Zuwachs bei Tape.tv

Im Juli 2008 ging der Web-Musikfernsehsender tape.tv (www.tape.tv) online. Kürzlich brachte das Berliner Start-up, bei dem Zuschauer ihr eigenes Musikfernsehen bestimmen, eine neue Version heraus und holte sich einen weiteren Gesellschafter ins Boot: […]
Zuwachs bei Tape.tv

Im Juli 2008 ging der Web-Musikfernsehsender tape.tv (www.tape.tv) online. Kürzlich brachte das Berliner Start-up, bei dem Zuschauer ihr eigenes Musikfernsehen bestimmen, eine neue Version heraus und holte sich einen weiteren Gesellschafter ins Boot: Lars Dittrich, Gründer der Dug Telecom und ehemaliger Debitel-Vorstand, ist nun als Aktionär und Aufsichtsratsvorsitzender dabei. “Mit Lars Dittrich bekommt tape.tv einen ausgewiesenen Sparringspartner und Marktexperten, um die Weichen für langfristiges Wachstum zu stellen. Er weiß, was es heißt, ein Unternehmen aufzubauen und als Marktführer zu etablieren”, freut sich Mitgründer Conrad Fritzsch, der zusammen mit Stephanie Renner das Unternehmen leitet. Aktuell versorgt tape.tv eigenen Angaben zufolge 700.000 monatliche Unique Users, die eine durchschnittlichen Verweildauer von knapp 30 Minuten aufweisen, mit etwa 20.000 Musikvideos. Damit decke man rund 80 % des relevanten deutschen Musikvideomarktes ab. Die IVW zählte im November 1.045.243 Visits bei Tape.tv.

Inhaltlich grenze man sich klar ab von den klassischen Musikfernsehsendern, die “auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Musikgeschmack, Klingeltönen und Datingshows” ihr Profil verloren haben. “Für das Fernsehen besteht die Krux heute darin, immer komplexer werdende Mediennutzungsverhalten in konvergierenden Medienmärkten abzubilden”, sagt Fritzsch. Doch auch eine bloße Musikdatenbank wolle man nicht sein sondern eine eigene Online-Community etablieren. Deshalb setzt tape.tv auf zahlreiche strategische Kooperationspartner, zu denen beispielsweise bild.de, Bravo, Radio Fritz, stern.de und Yahoo Musik gehören. “Mit jedem Kooperationspartner ist tape.tv ein Stück mehr in der jeweiligen Zielgruppe verankert – und wird damit immer mehr Teil der Online-Kommunikation.” Einen Schwerpunkt setzt das Unternehmen außerdem auf die Themen “Bewegtbildwerbung” und “Markenbildung”, denn man müsse den Werbetreibenden schließlich Perspektiven jenseits von Bannern und Pre-Rolls bieten. Laut Fritzsch steckt das Entertainment Branding immer noch in den Kinderschuhen und auch die Werbung nutze längst nicht alle Möglichkeiten des Internetzeitalters. Tape.tv könne diese Lücke schließen, weil das Unternehmen “für neue und innovative Werbeformate die entsprechende Werbefläche, Reichweite und Zielgruppe” biete. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Musiksender längerfristig gegen Konkurrenten wie QTom (www.qtom.tv) und Putpat.tv (www.putpat.tv) durchsetzen wird. In der verbersserten Version bietet Tape.tv zumindest einige Möglichkeiten mehr, sein persönliches Musikprogramm zu konfigurieren.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Pingback: Tweets die Zuwachs bei Tape.tv :: deutsche-startups.de erwähnt -- Topsy.com

  2. Warten wir ab, bis das investierte Geld zur Neige geht und Tape.tv die Garantiezahlungen an Universal und Co. nicht mehr bedienen kann.
    Man braucht keinen Einstein sein, um zu berechnen, dass sich Musik-Video online wegen der hohen Drittkosten (Label/Streaming/GEMA) nicht lohnt.



  3. Stefan

    Naja, die IVW-Zahlen hören sich ja auf den ersten Blick recht erfreulich an – aber leider nur auf den ersten Blick, weil eine Vielzahl der User via Quasi-Forced Klicks über Bannerkampagnen kommen – die zum Teil gezielt auf die jeweiligen Aktionsseiten der Werbepartner gelenkt werden..

    So werden aus 1000 Klicks für wenige Euro mal schnell ein Premium TKP gemacht – aber das scheint ja leider bei Web2.0 Unternehmen “normal” zu sein, dass mal die Zahlen etwas nach oben poliert werden. In diesem Fall sollte man sich aber mal die Frage stellen, ob man die Werbekunden nicht betrügt, wenn man den Traffic einfach durchleitet über fragwürdige Forced-Klicks.

    Ich finde das Projekt Save.tv recht cool gemacht und würde mir wünschen, dass man ohne solche Methoden versucht erfolgreich zu sein

  4. Pingback: Höhenflug: Web-Musiksender tape.tv wächst rasant :: deutsche-startups.de

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