Wettstreit der Lieferdienste: Lieferheld.de zwängt sich in ein neues Cape

Im Wettstreit der Lieferdienste gibt Spätstarter Lieferheld.de (www.lieferheld.de) weiter Gas: Der Food-Delivery-Service aus dem Hause Team Europe Ventures (TEV), gönnt sich bereits wenige Monate nach dem offiziellen Start einen umfassenden Relaunch. Wobei die […]
Wettstreit der Lieferdienste: Lieferheld.de zwängt sich in ein neues Cape

Im Wettstreit der Lieferdienste gibt Spätstarter Lieferheld.de (www.lieferheld.de) weiter Gas: Der Food-Delivery-Service aus dem Hause Team Europe Ventures (TEV), gönnt sich bereits wenige Monate nach dem offiziellen Start einen umfassenden Relaunch. Wobei die Lieferheld.de-Mannschaft sicherlich eher von einem neuen Heldencape sprechen würde. Neben einem neuen Design gönnten sich die Berliner auch eine neue Suchfunktion und einen neuen Kundenbereich. In diesem finden Nutzer nun “zahlreiche nützliche Funktionen”. Im Unternehmensblog heißt es dazu: “So könnt ihr fortan zum Beispiel mit nur einem Klick auf eure zuletzt getätigten Bestellungen zugreifen und diese direkt erneut ordern. Außerdem könnt ihr eigene Favoriten anlegen und verschiedene Lieferadressen verwalten.” Im Vergleich zur ersten Lieferheld.de-Version ein Meilenstein – nicht nur optisch.

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Während andere Start-ups monatelang am richtigen Logo, an einem ansprechenden Design für die Website und allen möglichen wichtigen Funktionen rumbasteln, fährt man bei Lieferheld.de somit die Methode “Work in progress”. Im wettbewerbstarken Umfeld war es der Mannschaft und den Investoren offenbar wichtiger so schnell wie möglich online zu gehen. Wenn es sein muss, zur Not auch als gigantische Kopie von mjam.net. Wofür das Start-up zum Start viel Kritik einstecken musste. Der Tenor der Macher war offenbar: Für ein ordentliches Logo (kürzlich eingeführt) und eine vorzeigbare Optik ist später immer noch Zeit! Inzwischen hat Lieferheld.de zumindest ein eigenständiges Erscheinungsbild. Auch die Abdeckung von Lieferheld.de ist inzwischen vorzeigbar – die Liste auf der Website umfasst momentan 21 Städte. Ob man nun deswegen nicht mehr beim Marktführer Pizza.de bestellt, der Lieferheld.de schon in Sachen kopierter Speisekarten belangte, muss sich erst noch zeigen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.