studilux wird degradiert – Gründer starten Konzeptagentur

Manchmal ist es besser, die Reißleine zu ziehen und sich umzuorientieren, wenn es nicht läuft wie erwartet. Benjamin Breuer und Sabrina Zurwesten, die Macher des Studienfinanzierungsvergleich studilux (www.studilux.de) machen dies. “Nach zwei Jahren […]
studilux wird degradiert – Gründer starten Konzeptagentur

Manchmal ist es besser, die Reißleine zu ziehen und sich umzuorientieren, wenn es nicht läuft wie erwartet. Benjamin Breuer und Sabrina Zurwesten, die Macher des Studienfinanzierungsvergleich studilux (www.studilux.de) machen dies. “Nach zwei Jahren wird aus der studilux GmbH die Kamikaze Munich GmbH”, teilen die sympathischen Gründer per Mail mit. Das im vergangenen Jahr gestartete Start-up wandelt sich damit zu einer Konzept-Agentur. Die studentische Plattform studilux wird damit degradiert und ist ab sofort nur noch ein Baustein des neuformierten Unternehmens. Kamikaze Munich versucht sich daneben mit der “Gesamtkonzeption einer Internetpräsens inklusive Programmierung, Design und Positionierung im Web bis hin zu Offline-Services wie Fotografie, IT und Public Relations” einen Namen zu machen. So soll aus dem ehemaligen studilux ein “tragfähiges, zukunftsorientiertes Unternehmen” werden.

“Nach dem Einbruch der Märkte ist ein baldiger Exit aus studilux nicht mehr umsetzbar. Wir erweitern nun unseren Spielraum, indem wir unser Know-How und die Expertise über die Agentur vermarkten. Der Startup-Gedanke bleibt für studilux natürlich bestehen. Kamikaze Munich soll hingegen langfristig wachsen und sich als zuverlässige und kreative Agentur auf dem Markt etablieren”, sagt Gründer und Geschäftsführer Breuer. studilux ging im April 2008 als reiner Studienfinanzierungsvergleich an den Start. Mit Hilfe eines Auswahlverfahren konnten sich Studierende aller Fachrichtungen über die Plattform einen Überblick über das bundesweite Angebot von Studienfinanzierungen verschaffen und eine “auf ihre Lebensumstände zugeschnittene Finanzierung finden”. Später wandelte sich studilux in ein Magazin rund um das Thema Studienfinanzierung und zu weiteren Themen aus der Hochschullandschaft. Finanzieren sollte sich das Start-up, welches von Tiburon unterstützt wird, über Einnahmen aus Werbung und gebührenpflichtigen Selbstdarstellung der Studienfinanzierer. Die erzielten Umsätze reichten aber offenbar nicht aus, große Sprünge zu machen.

Hausbesuch bei studilux

Bei einem Abstecher in die Weißwurstmetropole München haben wir uns im vergangenen Jahr bei studilux umgesehen. Alle Eindrücke in unserer Fotogalerie. Inzwischen residiert die studilux-Mannschaft an anderer Stelle.

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Kleine Finanzspritze für studilux
* ds-Videointerview: Benjamin Breuer von studilux
* studilux legt los
* studilux informiert Studierende über Finanzierungsmöglichkeiten

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Pingback: Tweets die studilux wird degradiert – Gründer starten Konzeptagentur :: deutsche-startups.de erwähnt -- Topsy.com

  2. Euch viel Erfolg mit der Agentur und ein frohes fest!



  3. Michael

    schon komisch, dass alle, deren Business nicht funktioniert, auf einmal Andere beraten wollen :D

  4. >schon komisch, dass alle, deren Business nicht funktioniert, auf einmal Andere beraten wollen

    Man kann Deinen Gedanken noch weiter spannen: Anbieter von Dienstleistungen für Dritte (z.B. Consulting) machen das grundsätzlich nur deshalb, weil sie nix eigenes auf die Reihe bringen. Gute Leute pushen lieber ihre eigenen Projekte ;-).



  5. Benjamin Breuer

    Ach wie sehr doch die Beiträg von unseren anonymen Oberlehrern zeigen, dass das Bildungssystem in Deutschland versagt hat. Eine solche Ignoranz ist ja bedauernswert. Hier geht es um die Rettung eines anspruchsvollen Magazins in sehr schwierigen Zeiten. Hierfür muss man auch mal andere Wege gehen, aber genau das unterscheidet Unternehmer von kleinkarierten Großmäulern.



  6. Frederik

    @Olaf: Und gute Leute pushen solche Drecksseiten wie die von dir (nofollow) verlinkte kostenlose-kreditkarte.de ?

    Solche Leute braucht das Land!



  7. tina Obermeier

    Jetzt kommts mal wieder runter hier…

    ich versteh gar nicht was so schlimm daran ist, wenn die Jungs jetzt mal was anderes probieren.



  8. Peter

    Das mit den Studienkrediten war zu speziell: Kredite für die Bildung sind in Deutschland nach wie vor eine Sache für wenige, die meisten haben Angst vor Verschuldung. “Magazine” gibt’s schon genug (die Online-Ableger vom UniSPIEGEL, Unicum, Audimax, Zeit Campus …), spezifische Online-Dienste ebenfalls (studieren.de und studis-online.de jeweils schon mehr als 10 Jahre – letztere übrigens seit langem mit sehr vielen Infos zur Studienfinanzierung) – also eigentlich kein Wunder, das mit studilux kein Blumentopf zu gewinnen war.

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