Skurril: Bei MyOma stricken Omas Mützen, Handschuhe und Socken

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber definitiv keiner! Trotzdem ist das Konzept von MyOma (www.myoma.de) mehr als skurril. Bei MyOma “stricken Omis Deine ganz persönlichen Klamotten”. “MyOma ist ein sogenanntes Social Start-Up […]
Skurril: Bei MyOma stricken Omas Mützen, Handschuhe und Socken

Es klingt wie ein Aprilscherz, ist aber definitiv keiner! Trotzdem ist das Konzept von MyOma (www.myoma.de) mehr als skurril. Bei MyOma “stricken Omis Deine ganz persönlichen Klamotten”. “MyOma ist ein sogenanntes Social Start-Up welches jung und alt zusammenbringt – ob Mütze, XXL-Schal, Handschuhe oder Socken – Omis stricken für Dich in bester Merinowolle! Alles handgestrickt von echten Omis im Raum Nürnberg die dabei Spaß haben und noch was dazuverdienen! Die Designmuster kommen von einer Top-Designerin und die Omis stricken es dann in bester Wolle – nur für Dich”, heißt es auf der Website.

Auf der Facebook-Fanpage präsentiert MyOma-Gründerin Verena Röthlingshöfer, ansonsten PR-Beraterin, bereits ihre erste Oma, die für MyOma künftig strickt (siehe oben). Im Oktober soll der individuelle Strickdienst an den Start gehen – siehe Start-up-Radar. “Die Idee entstand im Urlaub, als ich einen Beitrag über strickende Omas gesehen habe”, sagt Röthlingshöfer gegenüber deutsche-startups.de. “Nachdem im Familien- und Freundeskreis alle diese Idee toll fanden, wurde die Lieblingsoma GmbH gegründet. Der größte Beweggrund für mich war der Kontakt mit den Omas. Der Aspekt hat mich von Anfang an fasziniert und vor allem auch die Frage, ob Omas denn wirklich bei so einem Projekt mitmachen würden.” Inzwischen freuen sich mehr als 30 Omas auf den Start des Strickdienstes.

Inforunde bei Kaffee und Kuchen

“Die meisten Omas habe ich über regionale Anzeigen in Wochenblättern gefunden. Da meine Eltern mich unterstützt haben, habe ich die Anzeigen hauptsächlich im Steigerwald in Mittelfranken geschaltet. Der Grund dafür war, dass mein Vater zu Beginn die Kurierfahrten übernehmen wird. Pro Anzeige haben sich circa 25 Omas gemeldet. Nach einer Infoveranstaltung für die Omas bei Kaffee und Kuchen waren fast alle bereit mitzumachen.” Die Kunden von MyOma erfahren künftig ganz genau, wer ihre Produkte strickt, denn jede Oma wird detailiert vorgestellt. Persönliche Grußkarten runden den persönlichen Strickservice ab. Sicherlich wird MyOma nicht das nächste Facebook und auch nicht das nächste DailyDeal.

Das sympathische Projekt wird aber garantiert der nächste Star in Sachen redaktioneller Berichterstattung. Die schreibenden Menschen im Lande stehen auf Unternehmen, die etwas handfestes produzieren. Zumal bei MyOma noch der soziale Aspekt und der Generationenbonus wirksam werden. Und gegen nette Omas kann nun wirklich niemand etwas haben. Und vielleicht kommt die Idee so gut an, dass künftig ganz viele Omas stricken – und wenn es ganz gut läuft, kann die MyOma-Macherin irgendwann ihre Kosten refinanzieren. Das sympathische Social-Start-Up hätte es verdient.

Im Fokus: Artikel über Start-ups, die demnächst starten, gibt es in unserem Start-up-Radar

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.