Gymondo legt die Yogamatte bereit – ProSiebenSat.1 unterstützt das Fitnessstudio

Eine Yogamatte landete kürzlich per Post in der Redaktion von deutsche-startups.de. Absender war Ex-Springstar-Macher Magnus Resch. Das “Sportgerät” sollte ein dezenter Hinweis auf sein neues Projekt mit dem Namen Gymondo (www.gymondo.de) sein. Der […]
Gymondo legt die Yogamatte bereit – ProSiebenSat.1 unterstützt das Fitnessstudio

Eine Yogamatte landete kürzlich per Post in der Redaktion von deutsche-startups.de. Absender war Ex-Springstar-Macher Magnus Resch. Das “Sportgerät” sollte ein dezenter Hinweis auf sein neues Projekt mit dem Namen Gymondo (www.gymondo.de) sein. Der Yogamatte lag selbstverständlich noch eine Pressemitteilung bei. In dieser beschreiben der ehemalige Juvalia-Chef und sein Team Gymondo als “Weiterentwicklung der alten Fitness-DVD”. Ältere Zeitgenossen werden sich noch an die vielen Fitness-Videos und -DVDs erinnern, die seit den 80er Jahren immer wieder von bekannten Frauen wie Jane Fonda, Cindy Crawford oder Claudia Schiffer auf den Markt geschmissen wurden.

Wobei die Idee, ein Online-Fitness-Studio aufzuziehen selbstverständlich nicht neu ist – siehe beispielsweise “7 mal Bewegung und Fitness aus dem Internet“. Als ein Beispiel für die vielen Fitness und Sportdienste im Netz sei YogaEasy.de (www.yogaeasy.de) aus Hamburg genannt. Das Start-up bietet verschiedene, nach Themen und Trainingslevel rubrizierte Video-Kurse an, aus denen Abonnenten frei wählen können. Unterschiedliche Trainer und Trainerinnen der verschiedenen Yoga-Arten leiten an und begleiten die Übungseinheiten. Ein Jahresabo bei YogaEasy.de kostet 130 Euro, ein Monatspass 16 Euro.

Bei Gymondo müssen die Nutzer 12,90 Euro im Monat zahlen, die ersten 30 Tage sind momentan aber kostenlos. Auf der Website ist von 15.000 Neuanmeldungen in den vergangenen 14 Tagen die Rede. Klingt gut, wenn die alle bleiben und monatlich ihre Gebühren zahlen. halten wollen Resch und Co. ihr Kunden mit “personalisierten und interaktiven Videos” sowie Gamification-Elementen in Form von Punkten für absolvierte Trainingseinheiten, wleche man später gegen Gutscheine eintauschen kann. Außerdem gibt es Statistiken, Analysen und Vergleiche mit Facebook-Freunden. Da kann jeder sehen, wer mehr Kalorien verbrannt hat. Sofern man so etwas will und braucht. Finanziell unterstützt wird das Gymondo bereits von ProSiebenSat.1. Auf den Sender des Unternehmen laufen auch bereits die TV-Spots des neuen Online-Fitnessstudios.

Gymondo Macher Resch plant unterdessen schon weitere Projekte. Unter dem Dach seiner Aquilamus Gmbh sollen schon bald weitere Projekte entstehen – unter anderem ein Kunst-Start-up. Ein Thema, mit dem sich der Jungunternehmer auskennt, da er selbst schon Manager einer Kunst-Galerie war. Das Thema Springstar ist für uns somit beendet. Ebenso für Klaus Hommels. Der verheißungsvoll gestartete Inkubator wird somit nur noch von Oliver Jung und dem Restteam geführt. Große Erwartungen dürfte ohnehin niemand mehr an Springstar haben. Es sei denn, das Team setzt weiter darauf, US-Start-ups bei der Expansion zu unterstützen – wie im Fall von airbnb oder Fab, das einst das Springstar-Projekt Casacanda übernommen hat.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.