wooga erobert die VZ-Familie – Applikationen bei studiVZ und Co.

Vor einem Monat öffnete sich die dreiköpfige VZ-Familie für externe Applikationen. Die unzähligen Nutzer von studiVZ (www.studivz.net), schülerVZ (www.schuelervz.net) und meinVZ (www.meinvz.net) können sich seitdem mit einigen Spiel- und Spaß-Anwendungen die Zeit vertreiben. […]
wooga erobert die VZ-Familie – Applikationen bei studiVZ und Co.

Vor einem Monat öffnete sich die dreiköpfige VZ-Familie für externe Applikationen. Die unzähligen Nutzer von studiVZ (www.studivz.net), schülerVZ (www.schuelervz.net) und meinVZ (www.meinvz.net) können sich seitdem mit einigen Spiel- und Spaß-Anwendungen die Zeit vertreiben. Bei allen drei VZ-Ablegern buhlen momentan 25 Applikationen um die Gunst der Nutzer – darunter die Spieleschmiede wooga (www.wooga.net) mit ihrem Erfolgsspiel Brain Buddies, der Lieferdienst Pizza.de (www.pizza.de) und der Spendensammeldienst Spendino (www.spendino.de). Nicht alle Anwendungen sind auf allen drei VZ-Plattformen verfügbar. Bei meinVZ beispielsweise haben die Nutzer die Wahl zwischen 22 Applikationen. Die jungen User bei schülerVZ können dagegen nur aus 10 Anwendungen wählen.

Leider erschwert die VZ-Gruppe eine Erfolgsauswertung der jeweiligen Applikationen durch eine getrennte Ausweisung der Nutzerzahlen für alle drei Netzwerke. Dank einer exklusiven Exceltabelle, die deutsche-startups.de vorliegt, lässt sich die Gesamtheit aller Nutzer für jede der 25 Anwendungen, dennoch ermitteln. Der ungeschlagene Hit in den VZ-Netzwerken ist demnach das wooga-Spiel Brain Buddies. Knapp 1,2 Millionen VZ-Nutzer zog das amüsante Spiel bisher in den Bann. Seit dem Startschuss für Applikationen in den drei VZ-Netzwerken Anfang Dezember installierten die Nutzer bisher 3,4 Millionen Anwendungen. Der Anteil von Brain Buddies daran beträgt stattliche 34 %. Runtergebrochen auf das Segment Spiele beträgt der Anteil von Brain Buddies sogar 66 %. Am besten kommt das Spiel bei den schülerVZ-Usern an – über eine halbe Million Nutzer haben die Anwendung schon ausprobiert. “Wir sind extrem froh über den Riesenerfolg von Brain Buddies bei den drei VZ-Netzwerken”, sagt wooga-Gründer Jens Begemann gegenüber deutsche-startups.de. Wie viele der VZ-Nutzer Brain Buddies tatsächlich aktiv nutzen, lässt sich anhand der Zahlen selbstverständlich nicht sagen. Begemann verweist allerdings auf die enorme Aktivität der VZ-User: “Pro Nutzer kommen wir auf über eine Stunde Spielzeit”.

Drei weitere wooga-Spiele sind in Planung

Die Spieleschmiede wooga, bei der studiVZ-Eigner Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt) und Balderton Capital investiert sind, erblickte im Juli des vergangenen Jahres das Licht der Welt. Zunächst eroberte das Berliner Start-up mit seinem bisher einzigen Spiel Brain Buddies das US-Netzwerk Facebook im Sturm. In verschiedenen Spielchen können sich die Nutzer des sozialen Netzwerkes seitdem mit ihren Freunden messen. Aktuell beträgt die Zahl der Monthly Active User knapp 3 Millionen. Damit hat Brain Buddies allerdings zuletzt mehrere Millionen Nutzer verloren. Mit neuen Features will Begemann diese User schon wieder zurückgewinnen. Daneben bastelt das 25-köpfige Team an drei weiteren Spielen. Der nächste wooga-Streich soll im Februar an den Start gehen. Die weiteren Spiele sind für das Frühjahr und den Sommer geplant. Damit die Expansion nicht ins Stocken gerät sucht das Start-up weiter Verstärkung – vor allem Software-Entwickler und Flash-Programmierer. Kapital für diese Expansionspläne sollten die wooga-Macher noch reichlich haben, erst im November sackte das Start-up in einer Finanzierungsrunde imposante 5 Millionen Euro Risikokapital ein. Langfristig soll sich wooga über den Verkauf von virtuellen Gütern und Premiumaccounts finanzieren. Im ersten Spiel Brain Buddies war davon noch nichts zu sehen. Das gut gemachte Premierenspiel ist vielmehr Werbung in eigener Sache. Die Millionen Nutzer – allein bei Facebook haben bisher über 10 Millionen User das Spiel ausprobiert, sind schon einmal eine gute Basis für alle kommenden Spiele.

Vor allem bei schülerVZ boomen die Applikationen

Neben Brain Buddies stehen die Applikation der Lehrerbewertungsplattform spickmich.de (www.spickmich.de), das Musikprogramm von Putpat.tv (www.putpat.tv) und das Spiel Turtle Squad aus dem Hause Plinga (www.plinga.com) bei den VZ-Nutzern hoch im Kurs. Wobei die spickmich-Applikation “Benote deine Lehrer”, die von über 400.000 Nutzern installiert wurde, nur bei schülerVZ verfügbar ist. Insgesamt kommen die Anwendungen bei den schülerVZ-User am besten an: Von den rund 3,4 Millionen installierten Applikation entfallen imposante 1,7 Millionen installierte Anwendungen auf das Schüler-Netzwerk. Wer die VZ-Familie ähnlich wie wooga im Sturm erobern möchte, sollte offenbar auf junge Nutzer als Zielgruppe setzen. Erwachsene Themen wie der Spendensammeldienst spendino haben es in der VZ-Gruppe dagegen schwer: Unterm Strich stehen bei der Applikation des Start-ups, die bei studiVZ und meinVZ verfügbar ist, nur rund 3.600 Nutzer.

Die fünfzehn erfolgreichten Applikationen bei studiVZ und Co. *

Name Nutzer
1.
Brain Buddies / wooga 1.170.753
2.
Benote deine Lehrer / spickmich 401.276
3.
Röhre / putpat 324.259
4.
Turtle Squad / Plinga 249.179
5.
mein Klub / Bild.de 243.933
6.
Nikefootball 180.799
7.
FunCards / Plinga 151.548
8. MikeStar 116.030
9.
stern.de 107.887
10.
Wolles Doppelkopf / Extrajetzt 81.573
11.
Zeit Online 66.608
12.
wobbixQuiz / Quiz-Fabrik 51.218
13.
11 Freunde 47.401
14.
Steereo 44.425
15.
QuizHero / Hypnocode
41.028

* Quelle: Angaben bei schülerVZ, studiVZ und meinVZ. Stand: 7. Januar, 16 Uhr

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. theRiddler

    Tja. Wenn die Konkurrenz so schwach ist ist das kein Wunder. Das man seine Zeit sinnvoller nutzen kann muss ich hier ja nicht betonen. Nach wie vor kann ich mir einfach nicht vorstellen wer für nen “Causal Game” eventuell Goodies kaufen soll.

  3. Vorsicht!, nicht von sich auf den Markt schließen. ;)

  4. Weil keiner “Goodies” in Casual Games kaufen bekommt Zynga auch 180 Millionen Investment und (
    http://www.gamesindustry.biz/articles/zynga-raises-investment-of-USD180-million ) macht 300 Millionen Revenue mit 561 Mitarbeitern (http://blogs.reuters.com/mediafile/2009/12/17/facebook-nearing-1-billion-revenue-run-rate-zynga-revenue-triples/)…



  5. theRiddler

    @Nico, ja du hast recht das sollte man nicht zwingend tun.

    @Tobias, okay. Na wenn das so ist erkläre ich mich für geschlagen und werde meinen Senf zu “Causal Gaming” zukünftig für mich behalten und meine Umwelt für bekloppt erklären.

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