Startschuss für aka-aki

Den Vergleich, aka-aki sei das Facebook fürs Handy, mag Roman Hänsler, einer der Mitbegründer von aka-aki (www.aka-aki.com) schon gar nicht mehr hören. “Das ist nicht richtig”, sagt er entschieden, denn “aka-aki findet nicht […]

Den Vergleich, aka-aki sei das Facebook fürs Handy, mag Roman Hänsler, einer der Mitbegründer von aka-aki (www.aka-aki.com) schon gar nicht mehr hören. “Das ist nicht richtig”, sagt er entschieden, denn “aka-aki findet nicht virtuell statt, sondern in der Realität”. Damit erklärt er gleich das Grundprinzip des mobilen Social Networks. Letzte Woche fiel nach einer geschlossenen Beta-Phase der Startschuss für aka-aki. Seither sind die fünf Gründer trotz fehlender Werbung mit den den steigenden Zahlen an Registierungen mehr als zufrieden. Bislang auf Berlin begrenzt, nutzen mittlerweie eigenen Angaben zufolge rund 2500 Handybesitzer den kostenlosen Dienst. “Wir müssen vorerst auf virales Marketing setzen; für alles anderes fehlt uns das Budget”, gibt Hänsler offen zu. Doch mit dem Anfangskapital von Creathor Venture Fund, dem FoundersLink und einem privaten Investor sehen sich die fünf Gründer für die folgende Investitionsrunde in den nächsten Wochen gut vorbereitet. “Wenigstens arbeiten wir nicht mehr umsonst, sondern können von unserem Gehalt unsere Kühlschränke füllen und die Miete zahlen,” verrät Hänsler.

Immerhin. Denn hinter dem Team von aka-aki liegen arbeitsintensive Zeiten in einem kleinen Zimmer für 130 Euro am Berliner Ostkreuz, für die es keinen Cent gab. Denn ursprünglich ist das Social Network aus einem Diplomprojekt an der Universität der Künste in Berlin (UdK) hervorgegangen. Abschließend bewertet mit der Bestnote entwickelten die Studenten jedoch rasch den Ehrgeiz, die Theorie zur Praxis werden zu lassen und alle aus dem Internet bekannten Social-Networking-Funktionen ins reale Leben zu übertragen. Ausgangspunkt der aka-aki-Welt ist eine “vollwertige Community-Website” mit den allseits bekannten Netzwerk-Funktionen. Technisch funktioniert aka-aki mittels eines Java-Programms, welches man auf seinem Handy installieren muss. aka-aki kann dann über Bluetooth checken, welche anderen Handys sich in der Nähe tummeln. Über einen Abgleich mit der aka-aki-Datenbank wird anschließend geprüft, welche Handybesitzer auch Mitglied bei aka-aki-sind. Die Profildaten dieser Nutzer werden anschließend auf dem eigenen Handy angezeigt.

aka-aki ist “hier und dort”

“So werden völlig neue Freundschaften entstehen”, sagt Hänsler und spielt gedanklich verschiedene Szenarien durch, wie aka-aki Menschen auf der Straße zusammenbringen kann. Hierfür basteln die Gründer an weiteren Anwendungen und sind auf der Suche nach Kooperationen, um weitere Mitglieder für sich zu gewinnen. Allein deswegen wird aka-aki bald auch auf englisch angeboten. Ebenso versuchen die Gründer, das mobile Netzwerk in weiteren Städten anzubieten und träumen schon jetzt von einer europäischen Version. So bedeutet aka-aki im spanischen nicht weniger als “hier und dort”. “Zufall!”, sagt Hänsler, denn der Unternehmensname sei eine Phantasiekreation, die “irgendwie ein bisschen japanisch” klingen sollte, versichert er.

Hausbesuch bei aka-aki

deutsche-startups.de hat sich bei aka-aki bei der Gelegenheit übrigens gleich einmal genauer umgesehen und die schönsten Eindrücke mit der Kamera festgehalten – alle zu sehen in unserer Galerie.

\'aka-aki

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.