European Media Holding und Rocket Internet starten RegioJobs

EXKLUSIV Im schönen Kolbermoor bei München entsteht seit einigen Monaten RegioJobs (www.regiojobs.com). Das Start-up, das von Matthias Bellmann und Cedric Duvinage und Sebastian Gora gegründet wurde, betreibt diverse regionale Jobdienste wie HamburgJobs24.de (www.hamburgjobs24.de), […]
European Media Holding und Rocket Internet starten RegioJobs

EXKLUSIV Im schönen Kolbermoor bei München entsteht seit einigen Monaten RegioJobs (www.regiojobs.com). Das Start-up, das von Matthias Bellmann und Cedric Duvinage und Sebastian Gora gegründet wurde, betreibt diverse regionale Jobdienste wie HamburgJobs24.de (www.hamburgjobs24.de), StuttgartJobs24.de (www.stuttgartjobs24.de) oder MünchenJobs24.de (www.muenchenjobs24.de). Finanziell unterstützt wird die Firma von Maximilian Kuss und seiner European Media Holding (EMH) sowie Rocket Internet, dem Inkubator der Samwer-Brüder Alexander, Oliver und Marc (auch an deutsche-startups.de beteiligt). Ebenfalls an Bord bei RegioJobs ist zudem One2Cube, die Beteiligungsfirma von Jan Becker, Andreas Etten und Robert Wuttke.

Mit RegioJobs, für das inzwischen schon 40 Mitarbeiter arbeiten, plant dieses stattliche, aber schweigsame Trio offenbar den Großangriff auf die lokalen und regionalen Medienhäuser im Lande. Gerade regionale Stellenanzeigen sind noch immer ein wichtiges Standbein für die diversen kleinen und großen Tageszeitungen der Republik. Zum Konzept von RegioJobs: “Auf jedem Portal finden Arbeitnehmer Stellenanzeigen von Arbeitgebern aus ihrer Region. Durch unsere regionale Ausrichtung ist die Suche für Bewerber einfach und sehr gezielt möglich. Für Arbeitgeber sinken die Kosten und steigen die Erfolgschancen für die Besetzung offener Stellen”.

ds_muenchenjobs_shot

Das Interessante an RegioJobs ist das Preismodell: Zwar ist es auf den diversen lokalen Ablegern auch möglich einzelne Stellenanzeigen zu buchen, der Fokus bei RegioJobs liegt aber auf einem Flatrate-Angebot. Für eine bestimmte Summe, die sich nach der Unternehmensgröße richtet, können Kunden bei RegioJobs eine Job-Flatrate buchen und so innerhalb eines Jahres unbegrenzt Stellenanzeigen schalten. Preislich geht die Flatrate-Variante bei rund 300 Euro los. Größere Unternehmen müssen dann aber auch schon einmal mehrere tausend Euro im Jahr zahlen. Trotzdem ist das Ganze dann aber noch immer erheblich günstiger als Anzeigen in klassischen Tagesszeitungen.

Als Zielgruppe für RegioJobs haben EMH-Gründer Kuss und seine Mitstreiter, die sich offiziell nicht zu RegioJobs äußern möchten, dementsprechend lokale Sparkassen, in der Region verankerte Mittelständler und regionale Unternehmen, die Mitarbeiter aus der Umgebung suchen. Wie zu hören ist, konzentriert sich RegioJobs zunächst auf Deutschland. 2012 soll dann auch die Internationalsierung des Konzeptes erfolgen. Mit seiner European Media Holding kümmert sich Kuss vor allem um den Aufbau von Geschäftsmodellen, die die Old und die New Ecoomy verbinden. Bisher werkelte die Unternehmensgruppe, zu der auch der Inkubator Target Internet (www.target-internet.de) gehört, aber nur im Verborgenen. Jetzt scheint das Firmennetzwerk von Kuss, der in der Vergangenheit das erfolgreiche regionale Netzwerk eraffe (www.eraffe.de) aufbaute, langsam an die Öffentlichkeit zu gehen. Neben RegioJobs kommen sicherlich bald weitere EMH-Start-ups an die Oberfläche.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Schön, da bin ich mal gespannt. Insbesondere darauf, ob und wann welche lokalen Anzeigenblätter realisieren, wer Ihnen hier mit wahrscheinlich mächtig Energie die Butter vom Brot holt ;o)

  2. Pingback: Die Woche im Rückblick: Start-up des Jahres, VZ-Netzwerke im Sinkflug, Arzttermine online buchen :: deutsche-startups.de

  3. Pingback: Deal-Monitor: 260 Investitionen im Jahr 2011 – 27 Investitionen im Dezember :: deutsche-startups.de

  4. Pingback: Von 10stamps bis supermarkt.de – 10 brandneue Start-ups, die man im Blick behalten sollte :: deutsche-startups.de



  5. claasen

    Die Idee ist gut, nur leider halte ich die im text genannte Gründer für viel zu unerfahren, bedenke man doch, das zwei von ihnen keinerlei praktische erfahrung besitzen, ein unternehmen zu führen und einer nur durch Missmanagement aufgefallen ist. Schade, aber das wird nichts.



  6. Carsten

    Da muss ich Claas recht geben, der Track-Record der Gründer ist bei Null bzw. negativ. Was ich aber für viel gravierender halte: Schaut man sich die Stellenanzeigen auf deren drei größten Portalen in Hamburg, Stuttgart und München an, so kommen diese auf – im ersten Moment – beachtliche 3000-4500 Anzeigen (pro Portal). Schaut man dann aber genauer hin, erkennt man, dass nur ca. 10% der Anzeigen eigene (organische) Anzeigen sind – der Rest (habe das für die drei genannten Städte man ermittelt) sind von anderen Job-Börsen gescrapt (oder: geguttenborgt) – ich vermute (und weiß von einem konkreten Wettbewerber) mal ohne deren Einverständnis. Dazu kommt, dass der – zwar recht generische – Name aus Stadt+Jobs+24 in vielen Städten bereits vom Wettbewerb genutzt wird (Stadt+Jobs.de). Ich sehe da eine ziemlich hohe juristische Brisanz ;-)



  7. A

    Liebe Konkurrenz,
    Vielen Dank für die schönen Worte.
    Bitte fokussiert euch aufs Geschäft!

  8. Pingback: Tirendo und mehr: Project A und European Media Holding flirten miteinander :: deutsche-startups.de



  9. claasen

    So, nun sind ein paar Monate um und es fällt auf, das die Kontaktseite “seltsam” aussieht. Sonst waren immer fotos der Regionalleiter und Telefonnumern zu ihnen vorhanden, nun gibt es nur noch eine allgemeine info@-Email. Wo sind die Mitarbeiter hin und wieso sind immernoch rund 90% der Anzeigen gescrappt? Darauf sollte man eher eine Antwort finden als unsachliche Kommentare von sich geben wie A 12.



  10. B

    gibts die noch?



  11. C

    In Hamburg derzeit (24.07.) 3197 Stellenanzeigen gelistet – davon 12 eigene Anzeigen. Der Rest (3185) kommt von echten Stellenbörsen. Auch fehlen auf der RegioJobs-Seite seit ein paar Wochen die früher üppig ausgeschriebenen Jobs…



  12. D

    mmh, was ist mit den anderen Städten? Was ist mit den großen Tönen? Was machen die hochgelobten Geschäftsführer und Ihr Verkaufsleiter Sebastian Gora? Wo ist da die Führungsstärke?



  13. C

    Sebastian Gora hat das Unternehmen bereits vor Wochen verlassen (Juni/Juli etwa). Seine Rolle sollte aber nicht überbewertet werden. In den anderen Städten – München ausgenommen – schaut es genauso aus, bzw. ist die Quote an eigenen Anzeigen noch niedriger (kleiner 1%, falls überhaupt eigene Anzeigen vorhanden). Was die hochgelobten Geschäftsführer machen? Hm, also ich weiß von einem aus erster Hand / aus erstem Ohr, dass er gut Klavier spielen kann… Wie war das noch mit dem Hochmut, der Arroganz und dem Fall?



  14. claasen

    Also der Kommentar von C am 25.Juli trifft den Nagel auf den Kopf. Übrigens, mein Lieblingszitat der Geschäftsführung: “Wir werden das neue FACEBOOK” Haha!



  15. Soso

    Herrlich! die anfängliche jugendliche Coolness hat wohl doch nicht so super funktioniert. Wieso ist denn der Herr Gora gegangen? dachte der rockt jetzt den Laden? das neue FB, da wär ich ja gern dabei… und ja, rechtlich gesehen sind die in einer dicken Grauzone unterwegs, das wissen die auch, interessiert die aber nicht.



  16. D

    So langsam wird’s wohl einsam in der Paul-Heyse-Straße im HQ. Schenkt man den Infos auf dem XING Profil von Herrn Bellmann glauben, dann arbeitet er nicht mehr bei dem Laden. Bzw. hat nie dort gearbeitet (alle zuvor im Profil vorhandenen Infos zu dem tollen Job bei RegioJobs sind nun verschwunden). Generell gönn’ ich ja jedem den Erfolg (entsprechend: Misserfolge tun mir leid), aber so arrogant, affektiert und überheblich wie die beiden Jungens zu Werke gegangen sind – da ist’s grad ned schad drum…



  17. Claas

    was wirklich traurig ist…., ist das niemand hier ernsthaft über den Misserfolg von Regio Flops überrascht ist. Ich kenne die Gründer persönlich und vor allem durch Möchtegern-Gora, weiss ich, wie man es nicht macht….



  18. D

    @Claas ich habe die drei mehrfach erlebt und kann Dir nur rechtgeben: Möchtegern trifft es schon ganz gut. Aber mal ehrlich: Dass die Idee ziemlich Banane ist, das war doch schon ganz am Anfang klar. Wieso Kuss da investiert hat, hat eigentlich keiner verstanden. Echte Stellenbörsen gibt es wie Sand am Meer (nicht umsonst heißt 1000stellenbörsen 1000stellenbörsen), darunter einige mit Flatrate. Wenn man nichts zur Differenzierung tut, kein Alleinstellungsmerkmal zu bieten hat, Anzeigen anderer Anbieter per Frame einbindet und dann noch mies “executed”, ja mei, dann braucht man kein Hellseher sein :-)



  19. Thomas P

    Knips – da gehen die Lichter aus. War wohl nix mit “Butter vom Brot holen”, “neuem Facebook” oder “Liebe Konkurrenz … Bitte fokussiert euch aufs Geschäft!”. Nachdem der letzte Jahresabschluss ein Defizit im mittleren 6-stelligen Euro Bereich ausweist, sind seit ein paar Tagen auch die Webseite des Ladens sowie die ganzen “Jobbörsen” offline. Schappppoooh Herr Bellmann, Herr Doktor Duvinage! Bei so viel Arroganz und Überheblichkeit der Protagonisten und vor dem Hintergrund der – fast ausschließlich – zusammengeklauten Stellenanzeigen aus anderen _echten_ Stellenbörsen, freue ich mich über das Ende von RegioJobs, äh RegioFlops (frei nach Claas, s.o.).

Aktuelle Meldungen

Alle