Ist Loopcam der neue Star am Berliner Start-up-Himmel? Jungfirma holt Passion Capital, Christophe Maire und Co. an Bord

Das Berliner Start-up Loopcam (www.loopc.am) steht für kleine, wackelige Animationen im GIF-Stil, die oft aussehen wie aus der Anfangszeit des Internets, als es auf jeder Website blinkte und wackelte. Dennoch schart das Unternehmen, […]
Ist Loopcam der neue Star am Berliner Start-up-Himmel? Jungfirma holt Passion Capital, Christophe Maire und Co. an Bord

Das Berliner Start-up Loopcam (www.loopc.am) steht für kleine, wackelige Animationen im GIF-Stil, die oft aussehen wie aus der Anfangszeit des Internets, als es auf jeder Website blinkte und wackelte. Dennoch schart das Unternehmen, das von Tor Rauden Källstigen aus der taufe gehoben wurde, inzwischen eine bemerkenswerte Riege an namhaften Investoren um sich. Neben Passion Capital, also Stefan Glänzer, investierten zudem Christophe Maire (txtr), Alexander Ljung, Peter Read und Eric Wahlforss (Soundcloud), Felix Petersen (Amen), Zoe Adamovicz (Xyologic, Concise Software) und Heilemann Ventures, also die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann, in Loopcam.

Die bekannte Investoren-Riege um den namhaften Business Angel Maire investierte in den vergangenen Wochen und Monaten in unterschiedlichen Konstellationen in zahlreiche Berliner Start-ups der neuen Generation – beispielsweise in den Event-Marktplatz Gidsy (www.gidsy.com), den E-Book-Anbieter Readmill (www.readmill.com) und den Fotodienst EyeEm (www.eyeem.com). Zum Kreis dieser international ausgerichteten Start-ups aus der deutschen Hauptstadt zählen zudem Amen (www.getamen.com) und Soudcloud (www.soundcloud.com), deren Gründern nun zu den Investoren bei Loopcam gehören.

Digitales Daumenkino ohne Geschäftsmodell

Passenderweise handelt es sich bei den Machern von Loopcam um Schweden, die in Berlin leben – wie bei SoundCloud. Neben Loopcam-Gründer Källstigen gehören noch Martin Ström und Martin Löfqvist zum Team des kleinen Start-ups, welches zurzeit aus vier Mitarbeitern besteht. Wie viel Geld nun in das digitale Daumenkino ohne Geschäftsmodell geflossen ist, ist nicht bekannt. Für die Mannschaft, ist Loopcam die perfekte Mischform zwischen Fotos und Videos. Die Nutzer der App kommen aus aller Welt. Besonders stark vertreten ist die Applikation in den USA, Schweden, Großbritannien und Deutschland. Mit der Finanzierungsrunde kündigte das Start-up auch eine neue Website und eine API. Bisher war Loopcam eine nette Spielerei, die Macher und Investoren glauben aber offenbar an den großen Durchbruch der bewegten Fotos. Aber vielleicht entsteht mit Loopcam wirklich ein neues Massenmedium. Dann sind wir alle bald vor Wackelbildern nicht mehr sicher. Weder auf Twitter noch auf Facebook noch auf Tumblr.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.