Marktplatz DaWanda fährt 2009 siebenstelligen Umsatz ein

Mit einem Nilpferd fing alles an: Das erste Produkt, das bei DaWanda (www.dawanda.com) verkauft wurde, war ein Plüschtier. Nun feiert der Online-Marktplatz für Unikate und Selbstgemachtes seinen dritten Geburtstag. Gründerin Claudia Helming, die […]

Mit einem Nilpferd fing alles an: Das erste Produkt, das bei DaWanda (www.dawanda.com) verkauft wurde, war ein Plüschtier. Nun feiert der Online-Marktplatz für Unikate und Selbstgemachtes seinen dritten Geburtstag. Gründerin Claudia Helming, die mit ihrem Konzept Deutschlands Kreativität fördern will, blickt stolz zurück: “Wenige Wochen nach unserem Start konnten wir 250 Hersteller mit 1.500 Produkten, 1.200 Mitglieder und 200.000 Page Impressions registrieren. Mittlerweile bieten 50.000 Hersteller 650.000 Produkte an. Wir verzeichnen über 420.000 Mitglieder und sechzig Millionen Page Impressions im Monat.” Eigenen Angaben zufolge wächst der Umsatz pro Jahr um 350 %, die Anzahl der verkauften Produkte um 300 %. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass man im Jahr 2009 einen siebenstelligen Umsatz zu verbuchen habe und bereits vor Weihnachten über eine Million Produkte verkauft habe.

Von Anfang an zeigt die Kreativität der DaWanda-Anbieter keine Grenzen: individualisierbare Kuscheltiere, Hängematten für Meerschweinchen oder Windeltorten gehören zum nicht ganz handelsüblichen Sortiment. Das weltweit berühmteste Produkt ist übrigens die “Bacon Tasche”, deren gefilzte Oberfläche einem Stück Speck täuschend ähnlich sieht – das Stück wurde unter anderem in der Gizmodo Gallery New York ausgestellt. Mittlerweile gibt das Team rund um Helming die zahlreichen Erfahrungen in Handarbeits- und Designkursen an Kinder weiter. Gemeinsam mit der Kindereinrichtung “Die Arche” hat das Berliner Unternehmen das Projekt “Du schaffst es!” ins Leben gerufen.

“Im kommenden Jahr wollen wir die Umsätze verdreifachen”

Und wie geht es mit DaWanda im nächsten Jahr weiter? “Auch für die Zukunft haben wir uns viel vorgenommen: Im kommenden Jahr wollen wir unsere Mitgliederzahl verdoppeln sowie das Handelsvolumen und die Umsätze verdreifachen. Die Erschließung von weiteren Märkten steht an, insbesondere möchten wir unsere Präsenz auf dem französischen Markt ausbauen”, sagt Helming.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Siebenstelliger Außenumsatz, heißt dann fünfstellige Erlöse für Dawanda? Oder rechne ich da falsch?

    LG Sina

  2. Pingback: Tweets die Marktplatz DaWanda fährt 2009 siebenstelligen Umsatz ein :: deutsche-startups.de erwähnt -- Topsy.com

  3. Die Definition von Umsatz würde mich auch interessieren. Ist das das Handelsvolumen der Plattform oder der Provisionsumsatz von dawanda?



  4. hui

    Schöner Erfolg und tolle Produkte auf der Seite, aber die Suche ist angesichts der Masse an Angeboten leider zu umständlich. Da fehlen mehr Kategorisierungsmöglichkeiten, z.B. Topseller etc.

  5. Pingback: internetszene.com » Archiv » Kommentar des Tages von Ehssan Dariani



  6. Will

    Muss ja wohl 7-stelliger Provisions-/Innenumsatz sein, wenn “über eine Million Produkte verkauft” wurden – wird ja wohl mindestens ein Euro pro verkauftes Produkt hängenbleiben…

  7. Bei einer Mio. verkaufter Produkte sollte das wohl schon ein Provisionsumsatz im siebenstelligen Bereich, da sonst die Zahlen keinen Sinn machen.

    Das ist ja kein 99 Cent Laden :-)

  8. Bei Facebook wird der Artikel derzeit ebenfalls heiß diskutiert:

    http://www.facebook.com/#/alexander.huesing?v=feed&story_fbid=124486949943&ref=mf

    Ehssan Dariani schreibt:
    “Das tut der Imbiss bei mir an der Kreuzung auch. Nur mit höheren Margen… und nützlicheren Produkten.”

    Und weiter:
    ” (…) man kann auch mit scheinbar unhippen offline gründungen ordentlich geld verdienen. daran erinnere ich gerne alle, die seit dem VZ exit ebenfalls unternehmer werden wollen, aber in verengter sicht fast nur noch das online feld als chance sehen. mein lieblingsimbiss in berlin macht gut €4 mio umsatz bei ordentlichster marge. mein lieblingsrestaurant hat gerüchten zu folge einen umsatz von rund €15-20 mio. bei noch besserer marge.”

    Matias Roskos antwortet:
    “@Ehssan: du sprichst von Konnopke im Prenzelberg, richtig? Dabei musst du bedenken, dass das auch ein Ausnahme-Imbiss ist, den es schon seit Jahrzehnten gibt und sich als starke Marke etabliert hat. Es gibt in Berlin vermutlich nur drei oder vier Imbiss, die diesen Umsatz fahren können.
    Dennoch gebe ich dir vom Prinzip her recht! Dass was online Umsatz ist, ist oft ohne interessante Marge. Im Gegensatz zur Offline-Welt.”

  9. Die Diskussion erinnert mich an eBay 2004/2005. Für den Bereich Fahrzeugteile wurde ich von Industrie und Handel oft gefragt, was es mit kryptischen Konzern-freigegebenen Zahlen wie “alle 2 Sekunden wird ein Autoteil” verkauft auf sich hat. Die Spekulationen gingen von 500 Mio. bis 1 Mrd. Euro Außenumsatz bis 50 Mio. Innenumsatz. Sagen durfte und wollte ich nichts dazu. Evtl. verhält es sich bei DaWanda ähnlich.



  10. the Riddler

    Mein Gott ist die Seite hässlich, sag die nicht mal besser aus?



  11. Green

    Müssen wir doch mal den eBundesanzeiger abwarten, dann wissen wir es genauer..

  12. Pingback: Social Commerce: DaWanda mit 350 Prozent mehr Umsatz « ||| SOCIAL COMMERCE BLOG ||| E-Commerce goes Social Commerce

  13. @green

    Im Bundesanzeiger werden keine Umsatzzahlen veröffentlicht und der Jahresgewinn / Jahresfehlbetrag dürfte diesbezüglich wenig aussagekräftig sein.

  14. Pingback: Die Woche im Rückblick :: deutsche-startups.de

  15. @Ehssan Dariani die bemerkung ist von keinerlei relevanz für dawanda. verstehe das das vergleichen von äpfeln mit birnen nicht.
    fest steht, dass es dawanda geschafft hat für sie gewählte sparte so etwas wie den standard gesetzt zu haben. dawanda ist selbst vielen damen ein begriff, die sonst mit internet nichts am hut haben. und damit ist nicht nur die verkäuferseite gemeint.



  16. Hendrik

    Irgendwas stimmt bei den Zahlen nicht. Bei 50.000 Herstellern wurden über 1 Mio. Produkte verkauft, also 20 Produkte pro Hersteller. Bei 300% Wachstum pro Jahr waren das dann im Jahr 2 etwa 300.000 Produkte und im Jahr 1 etwa 100.000 Produkte – hier bei 250 Herstellern – sein müssen. Die hätten dann aber je 400 Produkte verkaufen müssen.

    Da die Produkte ja oft “Unikate” sind und erst in Handarbeit hergestellt werden müssen, ist das Geschäftsmodell nicht so einfach skalierbar.



  17. tina Obermeier

    Das ist schon skalierbar denn es wird viel über Massenware dort geschimpft:

    http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/massenware-aergert-dawanda-nutzer/

    aber wenns der Käufer nicht merkt ists ja ansich beiden egal ;)

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