Frische Zahlen zu den Groupon-Diensten: CityDeal deutlich vor Konkurrent DailyDeal

Wie der Blick auf die Zahlen des Google-Research-Tools Doubleclick Ad Planner vor wenigen Tagen zeigte, nehmen die Groupon-Dienste CityDeal (www.citydeal.de) und DailyDeal (www.dailydeal.de) langsam Fahrt auf. CityDeal wuchs von Januar auf Februar um […]

Wie der Blick auf die Zahlen des Google-Research-Tools Doubleclick Ad Planner vor wenigen Tagen zeigte, nehmen die Groupon-Dienste CityDeal (www.citydeal.de) und DailyDeal (www.dailydeal.de) langsam Fahrt auf. CityDeal wuchs von Januar auf Februar um mehr als 1.000 % –  auf jetzt 390.000 Unique User. DailyDeal legte immerhin noch um 137,5 % zu – jetzt 76.000 Unique User. Die Nielsen-Zahlen untermauern den rasanten Kurs von CityDeal. Der Marktforscher bescheinigt der vor wenigen Wochen gestarteten Groupon-Adaption aus dem Hause Rocket Internet, dem Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt), im Februar stattliche 633.000 Unique Visitors.

Konkurrent DailyDeal kommt auf 61.000 Unique Visitors. Somit erreichte CityDeal im kurzen Februar laut Nielsen zehnmal mehr Nutzer als DailyDeal. Zahlen aus dem Januar liegen uns leider nicht vor, weswegen ein Vergleich mit den Vormonatszahlen nicht möglich ist. Bei bei Anbietern dürften die Nutzerzahlen jedoch deutlich kleiner gewesen sein. Ebenfalls von Nielsen erfasst wurde im vergangenen Monat cooledeals (www.cooledeals.de) mit 44.000 Unique Visitors. Zu allen anderen Groupon-Dienste liefert Nielsen keine Daten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Dailydeal versucht grad wieder Boden gut zu machen mit einer McDonalds Gutscheinaktion :) Wirklich spannend, Dailydeal und citydeal sind sehr “engagiert”…



  2. Dieter Müller

    Ich warte dann mal auf die Umsatz und Gewinnzahlen, alles andere ist wie ein Kinobesuch mit ner Tüte Popcorn ;-)



  3. Arnold

    Dieses “Wachstumsmodell” ist wirklich sehr spannend. Wer von den Anbietern mehr Geld in die Luft schießen kann wird es gewinnen. ;)

    Die Messung der Unique Visitor auf einer solchen Seite zeigt einmal mehr, wie schlecht die Messung von Werbemaßnahmen im Internet ist. Weder Citydeal noch Dailydeal haben wirklich flächendeckend interessante Angebote zu bieten und die Abverkaufszahlen der einzelnen Deals sind als sehr gering zu bezeichnen.

    Da “helfen” auch keine Deals am Rande der Legalität, wie MC Donaldsgutschein, Kinogutscheine oder Starbucks-Angebote. Diese Deals sind keine Deals der entsprechenden Partner, sondern eingekaufte Gutscheine der Anbieter, die – meiner Meinung nach rechtswidrig – als Gutscheinangebote angepriesen werden. Es wäre sehr interessant zu wissen, ob die entsprechenden Anbieter gegen diese unlautere Nutzung ihrer Marke und ihres Namens schon rechtliche Schritte eingeleitet haben. Ich würde dies tun, wenn ich eine Marke zu vertreten hätte, die durch diese Nutzung zur “Billig”Marke wird.

    Des weiteren ist das Konzept als solches anzuzweifeln, da es keine Neukunden generiert, sondern nur Leute die die Angebote eh nutzen würden eine Preisersparnis bringt. Eine normale kaufmännische Regel besagt, dass ein Angebot immer so viel wert ist, wie Menschen dafür bereit sind zu zahlen. Und wenn es bei den täglichen Angeboten tatsächlich Rabatte geben muss, dann sind diese eben auch nicht mehr wert. Oder wer von Euch hat Interesse quer durch Berlin zu einem unbekannten Restaurant zu fahren um dort 10 Euro zu sparen?

    Mal sehen wie die “Schlacht” weitergeht. Wenn die Samwers ihre Möglichkeiten nutzen und noch ein bißchen Geld hinterherschießen wird zumindest die Munition nicht alle und wir erhalten interessante Neukunden-Deals – vielleicht mal ein Gutschein von “Gucci”, da würden die Unique Visitor auf jeden Fall durch die Decke gehen. :)

    Ach ja, ich gebe zu: Ich habe mich inzwischen auch schon für jeden dieser Werbedeals als Neukunde registriert, denn auch ich finde es gut in ein Kino für ein Euro gehen zu können, für das ich sonst mindestens 7 Euro zahlen muss. Ich fange nur langsam an, bei den vielen Accounts nicht mehr durchzusehen. Aber heute habe ich herausgefunden, dass man sich auch wieder abmelden kann. Ein Hoch auf diese Art der nachhaltigen Kundengewinnung. ;)



  4. Tom

    Ich weiss nicht, an mir geht der Hype komplett vorbei, habe noch nicht einmal Werbung von einem der Dienste gesehen!? Nur, dass die @abendzeitung einen der Dienste am Samstag in der Zeitung hatte!

  5. @Alex:

    Cinemaxx war bei uns (DD) definitiv KEINE Aktion am Rande der Legalität, sondern ein offizieller Deal mit Cinemaxx. Hättest du den Deal mal bestellt, dann hättest du gesehen, dass deren Kinogutscheine mit DailyDeal cobranded sind ;)

    Starbucks war sowohl bei CD als auch bei DD “Guerillia”, aber das heißt nicht, dass das immer so läuft.

  6. Kann nur noch eine Frage von Monaten sein bis Citydeal mal wieder frisches Geld braucht. Unglaublich was da ausgegeben wird.



  7. Alex Müller

    @Johann:

    Vielen Dank für die kurze Stellungnahme. Den CinemaxX-Deal habe ich nicht bestellt, weil der Deal des Konkurrenten mit CineStar für mich attraktiver war.

    Zum Thema “guerillia” würde ich schon gerne mal Maus sein und verstehen, ob da noch was Rechtliches hinterherkommt.

    Ich wünsche jedem Gründer Erfolg und finde grundsätzlich den Gedanken mit einem eigenen Geschäftsmodell erfolgreich zu sein mehr als spannend.

    Für mich bleibt nur die Frage wie das Geschäftsmodell langfristig, und damit meine ich mehr als 2 Jahre, interessant für Kunden bleiben soll. Für Anbieter ist es dann interessant, wenn sie eh nichts mehr zu verlieren haben, will sagen das Geschäft schlecht läuft und man sich durch Rabatte nichts kaputt machen kann.

    CinemaxX ist für diese Art der Anbieter auch ein entsprechendes Beispiel. Allein in Berlin mussten sie ihr Kinoangebot stark reduzieren, weil sie am Markt nicht mehr konkurrenzfähig waren.

    Aber ich gehe zu, ich sehe in der Öffnung des alten Gutschein-Marktes in den “neuen” Vertriebskanal Internet eine riesige Change. Mit Sicherheit wird es jetzt schon Menschen geben, die an nachhaltigen Modellen arbeiten, die mehr als “nur” den rabattierten Ausverkauf von marktschwachen Anbietern bereitstellen.

    Es wird sich viel drehen und es wird gut für die Kunden und für die Anbieter. Aber ich gebe den Gründern von Citydeal etc. in einem Punkt Recht. Ausverkäufe wird es immer geben. Warum damit nicht auch schnell eine Mark (reps. Euro) verdienen. :)

    Gabs schon Post von Starbucks?



  8. J

    citydeal hat nur die nase vor, weil sie die guten deals nur für neukunden anbieten (aral, cinestar, uci und mcdonalds).

    so wird der kunde genötigt neue accounts für die ganze familie, die haustiere usw zu erstellen.

    ich schätze die realen userzahlen bei citydeal auf max. 150k. ich kenne leute die sind zB 25mal als “unique” Kunde bei Citydeal!



  9. Thomas

    Ich bin etwas perplex über das Posting von Alex Müller:

    1) Einerseits kritisiert er zB die Starbucks-Aktion als “am Rande der Legalität” – wobei dies zu prüfen wäre. Man kann hier markenrechtliche Probleme und evtl aus UWG sehen, Problematischer als die Smart- Fernsehwerbung (www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,681734,00.html) ist es aber sicher nicht.

    2) Anderseits gibt er offen zu, “mehrere Accounts” angelegt zu haben um an Neukundenaktionen mehrfach teilzunehmen. Das ist nicht nur “am Rande der Illegalität” sondern erfüllt den Betrugstatbestand ganz eindeutig (Vorspiegelung falscher Tatsachen [+], Irrtum hervorgerufen [+], Vermögensverfügung [+], Schaden [+], Vorsatz [+], Rechtswidrig, Schuldhaft [+])!

    Vielleicht habe ich das Posting falsch verstanden. Wenn nicht, finde ich das ziemlich hart.

  10. Wann

    werden wieder Startups in der Mehrheit sein, die von Beginn an auf einem soliden Geschäftsmodell aufbauen, die es nicht nötig haben, künstliche “Nachfrage” bzw Pseudonachfrage zu erzeugen,

    wann wird es wieder soweit sein, dass Investoren nicht nur in Monaten sondern in Jahren denken und eine gute Rendite erwarten … und nicht einen monströsen Exit, womit dann der Käufer in der Regel die A-Karte gezogen hat.

    Ja wann … erst dann, wenn solche Konzepte keinen Gewinn mehr versprechen. Leider ist es ja nunmal so, dass 1. der Konsument, statistisch gesehen, in eine beliebige Richtung und manipulativ beeinflusst werden kann und somit sogar das verrückteste sich nicht selbst tragende Konzept durch ständige Wiederholung etabliert werden kann (zumindest so lange gepusht wird) und 2. der schnelle Gewinn lockt wie eine drehende und glitzernde Roulettscheibe.

    Schade … Wir selbst sind über den Punkt hinaus, überhaupt noch über VC nachzudenken, allenfalls als eine seriöse langjährige stille Beteiligung. Etwas anders würde ich in meinen Laden nicht hineinlassen.

    Das ist aber “altes Kaufmannsdenken”. Früher hätte ein Kaufmann nie jemanden in seine Firma, sein Projekt, sein “Leben” gelassen. Eben nur als stille Beteiligung … oder um nicht zu ertrinken.

    beste Grüße in die junge Startup-Runde :) …

    Huibert

  11. Ich find Citydeal echt ganz gut und nehm die subventionierten Gutscheine gerne. Was mir nur etwas sauer aufstößt: Wir haben in Deutschland jetzt auch Klone von TechCrunch die über die ganzen anderen Klone berichten. Nur sind die gleichen Leute die an TechCrunch beteiligt sind, auch an anderen Klonen beteiligt. Und das führt dann dazu das hier mit den Adplanner-Zahlen der “Siegeszug” von Citydeal verkündet wird und bei “Gründerszene” wird die Validität der Zahlen angezweifelt. Ich würde mir einen neutralen TechCrunch Klon für Deutschland wünschen. Vielleicht muss man den ja selbst gründen…

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