Mit Loved.by werden Produktempfehlungen zum Nebenverdienst

Empfehlungshandel ist eine zwiespältige Angelegenheit: Die Idee passt perfekt zu unseren sozial-orientierten Netzgewohnheiten, bringt aber auch eine Verquickung von Geschäft und Freundschaft mit sich, die vielen unangenehm ist. Lars Hinrichs und sein Inkubator […]
Mit Loved.by werden Produktempfehlungen zum Nebenverdienst

Empfehlungshandel ist eine zwiespältige Angelegenheit: Die Idee passt perfekt zu unseren sozial-orientierten Netzgewohnheiten, bringt aber auch eine Verquickung von Geschäft und Freundschaft mit sich, die vielen unangenehm ist. Lars Hinrichs und sein Inkubator HackFwd, der im Sommer dieses Jahres an den Start ging, glauben trotzdem an das Prinzip und unterstützen mit Loved.by (www.loved.by) ein Start-up, das Nutzern Geld für soziale Produktempfehlungen anbietet. Bei der Investition von 141.000 Euro handelt es sich um das zweite HackFwd-Projekt, zuvor hatte der Inkubator unter anderem bereits TheDeadline (www.the-deadline.com), ein Todo-Management-System, angeschoben.

Wer Produktlinks über Loved.by veröffentlicht, erhält 75 % von der Belohnung, die der Online-Shop für die daraus erzielten Umsätze ausschüttet. Die restlichen 25 % gehen an Loved.by. Beachtlich: Das Netzwerk umfasst schon über 10.000 Partnershops. Nutzer können ihre Produktempfehlungen über ein Formular abgeben oder auch per Bookmarklet oder Facebook-App. Ob HackFwd bei der Unterstützung von Loved.by seinem hehren Vorsatz, ausschließlich in neuartige Ideen zu investieren, gerecht wird, wird derzeit viel diskutiert: Schließlich kann man bei Bee5.de (www.bee5.de) schon seit Herbst 2008 Geld über Empfehlungsmarketing verdienen. Aber immerhin ist auch dieses Start-up ein deutsches Unternehmen und somit kann zumindest der Vorwurf, mal wieder einen Blick nach Übersee getätigt zu haben, beiseite geschoben werden. Lediglich das altbekannte Social Shopping-Problem bleibt bestehen: die Glaubwürdigkeit von bezahlten Produktempfehlungen.

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* Lars Hinrichs startet HackFwd

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Ich finde die Entwicklung solcher Projekte sehr interessant! Bin mal gespannt wie weit es loved.by bringen wird. Aber eins ist mir direkt als Art Director aufgefallen :-) das Logo hat eine grosse Ähnlichkeit mit http://blog.unitedprototype.com – wer von wem etwas abgeschaut hat, kann ich nicht beurteilen :-)



  2. Michael

    In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Anbieter die 100% Cash Back auszahlen. Auch bei Empfehlungen, z.B. über paytip, sind 100% möglich. Ich glaube nicht an einen Erfolg…

  3. Ich habs mir grad mal angeschaut, einfach gute Ladezeiten und Deeplinks in Windeseile erstellen.
    Jedoch (noch) nicht annähernd so gut wie Bee5, allein schon die Statistiken von Loved.by sind etwas schwach. Für einen kleinen Nebenverdienst sicher okay aber sobald man etwas mehr verdienen möchte, möchte man auch etwas detailiertere Statistiken haben. Derzeit zumindest keine Konkurrenz für Bee5.



  4. Stephan

    Ich denke nicht, dass Empfehlungshandel in sozialen Netzwerken funktioniert. Das “vertrauenswürdige” an Empfehlungen von Freunden und Bekannten ist doch gerade, dass sie KEIN ökonomisches Eigeninteresse daran haben.
    Wenn ich eine Produktempfehlung über ein Social Network bekomme UND über eine App bekomme, schau ich ganz genau hin. Wenn ich dann rausfinde, dass der Empfehler Geld verdient, ists um die Vertrauensgrundlage absolut geschehen.



  5. Andreas

    Mich würde mal interessieren wie die auf 10.000 Shops kommen? Mal auf die Schnelle überschlagen komme ich lt. derer Shopliste auf maximal 7.000 Shops – wobei da dann auch wirklich ALLES drinnen ist – jede Menge ausländische Shops, Gewinnspiel- und Umfrage-Kampagnen und jede Menge Dubletten da einige Shops in mehreren Kategorien gelistet sind UND auch noch mehrfach vorkommen. Einfach mal nach OTTO, Neckermann oder zooplus suchen. Fast alle großen Shops kommen doppelt vor.

    Von daher sollte es im Artikel eher heissen: “Das Netzwerk WÜNSCHT sich über 10.000 Partnershops”.



  6. Michael

    Die haben einfach die Schnittstelle von den ganzen Affiliate Programmen angezapft. Mehr Schein als sein.

  7. nix mit Love …
    per 18.05.2011 scheinen die 141k schon verbrannt worden zu sein.
    Es gibt eine weisse Seite mit englischem Hinweis das man temporär nicht erreichbar sei und einer Link-Umleitung in die Untiefen von amazon-webservices. **… haben Keine Geduld diese jungen Leute …
    Diese Deadline-site ist eine in wüstem denglisch verfasste Anwendung auf Basis von google Diensten. (Quelle: der blog-Link)
    Die Funktionalität gehört in CRM Systeme oder in outlook.
    Die Zielgruppe dafür ist mir völlig unklar.
    Noch einige Anmerkungen zu Produktempfehlungen im web.
    “Mit guten Freunden macht man keine Geschäfte” ist ein kaufmännischer Grundsatz der älter ist als das Internet. Die Freunde kommen sich missbraucht vor wenn man versucht ihnen was aufzudrängeln was sie garnicht brauchen. Das heisst im Tagesgeschäft: Produktempfehlungen schreiben; ja, gerne ABER dann so veröffentlichen das die Leute die entsprechnde Gegenstände oder Problemlösungen suchen selber zur Produktempfehlung finden. Wenn dann ein Kauf ausgelöst wird hat der Affilliate seinen stornofreien Anteil am Umsatz redlich verdient.
    Ein weiteres Problem ist das generelle Nutzerverhalten im deutschen Web. lt. einer Studie von bitkom nutzen nur ca. 10 % aller User Blogs oder ähnliches. Die höchsten Zugriffszahlen haben websites von TV-Sendern gefolgt von Zeitungen. Wenn dann noch 6stellige Werbeetats dazu genutzt werden den geneigten web-Nutzer jeden Tag per TV anzubrüllen damit er gefälligst nur noch eine Domain zum Einkauf überteuerter Kleidung nutzt dann muss man sich nicht wundern das der wirkliche Informationswert von Produktempfehlungen in der Masse hinten runterfällt.

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