Offline! aka-aki am Ende

Knapp vier Jahren nach dem offiziellen Startschuss schließt die Handy-Community aka-aki (www.aka-aki.com) die Pforten. “Seitdem hat sich im mobilen Web vieles geändert, auch die Rahmenbedingungen für einen Dienst wie unseren. Jetzt ist es […]
Offline! aka-aki am Ende

Knapp vier Jahren nach dem offiziellen Startschuss schließt die Handy-Community aka-aki (www.aka-aki.com) die Pforten. “Seitdem hat sich im mobilen Web vieles geändert, auch die Rahmenbedingungen für einen Dienst wie unseren. Jetzt ist es Zeit, den Stecker zu ziehen und Tschüss zu sagen”, heißt es im Unternehmensblog. Wobei das Start-up zuletzt ohnehin in den vergangenen Monaten eher als Zombie denn als lebendiges Unternehmen unterwegs war. Bereits im vergangenen Jahr beerdigte das Start-up sein Social Game-Experiment LiftLoft, zuvor riss Investor Creathor Venture die Mehrheit bei aka-aki an sich. Nun wird aka-aki am 1. Juni abgeschaltet, das Unternehmen selbst wurde bereits Mitte Mai liquidiert.

aka-aki entstand aus einem Diplomprojekt im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation (GWK) an der Universität der Künste Berlin. 2008 ging die Handy-Community an den Start – und somit weit vor dem Smartphone und Mobileboom. Der kostenlose Dienst wollte die aus dem Internet bekannten Social-Networking-Funktionen ins echte Leben übertragen. Ausgangspunkt der aka-aki-Welt war eine “vollwertige Community-Website” mit den allseits bekannten Netzwerk-Funktionen. Technisch funktioniert aka-aki zum Start mittels eines Java-Programms, welches man auf seinem Handy installieren musste. später kamen dann Apps fürs iPhone und Android-Geräte hinzu.

aka-aki war seiner Zeit voraus

Im Kern ging es bei aka-aki immer darum, Menschen in der unmittelbaren Umgebung kennen zu lernen. Die Daten anderer Nutzer wurde anschließend auf dem eigenen Handy angezeigt. Ein Konzept, dass inzwischen unter dem Modewort People Discovery im Markt kursiert. Das Fazit zum Ende von aka-aki bringt Martin Weigert von Netzwertig.com auf den Punkt: Das Start-up “war seiner Zeit voraus”. Als letzten Ausweg, um aka-aki noch zu retten, sucht das Rest-Team des Start-up nun noch Zeitgenossen, die
Interesse haben, aka-aki zu übernehmen und den Dienst fortzuführen.

Hausbesuch bei aka-aki

Anfang Oktober 2009 schaute deutsche-startups.de bei aka-aki vorbei. Im damals neuen Büro war auch der obligatorische Elch, das Markenzeichen des Start-ups, immer prominent vertreten. Einige Eindrücke des Büros mit dem Elch in unserer Fotogalerie.

ds_akaaki

Im Fokus: Infos über Start-ups, die es nicht mehr gibt, finden Sie in unserem Special Offline

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.