sellaband – Zukunft gesichert

Die ins Straucheln geratene Talent-Schmiede SellaBand (www.sellaband.com) ist gerettet – in der vergangenen Woche hatten wir schon kurz drüber berichtet, nun alle Details. Einige ungenannte Investoren um Michael Bogatzki, Geschäftsführer der Musikagentur Make […]
sellaband – Zukunft gesichert

Die ins Straucheln geratene Talent-Schmiede SellaBand (www.sellaband.com) ist gerettet – in der vergangenen Woche hatten wir schon kurz drüber berichtet, nun alle Details. Einige ungenannte Investoren um Michael Bogatzki, Geschäftsführer der Musikagentur Make Music, haben das Start-up übernommen – künftig wird sellaband von der Münchner neu gegründeten SellaBand GmbH betrieben. Der Standort Amsterdam bleibt ebenfalls erhalten. “sellaband ist eine einzigartige Musikfinanzierungsplattform, bei der die Fans über den Erfolg entscheiden und damit talentierten Newcomern völlig neue Chancen eröffnen. Durch die emotionale Bindung und das finanzielle Engagement der Unterstützer besteht schon zum Start einer Veröffentlichung eine starke Fanbasis, die andere Künstler erst gewinnen müssen. Das ist vor allem für das immer wichtigere Marketing in sozialen Netzwerken ein entscheidender Vorteil”, sagt Bogatzki zur Übernahme.

Über SellaBand können sich Künstler und Bands präsentieren und darauf hoffen, dass Musikfans sie finanziell unterstützen. Wenn 5.000 Leute an die Band glauben und jeweils 10 Dollar bzw. in Deutschland 10 Euro investieren, dürfen die Künstler ein Album in einem professionellen Studio aufnehmen. Die Privatinvestoren bekommen die produzierte CD kostenlos und werden zudem an den Werbeeinnahmen der Website beteiligt. Auf dieser werden die produzierten Songs kostenlos angeboten. Die produzierte CD hingegen kann jeder kaufen. 46 Bands aus 13 Ländern haben das gesetzte Finanzerungsziel bisher erreicht, 34 Alben wurden herausgebracht.

“Deutschland ist für sellaBand ein wichtiger Markt”

Insgesamt haben die User der Website über 3 Millionen US-Dollar in die unabhängigen Musiker investiert. Ein Konzept, dass unter anderem den Risikokapitalgeber Prime Technology Ventures überzeugte, der rund 5 Millionen US-Dollar in sellaband investierte. Im Sommer des vergangenen Jahres ging eine deutsche Version von sellaband online – diese ist merkwürdigerweise inzwischen aber Geschichte. Der Neustart soll Mitte dieses Jahres geschehen. “Deutschland ist für sellaBand ein wichtiger Markt, den wir gezielt angehen”, sagt Bogatzki. “Aber auch inanderen Ländern wollen wir mit Country-Managern die Marktdurchdringung schrittweise verbessern”. Hoffentlich nun mit dauerhaftem Erfolg.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.