Crowdpark insolvent – Social-Gaming-Start-up vor dem Aus

Um das Berliner Social-Gaming-Start-up Crowdpark (www.crowdpark.com) musste man sich schon lange ernste Sorgen machen. Die Spiele der Jungfirma – darunter Pet Vegas – Slot Machines, Bet Tycoon – Betting Game und AnteUp – […]
Crowdpark insolvent – Social-Gaming-Start-up vor dem Aus

Um das Berliner Social-Gaming-Start-up Crowdpark (www.crowdpark.com) musste man sich schon lange ernste Sorgen machen. Die Spiele der Jungfirma – darunter Pet Vegas – Slot Machines, Bet Tycoon – Betting Game und AnteUp – lockten zuletzt gerade einmal rund 23.000 Daily Active User hinter dem Ofen hervor. Vor allem AnteUp wurde mit rund 24 Usern pro Tag wohl nur noch vom Team und den beteiligten Investoren gedaddelt. Nun steht Crowdpark vor dem Aus! Ein Blick ins Handelsregister und ein Bericht bei den Kollegen von Gründerszene bringen es an den Tag: Das Crowdpark-Team musste beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen.

Noch im Oktober des vergangenen Jahres pumpten Target Partners und Earlybird im Rahmen einer Series-B-Finanzierungsrunde stattliche vier Millionen Euro in Crowdpark. Insgesamt sammelte das 2009 gegründete Start-up, das als Social-Forecasting-Dienst startete, rund sechs Millionen Euro Risikokapital ein. Zunächst ging es bei Crowdpark darum, mit Freunden in Wettstreit zu treten und spielerisch die Zukunft vorauszusagen. Beispielsweise durch Wetten auf anstehende Ereignisse. Danach wandelte sich das Start-ups mit dem Spiel Bet Tycoon in ein Social Gaming- bzw. Social Betting Start-up. Das Unternehmen, welches von on Martin Frindt und Ingo Hinterding geführt wurde, wollte vor allem mit Wett- und Casinospielen für Facebook, Web und Mobile reüssieren.

“Zu geringe Retention”

“Kurz zusammen gefasst hat das Thema Social Betting, aufgrund dessen wir ursprünglich investiert hatten, nicht zu den gewünschten und notwendigen Nutzerzahlen beziehungsweise einer zu geringen Retention und Monetarisierung geführt”, sagt Waldemar Jantz von Target Partners gegenüber Gründerszene. Die bittere Erkenntnis: Eine weitere Finanzierungsrunde sei deswegen nicht möglich gewesen. Dabei waren die Spiele von Crowdpark durchaus kurzweilig: Bet Tycoon machte Spaß und war nicht so verbissen wie gewöhnliche Sportwetten. Was fehlte war der Anreiz das Spiel öfter als einmal zu spielen. Zuletzt 710 Daily Actice User sprechen eine deutlich Sprache.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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