für mobile Zahlfunktionen. Die payworks Plattform bietet dabei in beide Richtungen vollste Flexibilität. Auf der einen Seite können die payworks SDKs in die unterschiedlichsten Apps eingebaut und jeder von der Plattform unterstützte Kartenleser integriert werden. Auf der anderer Seite ermöglicht payworks das Processing über eine Vielzahl verschiedener Acquiring Banken.“

Pläne für die Zukunft
Neben dem aktuellen Fokus auf Europa, teilt Deger die nächsten Schritte mit: „Wir werden in naher Zukunft weitere Acquiring-Banken anbinden und weitere Kartenleser integrieren. Mittelfristig arbeiten wir an weiteren Tools für unsere Kunden, um die Entwicklung und den Betrieb von mobile POS-Lösungen weiter zu vereinfachen.“

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Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.