Casacanda richtet sich neu aus – Konkurrent Flavs geht an den Start

Bereits 100 Tage nach dem Start legt der Shoppingclub Casacanda (www.casacanda.de) einen umfangreichen Relaunch hin. Die Einkaufsplattform rund um das Thema Wohnen, die sich bisher recht bieder präsentierte (siehe unten), beweist nun Mut […]
Casacanda richtet sich neu aus – Konkurrent Flavs geht an den Start

Bereits 100 Tage nach dem Start legt der Shoppingclub Casacanda (www.casacanda.de) einen umfangreichen Relaunch hin. Die Einkaufsplattform rund um das Thema Wohnen, die sich bisher recht bieder präsentierte (siehe unten), beweist nun Mut zu knalligen, frischen Farben. Die optische Anpassung geht mit einer leichten Veränderung der Produktauswahl einher. Die Marschrichtung dabei lautet: Weg von grobigen Möbeln. Stattdessen will der Ableger des Inkubators Springstar seine Nutzer ab sofort mit modernen Designprodukten beglücken. Casacanda-Mitgründer Roman Kirsch erklärt diesen Strategiewechsel mit einer Auswertung der “bisher erfolgreichsten Kanpagnen”. Ansonsten ist Kirsch mit der bisherigen Entwicklung zufrieden: Rund 150.000 Mitglieder habe Casacanda momentan.

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Im Zuge der kleinen Neuausrichtung von Casacanda verschiebt sich auch die Zielgruppe des Shoppingclubs, welches bereits über 50 Mitarbeiter beschäftigt. Bisher waren laut Kirsch Onliner zwischen 40 und 60 Jahren die Zielgruppe. Mit der optischen Anpassung und dem Wechsel zu modernen Designprodukten schielen die Hauptstädter nun auf Onliner zwischen 30 und 40 Jahren. Wobei mit dem Relaunch keinesfalls alle bisherigen Produkte über Bord geworfen werden. “Zwischen 70 und 80 % der Produkte bleiben gleich”, sagt Kirsch. Durch die “frischere, dynamischere Präsentation” sollen die bisherigen Produkte die jungen Käufer offensichtlich besser schmackhaft gemacht werden. Zu guter Letzt senkt Casacanda noch die Versandkosten – von 6,95 Euro auf 4,95.

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Der Wettbewerb im noch jungen Segment der Shoppingclubs für Heim und Gasten zeigt somit offenbar schon Wirkung. Casacanda-Wettbewerber Westwing (www.westwing.de) ging quasi zeitgleich an den Start. Der Konkurrent mit dem schönen Namen positioniert sich als “Online Shopping Club für Home & Living”. Das Start-up verspricht seinen Nutzern “edle Wohnaccessoires und Möbel”. Optisch präsentiert sich Westwing eher sachlich, puristisch – wie Casacanda vor dem Relaunch. Auf Versandkosten verzichtet die Einkaufsplattform, die von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt), Christoph Janz, Klaus Neuhaus und Point Nine Capital unterstützt wird, momentan dagegen komplett.

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Wenn Casacanda seine neue Strategie mit Leben füllt, düften sich Casacanda und Westwing künftig deutlicher voneinander unterscheiden. Dafür hat Casacanda mit Flavs (www.flavs.de) einen neuen Konkurrenten. Der Shopping-Club für Design-Produkte ging vor wenigen Tagen an den Start. “Unser Ziel ist es schöne Dinge zugänglicher zu machen und deren Geschichte zu erzählen”, teilt das Münchner Start-up, dass von Roman Schulz geführt wird, mit. “Unsere Rabatte sind, im Gegensatz zu anderen Shoppingclubs, auf das Kennenlernen der Marke und der Produkte zurückzuführen und nicht auf reine Off-Season oder Restwaren. Daher sind auch die Kontingente viel begrenzter und exklusiver als man das bisher kennt”, erklärt Schulz das Konzept von Flavs. Zugang zum geschlossenen Shoppingclub Flavs ist nur über eine Einladung eines Mitglieds möglich. Leserinnen und Leser von deutsche-startups.de können sich jedoch mit dem Invite Code dsups32 bei Flavs anmelden.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.